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Die Schlacht von Coronel

Von: 
Andreas Leipold
Maximilian Graf von Spee (public domain/Ferdinand Urbahns)

Empört verließ Maximilian Graf von Spee den Deutschen Club in Santiago de Chile. Kurz zuvor hatten seine Gastgeber aus der deutschen Kolonie vor Ort Hassreden auf den wenige Tage zuvor in der Seeschlacht von Coronel besiegten Admiral Sir Christopher Cradock gehalten. Graf Spee, der deutsche Sieger von Coronel und zugleich ein Freund Cradocks, konnte diesen Reden nichts Gutes abgewinnen. Aus diesem Grund verließ er den Club und kehrte auf sein Flaggschiff, den Panzerkreuzer Scharnhorst, zurück. Der folgende Text stellt die Vorgeschichte und den Verlauf der Schlacht von Coronel vor.

Anfang Juni 1914 begab sich das deutsche Ostasiengeschwader auf seine jährliche Südseereise. Die Panzerkreuzer Scharnhorst und Gneisenau sowie der Transporter Titania verließen ihren Stützpunkt in Tsingtau an der Westküste Chinas in Richtung der deutschen kolonialen Besitzungen in der Südsee. Zum Geschwader gehörten neben den drei genannten Schiffen weiterhin der Kleine Kreuzer Leipzig, der seinen Dienst an der westamerikanischen Station verrichtete, um die deutschen Interessen während der Mexikanischen Revolution zu vertreten, sowie die Nürnberg, welche von der Leipzig kurz vorher abgelöst worden war. Die Nürnberg befand sich auf dem Weg von Mexiko über Hawaii und Nagasaki nach Tsingtau. Die Leipzig sollte die deutschen Wirtschaftsinteressen vor Eingriffen der sozialrevolutionären mexikanischen Truppen nach dem Sturz des Präsidenten Diaz im Jahr 1910 schützen. Die Panzerkreuzer im Westpazifik sollten die Stärke Deutschlands demonstrieren und im Notfall Evakuierungsaktionen durchführen. Weiterhin sollten sie der kolonialen Verwaltung bei Problemen und Aufständen helfen. Zuletzt sollten sie Manöverübungen durchführen. Graf Spees Aufgabe war es, die Operationsplanungen des Kreuzergeschwaders an die neue Situation vor Ort anzupassen. Ende Oktober 1914 sollten die Panzerkreuzer planmäßig zurück in Tsingtau sein.1

Im Sommer 1914 überschlugen sich aber die Ereignisse nicht nur in Europa, sondern auch im Pazifik: Nachdem am 28. Juni 1914 der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo ermordet worden war, informierte die Funkstation in Truk am 7. Juli Spees Kreuzergeschwader über das Attentat. Als Beisatz wurde von der Gefahr „politischer Verwicklungen“2 telegraphiert. Besonders auf feindliche Handlungen französischer und russischer Streitkräfte sollte das Kommando des Kreuzergeschwaders gefasst sein. Vorerst hieß es aber abzuwarten und die Positionen der anderen europäischen Schiffe im Pazifik zu erkunden. Die französischen Einheiten befanden sich bei Tahiti, die britischen noch nördlich in Wei-hai-wei. Schiffe aus Australien und Neuseeland kreuzten im Südpazifik.3 Das deutsche Kreuzergeschwader lag somit zwischen den britischen und französischen Flotten. Der Weg in den Westpazifik oder in den Indischen Ozean war für Graf Spees Kreuzergeschwader jedoch frei. Der Admiralstab in Berlin empfahl dem Kommando des Kreuzergeschwaders, die Vorbereitungen für den Kriegsfall B (Krieg gegen Frankreich und Russland) einzuleiten. Eine Operation in der Torresstraße, der Verbindung des Pazifik mit dem Indischen Ozean zwischen Australien und Neuguinea und im Westpazifik oder ein Angriff auf den Hafen von Saigon waren in diesem Fall im Kreuzerhandbuch vorgesehen.4 Da noch kein Krieg war, begaben sich die deutschen Kriegsschiffe näher an die Funkstation in Yap, um schneller über mögliche politische und militärische Entwicklungen informiert zu werden.5 Der Reiseplan der Panzerkreuzer in die Südsee wurde vorerst umgestellt, aber noch nicht aufgegeben. Die Nürnberg wurde unverzüglich, das heißt ohne Zwischenstopp in Nagasaki, nach Tsingtau beordert. Die Kanonenboote auf dem Jangtse wurden aufgefordert, ihre Besatzungen ebenfalls dorthin zu entsenden. Die Ausrüstung von Hilfskreuzern wurde vorbereitet und die entsprechenden Schiffe nach Tsingtau beordert, wobei aber nur eines dem Befehl Folge leistete.

Es trat nun eine Phase der Ruhe im Pazifik ein. Die Besatzungen merkten von den Verwicklungen in Europa nichts. Sie schwammen im Meer und machten ihre Übungen als wäre es der normale Dienst. Auch die Auffüllung der Kohlebestände auf ein Maximum in den Schiffsbunkern wurde als normal wahrgenommen.6 Nur Spees Offiziere bemerkten, dass irgendetwas Ungewöhnliches vor sich ging.7

In der dritten Julidekade 1914 trafen weitere beunruhigende Nachrichten auf der Scharnhorst ein: Österreich-Ungarn hatte Serbien am 23. Juli ein Ultimatum gestellt. Das Deutsche Kaiserreich stand dem Bündnispartner fest zur Seite. Damit hatte der Automatismus der Bündnissysteme angefangen zu greifen. Spee ließ nun seine Schiffe auf einen Krieg vorbereiten. Am 30. Juli war es soweit: Russland und das Deutsche Reich befanden sich im Krieg. Es hieß nun auch im Pazifk: „Klar Schiff zum Gefecht!“ Operationen in Richtung Westpazifik verboten sich allerdings, solange unklar war, ob und auf welcher Seite Großbritannien Partei im Krieg ergreifen würde. Das Inselreich sollte auf keinen Fall durch ein voreiliges Handeln des Kreuzergeschwaders von Graf Spee gereizt werden. Hinzu kam, dass Japan für alle britischen Besitzungen eine Garantieerklärung abgegeben hatte, sodass nicht nur Großbritannien, sondern auch Japan bei jeder Aktion im Westpazifik oder im Indischen Ozean verärgert worden wäre. Seit 1902 war Großbritannien mit Japan verbündet. Das fernöstliche Kaiserreich stellte die stärkste Marine im Pazifikraum. Und tatsächlich traf schon Ende Juli die Nachricht aus Berlin ein, dass Japan den Schutz der britischen Besitzungen im Pazifik garantierte. Damit musste, wenn Großbritannien zum Feind werden würde, auch Japan als Gegner betrachtet werden. Am 5. August 1914 sollte der Kriegszustand für die deutschen Kriegsschiffe im Pazifik zur Realität werden: Großbritannien hatte dem Deutschen Reich den Krieg erklärt und Japan ein Ultimatum an Deutschland gestellt. Japan forderte hierin die Abrüstung aller deutschen Kriegsschiffe im Pazifik und die Übergabe von Tsingtau an das fernöstliche Kaiserreich. Am 23. August 1914 folgte schließlich Japans Kriegserklärung an das Deutsche Reich. Damit war das Kreuzergeschwader umzingelt. Im Norden waren die Japaner, im Süden und Westen die Schiffe des Commonwealth und Frankreichs positioniert. Damit blieb nur noch die Flucht in den Südosten, in Richtung der Osterinseln.8 Ob diese Ausweichbewegung schon eine Vorbereitung zur Fahrt über den Atlantik in Richtung Nordsee war, kann aus den Quellen nicht erschlossen werden.

Auf dem Weg in Richtung Südosten stellte das Kommando des Kreuzergeschwaders fest, dass es keine Funksignale der neuen Funkstation in Apia, auf dem heutigen Samoa gelegen, mehr empfangen konnte. Daraufhin wurde die nun zum Geschwader gestoßene Nürnberg nach Honolulu entsandt, um nähere Informationen über die politische und militärische Lage einzuholen. Sie konnte während des Aufenthaltes vom 1. bis zum 3. September 1914 Nachrichten erhalten und diese am 5. September an das Kreuzergeschwader übergeben. Unter anderem wurde festgestellt, dass Anfang September Samoa mit dem deutschen Verwaltungssitz in Apia von neuseeländischen Truppen besetzt worden war. Graf Spee entschied aus diesem Grund Apia anzugreifen und die dort liegenden Kriegs- und Zivilschiffe zu versenken.9 Beim Angriff am 14. September konnten aber keine lohnenden Ziele zu Wasser und an Land ausgemacht werden. Um die deutschen Besitzungen für die Zeit nach dem Krieg zu schonen, wurden auch die auf der Insel befindlichen neuseeländischen Soldaten nicht beschossen.10 Ein weiteres Ziel bot sich auf der französischen Insel Tahiti an. Im Hafen der Hauptstadt Papeete sollte sich, so die letzten Nachrichten, das Kanonenboot Zeleé befinden. Außerdem könnten, so das Kreuzerhandbuch, große Mengen an Kohle und Proviant erbeutet werden.11 Am 22. September begann der Angriff. Die geplante Anlandung von Truppen zur Sicherstellung der Versorgungsgüter musste allerdings unterbleiben, da sich die in den Forts nahe der Hauptstadt stationierten Soldaten heftig zur Wehr setzten. Nur das Kanonenboot wurde versenkt.12 Nun begann für das Kreuzergeschwader Graf Spees die Fahrt in die Weiten des Pazifiks. Mit südöstlichem Kurs wurde die Westküste Südamerikas angesteuert. Die Hitze wurde unerträglich, sodass die Matrosen trotz der Kriegsbedingungen an Deck schliefen. Sogar ein Selbstmord aufgrund der Hitze wurde im Logbuch der Gneisenau verzeichnet.13 Ab Mitte Oktober wurde es kälter, sodass sich schon ab 20 Grad Celsius Erkältungskrankheiten mehrten.14 Schließlich erreichte Ende Oktober auch der Kleine Kreuzer Dresden mit dem Hilfsschiff Baden das Kreuzergeschwader. Die beiden Schiffe waren aus dem Atlantik in den Pazifik gefahren, um nicht alleine in den Weiten des atlantischen Ozeans einer britischen Übermacht entgegenzustehen. Einige Tage kam auch der Hilfskreuzer Prinz Eitel Friedrich, der erfolglos im Bismarck-Archipel operiert hatte, zum Kreuzergeschwader. Als letztes Schiff stieß nun auch die Leipzig aus Nordamerika kommend zum Geschwader.

Aus den Nachrichten der hinzugekommenen Schiffe konnte Spee die Feindlage konstruieren:15 So berichteten die Dresden und die Leipzig an die Berichterstatter in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso und diese an das Kreuzergeschwader, dass sich die britischen Panzerkreuzer Good Hope und Monmouth sowie der Hilfskreuzer Glasgow an der Westküste Südamerikas befanden. Auch ein nicht näher benanntes Schlachtschiff (es handelte sich um das alte Schlachtschiff Canopus) sollte dort sein. Um die Lage zu klären, wurde Prinz Eitel Friedrich nach Coronel an die Westküste Chiles entsandt. Sie sollte dort ihre leeren Kohlebunker auffüllen und Nachrichten an die Leipzig funken. Die Leipzig würde im Anschluss daran die erhaltenen Daten an das Kreuzergeschwader weiterleiten. Dieser Weg war sinnvoll, da die feindlichen und neutralen Stellen von der Anwesenheit der Leipzig in diesen Gewässern wussten, das Kreuzergeschwader aber unentdeckt bleiben sollte. Unverrichteter Dinge musste daher der Hilfskreuzer den Hafen am 30. Oktober wieder verlassen. Kohle konnte er nicht aufnehmen. Allerdings hatte er die Information erhalten, dass der britische Leichte Kreuzer Glasgow sich im Hafen befand. Um ein Auslaufen der Glasgow zu erzwingen, wurde am 31. Oktober der Hilfskreuzer Leipzig erneut nach Coronel entsandt. Nun musste der britische Kreuzer auslaufen, um nicht nach den 24-Stunden-Regelungen für Kriegsschiffe in neutralen Häfen interniert zu werden. Gleichzeitig ließ Graf Spee seine Schiffe in einem Halbkreis um den Hafen von Coronel in Stellung gehen, um das britische Schiff abzufangen.

Die Schlacht

Am 1. November 1914 erhielt Admiral Spee die Nachricht, dass der Kleine Kreuzer Glasgow den Hafen von Coronel verlassen hatte. Daraufhin wurde die Leipzig in Richtung Hafen beordert, um Fühlung zum Schiff aufzunehmen. Um 16.20 Uhr konnte die Leipzig die Rauchsäulen der Glasgow sehen und wurde von der Glasgow ebenfalls gesichtet. Als sich die Leipzig auf die Glasgow zubewegte, entdeckte sie weitere Rauchsäulen. Das britische Geschwader befand sich bei seinem Leichten Kreuzer. Graf Spee ließ sofort eine Gefechtslinie bilden. Die Briten taten dasselbe. Auf Kurs Süd-Südwest versuchten die deutschen Kriegsschiffe ein Entkommen der britischen Schiffe in die neutrale chilenische Dreimeilenzone zu verhindern.16

Aus rund zehn Kilometern Entfernung eröffneten die deutschen Schiffe um 18.34 Uhr das Feuer.17 Die britischen Schiffe waren gut in der Dämmerung zu sehen, während die deutschen im Dunkeln fast unsichtbar blieben. Binnen fünf Minuten hatten sich deutschen Kanoniere auf ihre Feinde eingeschossen. Ein Treffer in eine der Munitionskammern der Good Hope löste eine große Explosion aus. Das Schiff verschwand kurz darauf von der Meeresoberfläche. Fürchterlich müssen die Szenen an Bord gewesen sein. In den beiden kommenden Tagen suchten die deutschen Kriegsschiffe das Meer nach den vermissten britischen Schiffen ab. Erst am 3. November 1914 berichtete Kapitän Haun von der Leipzig, dass seine Seeleute an diesem Tag Seesäcke und Leichenteile auf dem Wasser treiben gesehen hätten.18 Damit war erst zu diesem Zeitpunkt sicher, dass die Good Hope versenkt worden war. Im Seegefecht hatte die Good Hope aber zuvor drei Treffer an Bord der Scharnhorst landen können. Splitter der Granaten waren durch ein Sprachrohr gedrungen und hatten einen Maschinisten verletzt. Der einzige Tote an Bord war allerdings ein Papagei.19 Ein Leck am Panzergürtel und ein Einschuss an einem der vier Schornsteine waren ebenfalls an der Scharnhorst zu verzeichnen. Sie stellten aber keine großen Schäden dar.

Der Kampf der Gneisenau gegen die Monmouth war ebenfalls schnell beendet. Nach einigen Treffern an den 15-cm-Türmen auf der Monmouth scherte diese aus der Schlachtlinie aus und verschwand im Dunkeln. Die Gneisenau hatte keinen Schaden davongetragen. Erst in der Nacht fand die später ins Gefecht eingreifende Nürnberg den britischen Panzerkreuzer und versenkte ihn mit 135 Schuss aus ihrer 10,5-cm-Kanone. Ein von der Nürnberg abgeschossener Torpedo traf sein Ziel nicht.20 Die Leipzig und die Dresden bekämpften den Kleinen Kreuzer Glasgow. Sie trafen ihn mehrfach, sodass auch dieses Schiff die Schlachtlinie verlassen musste. Das britische Schiff war schwer beschädigt und musste im Schiffsdock in Rio de Janeiro repariert werden.21 Der britische Hilfskreuzer Otranto war für das Gefecht nutzlos gewesen und hatte bereits mit dem Beginn der Feuereröffnung das Schlachtfeld verlassen.

Das Ergebnis der Schlacht war vernichtend für die Briten. Rund 2000 britische Seeleute waren gefallen. Auf deutscher Seite gab es dagegen nur drei Verwundete. Zwei britische Panzerkreuzer waren versenkt und ein Leichter Kreuzer beschädigt worden. Die deutschen Schiffe hatten nur leichte Schäden davongetragen. Dennoch hatten auch die Briten einen taktischen Erfolg erzielt. Die deutschen Kreuzer hatten die Hälfte ihrer Munition verschossen und waren für ein weiteres Gefecht schlecht ausgerüstet. Eine Fahrt durch den Atlantik in die Nordsee oder eine längere Führung des Kreuzerkrieges waren nun für das deutsche Kreuzergeschwader nicht mehr möglich. Eine Auffüllung der Munition für die deutschen Schiffe war unrealistisch. Die Eroberung der Seehoheit an der Westküste Südamerikas war für die deutsche Seite nur ein geringer Erfolg. Aufgrund der Versorgungsprobleme mit Proviant, Kohle und Munition wurde kein Kreuzerkrieg vorbereitet. Vielmehr wurde die Weiterfahrt in den Atlantik vorangetrieben. Nur der Hilfskreuzer Prinz Eitel Friedrich führte den Kaperkrieg weiter. Die deutschen Handelsschiffe verweigerten allerdings die Ausfahrt aus den chilenischen Häfen. Damit konnte auch der deutsche Handel in der südlichen Hemisphäre nicht wiederbelebt werden. Der Sieg der deutschen Kriegsschiffe war somit nur von taktischer Natur. Eine Gegenreaktion des Commonwealth war zu erwarten. Die Fahrt durch den Atlantik würde nun umso schwerer werden. Die britische Flotte hatte mit den beiden Kriegsschiffen Monmouth und Good Hope nur ältere Einheiten verloren, die weder in der Blockade in der Nordsee noch bei anderen Operationen wichtige Beiträge hätten leisten können. Am Ende sollte die Schlacht von Coronel keine entscheidenden Auswirkungen auf den Seekrieg im Ersten Weltkrieg haben. Gefährlicher und kriegsbestimmend waren hingegen die Kriegsfahrten des allein operierenden deutschen Kreuzers Emden. Seine Aktionen behinderten den Transport des Australian New Zealand Army Corps aus dem Pazifik zur Schlacht von Gallipoli und ermöglichten damit den türkisch-deutschen Verbänden, die Seeengen am Bosporus auszubauen und schließlich erfolgreich zu verteidigen.

Im Anschluss an die Schlacht von Coronel besuchte Graf Spee mit seinen Offizieren den deutschen Club in Santigao de Chile. Auf die Festreden der deutschen Gesandten folgten Schmähreden auf die Briten. Für den Sieger von Coronel waren solche Ansichten gegen einen ehrenhaft kämpfenden Feind und dessen Kommandierenden Admiral Cradock jedoch nicht akzeptabel. Spee begab sich auf sein Flaggschiff und bereitete eine Weiterfahrt in den Atlantik vor.22 Aber auch die Sieger der Schlacht von Coronel sollten zum größten Teil das Ende des Ersten Weltkrieges nicht erleben. Die meisten von ihnen versanken mit ihrem Kommandeur bereits am 8. Dezember 1914 in der Schlacht bei den Falklandinseln mit ihren Schiffen.

  • 1. Chef des Admiralstabs an das Kommando des Kreuzergeschwaders vom 1. Mai 1914. BArch MA-RM (Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg im Breisgau, Abteilung Reichsmarine) 5 / 6205, Bl. 130.
  • 2. Chef des Admiralstabs an das Kommando S.M.S. Scharnhorst vom 6. Juli 1914. BArch MA-RM 5 / 6334, Bl. 3.
  • 3. Kriegstagebuch des Kreuzergeschwaders, Bd. 1, handschriftliche Eintragung Spees, o. D.. BArch MA-RM 38 / 161, Bl. 1-21’, Bl. 3.
  • 4. Ebda., Bl. 3‘.
  • 5. Schiffsbewegungen vom 14. Juli 1914. BArch MA-RM 6097, Bl. 39.
  • 6. Mankel: Bericht (undatiert), BArch MA-RM 92 / 2499, Bl. 109-146, Bl. 112.
  • 7. Privatbrief des Artillerieoffiziers der Nürnberg Kapitänleutnant Heinz Harald von Maubeuge an seine Eltern vom 11. Oktober 1914. BArch MA-RM 3 / 3387, Bl. 325-330, Bl. 325’.
  • 8. Kriegstagebuch des Kreuzergeschwaders, Bd. 1, handschriftliche Eintragung Spees vom 13. August 1914. BArch MA-RM 38 / 161, Bl. 1-21’, Bl. 12’.
  • 9. Sitzungsbemerkungen zur Kommandeurssitzung am 6. September 1914. BArch MA-RM 38 / 167, Bl. 82-82’, Bl. 82’.
  • 10. Kriegstagebuch des Kreuzergeschwaders, Bd. 2 vom 8. September 1914. BArch MA-RM 38 / 162, Bl. 1-21’, Bl. 3.
  • 11. Deutsche Gesandtschaft in Papeete an den Reichskanzler vom 10. Februar 1911. BArch MA-RM 1 / 44, Bl. 140.
  • 12. Pochhammer: Bericht über die Fahrten des Kreuzergeschwaders von Tsingtau nach Kap Horn Juni 1914 bis Dezember 1914, vom 25. Mai 1918. BArch MA-RM 92 / 2351, Bl. 6-52, Bl. 25.
  • 13. Mankel: Bericht (undatiert), BArch MA-RM 92 / 2499, Bl. 109-146, Bl. 118.
  • 14. Tagebucheintrag von Kapitän Schönberg vom 20. Oktober 1914, in: Gerhard Wiechmann (Hg.): Vom Auslandsdienst in Mexiko zur Seeschlacht von Coronel. Kapitän zur See Karl von Schönberg. Reisetagebuch 1913-1914, Bochum 2004, S. 156-157, S. 157.
  • 15. Kommando S.M.S. Leipzig an Y. vom 21. Oktober 1914. BArch MA-RM 38 / 168, Bl. 42.
  • 16. Raeder, Erich: Der Kreuzerkrieg in ausländischen Gewässern, Bd. 1 Der Kreuzerkrieg, Berlin 1922, S. 201.
  • 17. Wilhelm Schack an das Reichsmarineamt vom 27. Dezember 1914: Auszug aus Privatbrief des 1. Artillerieoffiziers der Gneisenau. BArch MA-RM 3 / 42, Bl. 71-73’, Bl. 71’.
  • 18. Verhandlung und Vernehmung durch Leutnant z. S. von Hopffgarten (undatiert), BArch MA-RM 38 / 169, Bl. 22’-23.
  • 19. Mankel: Bericht (undatiert), BArch MA-RM 92 / 2499, Bl. 109-146, Bl. 128.
  • 20. Auszug aus einem Briefe des Leutnants z. S. Grafen von Spee an seine Mutter (Margareta von Spee) vom 3. November 1914. BArch MA-RM 5 / 2288, Bl. 469-473, Bl. 473.
  • 21. Deutsche Gesandtschaft in Rio an das Reichsmarineamt vom 28. November 1914. BArch MA-RM 38 / 170, Bl. 34-35, Bl. 34.
  • 22. Deutsche Gesandtschaft in Kopenhagen an den Chef des Admiralstabs vom 9. Mai 1915. BArch MA-RM 38 / 171, Bl. 93.
Takuma Melber

Zitierempfehlung

Andreas Leipold, Die Schlacht von Coronel, in: Portal Militärgeschichte, 14. Januar 2018, URL: http://portal-militaergeschichte.de/node/1835. (Bitte fügen Sie in Klammern das Datum des letzten Aufrufs dieser Seite hinzu.)

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