Aktuelle Beiträge

Eine neue Dauerausstellung zur Erfahrungsdimension des Ersten Weltkrieges
Von: 
Marina Scheiff
Multimediakarte vom Kriegsgebiet um Ypern

Das "In Flanders Fields Museum", das seinen Namen dem englischsprachigen Gedicht aus dem Jahre 1915 von John McCrae zu verdanken hat, eröffnete im Juni 2012 neu. Im Mittelpunkt der multimedial gestalteten neuen Dauerausstellung stehen die Erfahrungen und persönlichen Geschichten der Zeitgenossen des Ersten Weltkrieges.

 
 
Von: 
Volker Mende
Remagen, rechtes Brückenwiderlager der Rheinbrücke, 1918. Foto: Volker Mende, 2010.

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges durchzogen mehr als 58.000 km Schienennetz das Deutsche Reich, mehr als doppelt soviel wie 1870. Um dieses Netz im Falle eines feindlichen Einbruches zerstören zu können, erhielten bis Sommer 1914 über 900 Eisenbahnbrücken im Deutschen Reich vorbereitete Minenanlagen. Davon wiesen etwa 70 Eisenbahnbrücken zusätzlich Anlagen zum fortifikatorischen Schutz der Brückenwiderlager auf.

 
 
Von: 
Timo Ennen

Philipp Witkops „Kriegsbriefe gefallener Studenten“ geben einen Einblick in das Verhältnis junger Studenten zur Literatur angesichts einer physischen wie psychischen Ausnahmebelastung. Sie geben eine Ahnung davon, wie die jungen Soldaten Schrecken und Tristesse des Kriegsalltags mit dem geistigen Erbe ihres bisherigen Studiums bzw. ihrer privaten Lektüre verwalten – exemplarisch zugespitzt anhand ihrer Reflexionen über Poesie und Prosa in Konfrontation mit den Kriegserlebnissen.

 
 
Von: 
Dierk Walter

Der frühe Kalte Krieg war eine Blütephase des "Crystal Gazing", der militärischen Futurologie in den Militärzeitschriften des Vereinigten Königreichs. Der erste Atomwaffeneinsatz 1945 stürzte die britischen Militäreliten (und nicht sie allein) in erhebliche Verunsicherung, bedeutete er doch, dass sie sich fortan auf einen Krieg vorbereiten mussten, von dem sie nur eines gewiss wussten: dass er in fast jeder Hinsicht völlig anders sein würde als der letzte. Diese Erkenntnis lud für Jahrzehnte zu erregten Debatten über die Gestalt des kommenden Krieges ein, in denen nicht selten die Existenzberechtigung ganzer Waffengattungen, ja Teilstreitkräfte in Frage gestellt wurde.

 
 
Hearts of Iron III
Von: 
Jens Lohmeier

Die Serie „Hearts of Iron“(HoI) ist ein Klassiker unter den Strategiespielen, die sich des Zweiten Weltkriegs als Handlungsrahmen angenommen haben. Wie bereits Heiko Brendel beschrieb, sind Spiele dieser Entwicklerschmiede an der Schnittstelle zwischen kontrafaktischem, aber geschichtsnahem Spiel und historischer Simulation angesiedelt.  „HoI“ stellt dabei eines der dichtesten und historisch ‚genauesten’ Strategiespiele zum Zweiten Weltkrieg dar.

 
 
Das UROP-Projekt 188: „Ihre Erinnerung ist Ihre Wahrheit“ an der RWTH Aachen
Von: 
Peter M. Quadflieg und Anna Hissel

Seit 2008 bietet die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen im Zuge der Exzellenzinitiative das Undergraduate Research Opportunities Program (UROP) an. Studierenden wird dadurch die Möglichkeit gegeben, bereits während ihres Studiums Einblicke in die Forschungspraxis der von ihnen studierten Disziplinen zu erhalten (Nähere Informationen unter www.rwth-aachen.de/urop). In diesem Rahmen initiierten Peter M. Quadflieg und Dr. René Rohrkamp vom Lehr-und Forschungsgebiet Wirtschafts- und Sozialgeschichte der RWTH (Univ. Prof. Dr. phil. Paul Thomes) zum Sommersemester 2009 das UROP-Projekt 188

 
 
Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Polnisch-Deutschen Kulturforum Insel Usedom/Insel Wollin; in Kooperation mit dem Historisch Technischen Museum Peenemünde

Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde diente auf einem weiträumigen Gelände im Norden Usedoms von 1936 bis 1945 zur Entwicklung von Raketen zur Bombardierung von Städten. Die von Goebbels propagandistisch "Vergeltungswaffe" getauften Raketen erwiesen sich zwar kriegstechnisch als ineffektiv, richteten aber großen Schaden vor allem unter der Zivilbevölkerung in London und Antwerpen an.

Eine Konferenz veranstaltet vom Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst

Am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion. Die Vorbereitungen des Angriffs zielten auf einen beispiellosen Vernichtungskrieg und kalkulierten den Tod von vielen Millionen Menschen in den zu erobernden Gebieten ein. Nach dem Einmarsch begann eine brutale Mord-, Repressions- und Hungerpolitik. Ihr fielen nicht nur über drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene zum Opfer. Betroffen war auch die Zivilbevölkerung. Millionen verhungerten oder kamen bei der deutschen Partisanenbekämpfung um.

Das Ziel des Workshops ist es, neueste Resultate zum Thema der italienischen Okkupationspolitiken in Europa während des Zweiten Weltkrieges vorzustellen. Falluntersuchungen sollen einen Ausgangspunkt für den im besonderen Fokus des Workshops liegenden Vergleich zwischen den unterschiedlichen Besatzungsgebieten liefern. Somit soll zum ersten Mal eine gesamteuropäische Perspektive zum Thema der italienischen Besatzungspolitiken geboten werden, die auf tiefgreifenden Untersuchungen einzelner Besatzungsgebiete beruht.

An analysis of changing perceptions towards “fighters who work for pay” (Dissertation)
Von: 
Malte Riemann

Seit der Französischen Revolution hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass eine wahre liberale Demokratie (Republik) Bürger-Soldaten braucht, welche die Souveränität des Staates und auch ihre Bürgerrechte verteidigen. Auch professionelle, aber nationalstaatlich kontrollierte Streitkräfte folgten diesem Ansatz. Anfang des 19. Jahrhunderts führte der aufkommende ethnische Nationalismus diesem Gedankengang eine neue Dimension zu.

 
 

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