Aktuelle Beiträge

Die osmanischen Streitkräfte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert
Von: 
Thomas Scheben
Sipahi (anonymer griechischer Künstler, ca. 1809), https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sipahi,_anonymous_Greek_artist,_ca._1809.jpg
Während die europäischen Streitkräfte an der Schwelle zur Moderne auf Standardisierung und Homogenisierung setzten, schlugen die Osmanen unfreiwillig die entgegengesetzte Richtung ein und gerieten militärisch ins Hintertreffen. Die heute vielfach als Erfolgsrezept für Großorganisationen aller Art angesehene „Diversität“ war in den direkten Auseinandersetzungen mit homogenen, kohärenten Konkurrenten offenbar nicht immer und überall von Vorteil.
 
 
Das Pathos, der Bildschirmkrieg und seine Mitspieler. Auf der Suche nach dem interaktiven Heldentum
Von: 
Stefan Piasecki
Kollage aus Titelbild "Historyline 1914-1918 (Blue Byte, 1993) sowie freien zeitgenössischen Fotografien aus dem ersten Weltkrieg (Kollage: Piasecki)
Was stört am Heldentum? Warum verlangen Mediennutzer nach gebrochenen Figuren und schämen wir uns fremd, wenn der mediale Heros zu mächtig wird oder die Erfolgsgeschichte zu schwülstig? Wieso verdächtigen wir Heldenerzählungen der Vermittlung falscher Weltbilder oder überholter Rollentypisierungen? Wohl deshalb, weil sie wirken und Vorstellungen von Welt beeinflussen können. Einigen Traditionslinien solcher Überhöhungen wird hier nachgegangen. Der Text ist die erweiterte Publikationsfassung eines Vortrages des Autoren, den er unter dem Titel "Landser 4.0 - Krieg und Kriegshandwerk im Computerspiel" am 13. November 2017 im Militärhistorischen Museum Dresden gehalten hat.
 
 
Ein Diskussionsbeitrag zu den Vorgängen in Charlottesville
Von: 
Alexander Querengässer
Am 18. Mai 2017 wurde das Robert E. Lee Monument in New Orleans nach langen Debatten im Stadtrat sowie Prozessen vor Staats- und Bundesgerichten endgültig abgetragen.

Donald Trump ist in den Augen seiner Kritiker ein Präsident, der nichts richtig machen kann. Dies gilt auch für die Situationen, in denen er das tut, was alle anderen Präsidenten vor ihm auch taten oder getan hätten. Und so verwundert es kaum, dass in Zeiten, in denen die Schuhwahl seiner Frau während eines Besuchs im Hochwassergebiet von Texas schon fast zur Staatskrise erhoben

 
 
Von: 
Sebastian Schaarschmidt
Während zwischen den einzelnen Heereskontingenten der Staufer mitunter hohe kulturelle Diversität vorherrschte, tendierte der Einzelverband zu kultureller Homogenität. Diese Unterschiede können auf Grundlage eines Netzwerkmodells erklärt werden.
 
 
Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte, Münster, 19.-21. Oktober 2017
Von: 
Leonie Ziegler

 

 
 
Tagungsankündigung
Von: 
Dr. habil. Markus Pöhlmann

Wie lange war im Ersten Weltkrieg die Entscheidung über Sieg und Niederlage tatsächlich offen? Wie gestaltete sich für das Deutsche Reich der Weg aus diesem viereinhalb Jahre dauernden Konflikt? Die Tagung bestimmt den Standort des Jahres 1918 und damit des Endes des Ersten Weltkrieges für die Geschichte des preußisch-deutschen Militärs. Die Chiffre »1918« soll dabei nicht als ein zeitlich eindeutig zu bestimmender militärischer, politischer oder gesellschaftlicher Bruch- oder Schlusspunkt verstanden werden.

 
 
Ein antikes Erfolgsmodell?
Von: 
Christoph Ebner
Die Römer haben es geschafft, ihre von Beginn an multiethnische Armee effektiv einzusetzen, Diversität und Integration wurden so zu einer Stärke. Das römische Modell verlief zwar nicht immer reibungsfrei, erwies sich jedoch insgesamt als durchweg erfolgreich.
 
 
Von: 
Sönke Neitzel
Flyer_Jahrestagung_Diversität
Diversität im Militär, Multikulturelle Streitkräfte von der Antike bis in die Gegenwart – über dieses Thema debattierte der Arbeitskreis Militärgeschichte vom 17. bis 19. November 2016 auf seiner Jahrestagung an der Universität Potsdam. Fünf besonders prägnante Beiträge werden in den kommenden Wochen publiziert.
 
 
Nachwuchsworkshop Militärgeschichte Universität Zürich, 1. Dezember 2017
Von: 
Adrian Hänni, Daniel Rickenbacher, Thomas Schmutz

Politische Gewalt und Bedrohungen für die staatliche Sicherheit sind häufig nicht mehr durch den klassischen Dualismus "militärische Invasion von aussen" oder "Rebellion/Revolution im Inneren" charakterisiert, sondern gehen vielmehr oft von transnationalen paramilitärischen Netzwerken aus.

 
 
Von: 
Dieter Hartwig
Die Nordwand der Marineschul-Aula vor der Umgestaltung 2016 mit Flaggen deutscher Kriegsschiffe bis 1933. (Quelle: MSM/WGAZ)
Die Seeoffiziere der Kaiserlichen Marine gedachten in der Aula der Marineschule Mürwik (Offizierschule; MSM) nicht nur der Kriegstoten des Seeoffizierkorps, sondern auch jener, die während der Revolution, im Spartakusaufstand, in Grenzkämpfen und anlässlich des Kapp-Putsch zu Tode kamen. Dieser zweifelhafte, kaum je zur Kenntnis genommene Teil des "Seeoffizier-Ehrenmals" wurde im Zuge der Umgestaltung der MSM-Aula entfernt, weshalb hier an ihn erinnert wird.
 
 

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