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Multikulturalität in den Heeren der Staufer

Von: 
Sebastian Schaarschmidt
DOI: 
akm21.05.2018

1. Einführung: Multikulturalität in den Heeren des Mittelalters

„Damals röteten seine [Kaiser Friedrichs II.] Deutschen ihre Schwerter im roten Blut der Feinde, damals kämpften die treuen und glücklichen Ritter des Königreichs [Sizilien] wunderbar an der Seite ihres Fürsten. Damals rächte sich die bewundernswerte Kriegerschaft aus Pavia an den Kriegern Mailands und das treue Cremona tränkte mit den verbündeten Städten seine Beile im Blut und es leerten ihre Köcher die Sarazenen.“1 Diese Zeilen entstammen dem Schreiben eines anonymen Unterstützers aus der Kanzlei Friedrichs II., welches den Sieg des Kaisers bei Cortenuova 1237 verkünden und glorifizieren soll.2 Indem es verschiedene Gruppen von Kombattanten aufzählt und ihnen spezielle Waffen bzw. Motivationen für den Kampf zuschreibt, gibt es Einblick in die Zusammensetzung eines von Diversität geprägten kaiserlichen Heeres.

Dieses Aufeinandertreffen kulturell diverser Kampfverbände im Heer war im Mittelalter ein sowohl räumlich als auch zeitlich weit verbreitetes Phänomen. Es konnte je nach historischem Kontext und Perspektive als zu bewältigende Aufgabe oder militärischer Nutzen gesehen werden. Da sich ihr Herrschafts- bzw. Einflussgebiet über den Deutschen Reichsteil, Oberitalien, das Sizilianische Königreich und schließlich auch auf das Königreich Jerusalem erstreckte, stellen die Königsherrschaften der Staufer einen geeigneten Analysegegenstand für die Frage nach kultureller Diversität und Krieg dar. Vor allem die Kriege Friedrichs I. „Barbarossa“ und seines Enkels Friedrichs II. in Norditalien haben im Zuge dessen einen erheblichen Niederschlag in der zeitgenössischen Publizistik gefunden und sollen daher im Folgenden im Zentrum der Analyse stehen.

Nicht nur in der Stauferzeit, sondern auch generell war das mittelalterliche Heer strukturell ein militärisch und kulturell höchst diverses Gefüge3, bei dem Rekrutierung und Truppenanwerbung weniger über umfassende staatliche Organisationsmuster als vielmehr auf Grundlage von personellen Abhängigkeiten und Verpflichtungen erfolgten. Es stellte deshalb mehr Personenverband als Institution dar.4 Seine Zusammensetzung und Einsatzdauer wurden im Zuge dessen maßgeblich von den Anforderungen der jeweiligen Situation sowie der Verfügbarkeit von Ressourcen bestimmt.5 Grundlage für Gefolgschaft im Krieg konnten Lehnsbeziehungen, monetäre Zusagen, Aussicht auf Beute oder nicht zuletzt der Wunsch nach Gewinn von Sozialprestige durch Kriegstaten sein.6 Dabei war es für die Heerführer gängige Praxis, nicht nur mit Gefolgschaft aus dem unmittelbaren Herrschaftsgebiet in den Krieg zu ziehen sondern auch auf Gruppen von Kriegern anderer Herkunft, etwa Söldner, zurückzugreifen.7 Wie das anfangs zitierte Schreiben zeigt, verbanden die aus verschiedenen Regionen des Herrschaftsgebiets aufgebotenen Krieger mit der Heeresfolge oftmals differente Zielsetzungen, besaßen unterschiedliche Sprachen oder bekannten sich in einigen Fällen zu verschiedenen Religionen.

Jedoch sind Quellen, die Aussagen über die detaillierte Zusammensetzung eines hochmittelalterlichen Heeres zulassen, rar. Denn nicht selten werden militärische Kampfverbände mangels Interesse oder Informationen von der zeitgenössischen Historiographie als Einheiten dargestellt, deren Zusammensetzung nicht interessiert, oder in kriegeradlige Reiter (milites) und nichtadlige Fußkämpfer (pedites) unterteilt. Hierbei bezieht sich die Unterscheidung auf den sozialen Stand, welcher gleichzeitig mit der militärischen Funktion verknüpft ist. Eine Differenzierung des Kampfverbandes wird von den Autoren narrativer Quellen vermehrt dann vorgenommen, wenn diesem Umstand Relevanz für die Darstellungsabsicht beigemessen wird, etwa um die Schuld an einer Niederlage einer bestimmten Gruppe zuzuweisen oder die kriegerische Memoria einer anderen zu stärken.8

Wenn hingegen in den Quellen eine Differenzierung des Heeresverbandes vorgenommen wird, so geschieht dies häufig in Form von Fremdwahrnehmung anhand kultureller Merkmale, vor allem der Herkunft. Der mittelalterliche Krieg bot daher aufgrund der hohen Mobilität größerer Gruppen einen besonderen Raum für aus Fremdwahrnehmung resultierende kulturell kodierte Zuschreibungen.

Während ältere Studien davon ausgingen, dass es sich bei „Kulturen“ um Einheiten handelt, die monolithisch existieren, nicht wandelbar sind und auf diese Weise in interkultureller Interaktion oder in multikulturellem „Nebeneinander“ stehen, wendet sich ein jüngerer Ansatz dezidiert gegen diese Vorannahme. Bei „Kulturen“ handele es sich demnach vielmehr um situationsbezogene Konstruktionen, die durch Fremd- und Eigenzuschreibung entstehen und in ihrer historischen Dimension existieren. Indem diese Sicht den Forschungsgegenstand der Kultur in den Kontext menschlicher Vorstellung verortet, nimmt sie ihn aus der Sphäre einer empirisch evidenten Realität und betont dessen generelle dynamische Wandelbarkeit und Grenzüberschreitung.9 Im Zuge dessen haben auch die Konzepte der „Multikulturalität“ und „Interkulturalität“ in jüngster Zeit Kritik erfahren, da ihnen ein statischer, monolithischer Kulturbegriff zugrunde liege.10 Wenn daher im Folgenden „Multikulturalität“ als Analyseinstrument Anwendung findet und seine Beziehung zum Phänomen Krieg untersucht wird, so geschieht dies primär auf der Ebene der zeitgenössischen Zeugnisse, die zuweilen ein Nebeneinander kultureller Faktoren darstellten. Demnach muss sich die Frage nach kultureller Diversität im militärischen Kontext am individuellen Deutungshorizont der Quellenautoren ausrichten, um damit die Vorstellungen kultureller Alterität und Identität zu erfassen.

Stephen Morillo hat in seiner Analyse transkultureller Kriege im Mittelalter eine Unterteilung in „big cultures“ und „subcultures“ vorgeschlagen. Während Angehörige einer „big culture“ sich in als maßgeblich definierten Charakteristika („major cultural features“), wie ökologisch-alimentären Grundlagen, Materialkultur, Weltbild, Religion, Philosophie und auch Kriegskultur ähneln, teilen Angehörige einer „subculture“ zwar einige bis nahezu alle dieser kulturellen Eigenheiten der „big culture“, doch unterscheiden sie sich in einer bestimmten Zahl von Merkmalen.11 Gerade diese Merkmale können für die Angehörigen in der Selbstwahrnehmung zuweilen identitätsstiftend oder in der Fremdwahrnehmung durch andere ein Ausschlusskriterium sein. Somit sind diese kulturellen Kategorien nicht als feste Entitäten sondern als Ergebnisse von Selbst- und Fremdzuschreibung in ihrer spezifisch historischen Situation zu verstehen. Es ist daher nach der Art und Motivation kultureller Zuschreibungen zu fragen, welche im Kontext eines bewaffneten Konfliktes greifbar werden.

Die vorliegende Analyse möchte anhand zweier ausgewählter Beispiele, den Kriegszügen Friedrich Barbarossas und seines Enkels Friedrichs II., die Frage nach der zeitgenössischen Ausdeutung kultureller Alterität im Krieg stellen. In einem zweiten Schritt wird mit Fokus auf die Figur des Herrschers überprüft, wie die militärische Führungsschicht auf kulturelle Alterität in den Streitkräften reagieren konnte.

2. Multikulturalität als Herrscherlob

Aus der Stauferzeit sind uns keine Akten erhalten, die dezidierte Aussagen über kulturelle Faktoren wie etwa Sprache, Herkunft, Vorstellungswelt oder Kampfesweise der einzelnen Kriegsteilnehmer zulassen würden. Das überlieferte militärische Verwaltungsschriftgut stammt mehrheitlich aus dem Regnum Siciliae und gibt selten detaillierte Einblicke.12 So sind es vermehrt historiographische Überlieferungen, die ergänzt durch einige briefliche Zeugnisse, Fragen nach Multikulturalität im kriegerischen Kontext beantworten können. Die Erkenntnis, dass historiographische Quellen des Mittelalters kein getreues Abbild der Kriegswirklichkeit wiedergeben sondern selektiv veranlagt sind, ist banal aber grundlegend. Sie sind vielmehr auf die kriegeradlige Elite zugeschnitten und berichten vermehrt solche Erzählungen, die sich an deren Wertvorstellungen und Interessen orientieren. Es handelt sich dabei um eine adlige Gruppe, die ihre soziale Stellung durch ihre Teilnahme im Krieg und den Gewinn von Sozialprestige (Ehre) durch herausragende kriegerische Leistungen definierte.13 Aus diesem Grund wurde die zeitgenössische Geschichtsschreibung über den Krieg auch als „heroische Historiographie“ bezeichnet.14 Hingegen sind Aussagen über Personengruppen, die nicht dieser kriegeradligen Elite angehörten, nur eingeschränkt möglich, obwohl diese in hohem Maß an allen Aspekten der Kriegsführung beteiligt gewesen sein mussten. Die Frage nach Multikulturalität muss sich daher an der Perspektive des Kriegeradels ausrichten.

Auch für die wohl prägendsten kriegerischen Konflikte der Regierungszeit Friedrich Barbarossas – seine Kriegszüge nach Norditalien – liegen in der Mehrheit historiographische Zeugnisse vor.15 Einen Einblick in die Zusammensetzung des Heeres, welches der Staufer 1158 zur Belagerung von Mailand führte, gibt der herrscherfreundliche Chronist Rahewin. Ihm zufolge erhielt Barbarossa dort Zuzug von Franken, Sachsen, Ripuariern, Bayern, Lothringern, Böhmen, Ungarn, Kärntnern sowie von ihm als keltisch und germanisch bezeichneten Stämmen.16 Zusätzlich verstärkt wurde das Heer des Kaisers durch eine große Zahl von Kontingenten oberitalienischer Kommunen, die Mailand feindlich gesinnt waren.17 Diese detaillierte Aufzählung der kaiserlichen Heeresbestandteile und ihre Gliederung nach dem kulturellen Merkmal ihrer Herkunft sind Teil einer panegyrischen Strategie, die auf quantitative Argumente zurückgreift. Bestätigt wird dieser Eindruck auch, wenn Rahewin anschließend mehrere Magnaten nennt, denen Friedrich Barbarossa eine Marschroute über die Alpen zuwies bzw. mit denen er selbst gemeinsam zog. Die vollständige Aufzählung aller bedeutenden Personen im Heere, so betont Rahewin, könne nicht geleistet werden und würde den Leser ohnehin nur ermüden.18 Neben dem Herrscherlob ist die detaillierte Schilderung Ausdruck eines hochmittelalterlichen Herrschaftsgedankens, dem ein Nationsdenken unbekannt war, welches auf Einheitlichkeit der Beherrschten im Sinne eines Staatsvolks abzielte.19 Die kaiserlichen Truppen wurden folglich in Bezug auf ihre regionale Herkunft ganz selbstverständlich als kulturell verschieden gedeutet. In diesem Sinne setzte sich auch das Heer Friedrichs II. aus Deutschen, Kriegern aus dem Königreich Sizilien, worunter sich im Speziellen muslimische Streitkräfte fanden, und Einheiten aus den norditalienischen Kommunen zusammen.20 Diese Aufzählung ist keineswegs erschöpfend und die kategoriale Einteilung ebenso wenig statisch sondern vielmehr von der Perspektive des Betrachters und des Publikums, dem Hof Friedrich Barbarossas, abhängig. Je näher der klerikale Betrachter Rahewin den beschriebenen Gruppen stand, desto differenzierter stellte er diese dar. So subsumiert er etwa Sachsen, Franken, Bayern und Ripuarier nicht unter „Deutsche“, sondern nimmt eine Untergliederung vor, die er bei Ungarn und Böhmen unterlässt.

Dass der römisch-deutsche Kaiserhof unter Barbarossa den städtisch-norditalienischen Raum tatsächlich als kulturell verschieden wahrnahm, bezeugt Otto von Freising in seinen Gesta Frederici: „Damit sie [die Bewohner der Städte Oberitaliens] nicht der Mittel entraten, auch die Nachbarn zu unterdrücken, halten sie es nicht für unter ihrer Würde, junge Leute der unteren Stände und auch Handwerker, die irgendein verachtetes mechanisches Gewerbe betreiben, zum Rittergürtel und zu höheren Würden zuzulassen, während die übrigen Völker solche wie die Pest von den ehrenvolleren und freieren Beschäftigungen ausschließen.“21 In diesem Exkurs über Norditalien berichtet der hofnahe Freisinger Chronist mit einiger Skepsis über eine von ihm wahrgenommene kulturelle Differenz. Als nordalpinem Vertreter aus dem deutschen Reichsteil befremdet ihn, dass in der städtischen Welt Oberitaliens auch Personen „niederer Herkunft“ in den Rang des Ritters (miles) gelangen, das heißt einen Stand erhalten konnten, der sich ganz wesentlich über seine Rolle als berittene Elite im Krieg definierte. Aufgrund des Selbstverständnisses der nordalpinen Kriegeradelsgesellschaft, der auch der staufische Monarch angehörte, betrachtete man die norditalienischen Ritter nicht als gleichwertig, weshalb der Kampf gegen diese offensichtlich ein Problem darstellte. Und so polemisiert Otto gegen die norditalienische-städtische Praxis, indem er deren Urhebern vorwirft, niedere Stände ausschließlich deshalb zum Ritterstand zuzulassen, um die Zahl an Kriegern zu erhöhen. Aus der Perspektive des Freisinger Bischof handelt es sich nicht nur um die Wahrnehmung eines Feindes, den es abzuwerten galt, sondern ebenso um die eines Verbündeten, gegenüber dem man sich qualitativ abgrenzen wollte. Auf den Feldzügen Friedrich Barbarossas bildeten sich Allianzen zwischen dem staufischen Monarch und den Feinden seiner Feinde22, sodass kommunale Streitkräfte einen nicht unbedeutenden und offensichtlich kulturell diversen Faktor in seinem Heer bildeten. In den kaiserlichen Streitkräften traten folglich kulturell bedingte Differenzen in Bezug auf die gesellschaftliche Stellung des Kriegeradels hervor. Im Selbstverständnis der nordalpinen Kriegerelite war es offensichtlich nur schwer möglich, Krieger, die „unfreien“ oder „unehrlichen“ Tätigkeiten nachgingen, als Standesgenossen zu betrachten.

Kulturelle Zuschreibungen, weniger soziale oder funktionale, dominieren das gruppenspezifische Schreiben über den Krieg. Dabei werden von den Autoren der zumeist historiographischen Quellen kulturell scheinbar homogene Entitäten anhand von Sprache, Herkunft oder Religion definiert und ihnen spezifische Handlungsweisen in der Kriegsführung zugeschrieben. Diese können sowohl positiv, beispielsweise im Falle herausragender Tapferkeit, oder auch negativ, etwa aufgrund einer Transgression von Konventionen, konnotiert sein. So hebt Rahewin an anderer Stelle die Bereitschaft der Polen zum Krieg und deren Wildheit hervor, die er mit deren Kontakt zu ihren Nachbarvölkern begründet.23 Helmold von Bosau schreibt den Böhmen und Polen gleiche Bewaffnung sowie Kriegsgewohnheiten zu und betont die Grausamkeit letzterer beim Plündern, da diese nicht einmal Kirchen verschonen würden.24 Auch das wohl in der Stauferzeit wiederaufkommende Motiv des „furor teutonicus“ beruht auf kultureller Kodierung des kriegerischen Agierens.25

Ebenso bildet das in Versmaß verfasste Carmen de Gestis Frederici I. Imperatoris in Lombardia das Aufeinandertreffen verschiedener Gruppen im Heer Barbarossas unter Rückgriff auf kulturelle Kategorien ab. Über die Situation im Heerlager bei der Belagerung von Mailand 1158 heißt es: „Dort erklingen Sprachmischungen und hundert verschiedener Zungen Wörter; dort wird verschiedenes Volk vieler Lebensweise zusammen ohne Murren unter dem Herrn zur Einheit versammelt. Deutsche und Lateiner nehmen sich vermengend die befohlenen Plätze ein.“26 Angelehnt an Lucan27 präsentiert der anonyme Autor hier die Umstände im Heer des Kaisers als ein Aufeinandertreffen von Gruppen, die zahlreiche unterschiedliche Lebensweisen besitzen, wobei sich kulturelle Diversität primär in sprachlichen Unterschieden ausdrückt.28 Dafür nimmt er eine Differenzierung der Untergruppen des Heeres anhand ihrer Zugehörigkeit zu einer Sprachfamilie in „Teutonici“ und „Latini“ vor. Faktisch musste sprachliche Diversität für die Kommunikation während der Kriegsführung mindestens eine Einschränkung bedeuten und dennoch oder gerade deswegen ist dies in der Erzählung positiv konnotiert, denn das erklärte Ziel des epischen Gedichts besteht im Herrscherlob.

Wie hieran deutlich wird, möchte die schiere Anzahl derer, die dem Kaiser nach Mailand folgen, zeigen, wie weit der herrscherliche Befehl reicht. Da eine militärische Unternehmung immer auch die Herrschaft manifestierte, dient deren Beurteilung anhand quantitativer Kriterien dazu, einen herausragenden Anführer hervorzuheben. Dabei spielt deren konkrete kulturelle Eigenheit hinter der Quantifizierung nur eine nachgeordnete Rolle. Mit der Absicht, eine zahlenmäßig große Gefolgschaft zu zeigen, werden bewusst kulturelle Unterschiede inszeniert.

Sowohl Rahewin als auch der anonyme Bergamaske nutzen den Verweis auf die unter dem kaiserlichen Befehl versammelten multikulturellen Truppen zum Ausweis der herrscherlichen Feldherrenqualitäten. Das basiert letztlich auf der Annahme, dass die Versammlung kulturell unterschiedlicher Krieger in einem bewaffneten Konflikt ein militärisch-organisatorisches Problem darstellt, deren Bewältigung auch tatsächlich Potenzial für Herrscherlob bietet. Friedrich Barbarossa kann nur zu einem ausgezeichneten Feldherrn werden, wenn die Führung eines diversen Heeres nicht die Norm, sondern eine hervorzuhebende Leistung ist. Demnach ist der Monarch durch seine hohe Autorität in der Lage, die kulturellen Unterschiede seiner Gefolgschaft zu überbrücken und zu einer aktionsfähigen Einheit zusammenzufügen, da diese seinen Befehlen vorbehaltlos – eben ohne zu murren – folgen. Kulturelle Diversität in den eigenen Streitkräften wird hier in einer narrativen panegyrischen Funktion zum Ausweis der monarchischen Macht.

Dass die zeitgenössische Bewertung dieses Bildes jedoch keineswegs so eindeutig ist, zeigt ein Beispiel aus der späten Stauferzeit. Über die Heirat Heinrichs VI. mit der Tochter Rogers II. gelangten die Staufer zur Herrschaft über das Sizilianische Königreich, welches aufgrund seiner bewegten Geschichte durch arabische, byzantinische und lateinische Einflüsse geprägt war. Auf der Insel Sizilien kam es zu Spannungen zwischen lateinisch-christlicher und muslimischer Bevölkerung, die Friedrich II. ab 1222 zu mehreren Kriegszügen gegen die sizilianischen Muslime veranlasste. Um weitere Aufstände zu verhindern, siedelte er die unterworfenen Muslime primär in das Gebiet der süditalienischen Stadt Lucera um. Neben dem Rückgriff auf ihre Arbeitskraft und ihre handwerklichen Spezialfähigkeiten dienten die Einwohner von Lucera dem Kaiser zudem durch ihre Heeresfolge.29 Sie erscheinen in den Quellen primär als nichtberittene Kämpfer (pedites) und vor allem Bogenschützen (arcieri).30 Dass die muslimischen Kämpfer dabei im Krieg mit dieser Distanzwaffe agierten, wurde in der Vergangenheit mit deren kulturell-religiöser Prägung erklärt.31 Friedrich II. integrierte damit eine Gruppe von Kriegern in sein Heer, deren offensichtlichster kultureller Unterschied für die Zeitgenossen in ihrem religiösen Bekenntnis bestand. Er baute damit auf eine Tradition auf, die schon seine normannischen Vorgänger im Königreich Sizilien praktizierten. Neu war, dies mit der Gründung bzw. Zuweisung eines städtischen Raumes zu verbinden, der sich zudem noch nahe am Patrimonium Petri befand.32 Für den staufischen Monarchen bedeutete die kulturelle Differenz der muslimischen Siedlung von Lucera eine Chance. Indem er sie aus ihrem sizilianischen Umfeld isolierte, um anschließend ihre Stellung in einer kulturell diversen Umgebung persönlich zu garantieren, gewann Friedrich II. eine besonders loyale militärische Einheit.33

Letztlich hängt die militärische Bedeutung dieser Gruppe vor allem von der angelegten Kategorie ab, sie erschöpft sich jedoch sicher nicht in ihrer bloßen Kampfstärke.34 Vielmehr bestanden die militärischen Vorzüge der muslimischen Truppen mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade in ihrer dezidierten Unterordnung unter den Befehl des staufischen Kaisers und im Konflikt mit dem Papsttum, in ihrer Immunität gegenüber der päpstlichen Bannung.35 Auch Manfred, der Sohn Friedrichs II., konnte auf die Loyalität der Einwohner von Lucera als staufische Parteigänger zurückgreifen.36

Der beachtliche Niederschlag in Texten, den die muslimischen Streiter im Heer des Kaisers unter den Zeitgenossen gefunden haben, ist zu einem guten Teil mit ihrer kulturellen Diversität zu begründen. Ihre Deutung unterscheidet sich hier zuweilen stark vom Herrscherlob bei Rahewin und so heißt es etwa beim Chronist Matthäus Paris über die Muslime in Lucera: „Da die erwähnte Stadt, nämlich [Lucera], welche vom Kaiser Friedrich, wie erwähnt, erbaut und von Ungläubigen bewohnt war, einst demselben Friedrich als ein Haus der Zuflucht und des Vertrauens gedient hatte, wurde dieser deshalb heftig angeklagt, dass er nämlich auf diese Weise den christlichen Glauben beflecke; da antwortete der Kaiser Friedrich, nicht verlegen um einen Vorwand, seinen Fehler zu beschönigen, dass er lieber solche Leute den Kriegsgefahren, welche im Kaisertum oder im Königreich vorkämen, aussetzen wollte, als Christen, für deren vergossenes Blut er vor dem schrecklichen Richterstuhl des höchsten Richters strenge Rechenschaft ablegen müsste. Und so ließ die Kirche das zu, als ob sie es nicht bemerkte.“37 Im Auszug schildert der Chronist mit einiger räumlicher Distanz, jedoch nicht ohne Kenntnis der Vorgänge im Kaiserreich, die Gründung von Lucera durch den Stauferkaiser und seine enge Bindung an die dort beheimatete muslimische Bevölkerung. Friedrich sieht sich deshalb vor allem durch das Papsttum38 dem Vorwurf ausgesetzt, dem christlichen Glauben zu schaden. Auch der Chronist bezeichnet den Einsatz der Muslime dezidiert als einen Fehler und bezieht folglich dagegen Position, wirft aber gleichzeitig der Kirche mindestens stillschweigende Duldung vor und weist ihr deshalb eine Teilverantwortung zu. Friedrich sei dieser Kritik begegnet, indem er den Einsatz der Krieger aus Lucera argumentativ ins Positive kehrte, da er damit seine christliche Gefolgschaft vor den Gefahren des Krieges habe schonen wollen. Die Trennlinie kultureller Diversität im Heer verläuft bei Matthäus Paris folglich anhand der Religionszugehörigkeit und der daraus resultierenden Verantwortung des Kaisers für den Tod seiner Gefolgschaft im Krieg. Friedrich II. habe den muslimischen Truppen bewusst ein höheres Risiko im Kampf zugewiesen als seiner christlichen Gefolgschaft, was ihn von den Vorwürfen exkulpieren sollte. Auch der Bericht des englischen Autors über die Schlacht von Cortenuova passt sich in diese Darstellung ein, wonach sich die muslimischen Streitkräfte den Feinden zuerst entgegengestellt hätten, jedoch innerhalb kurzer Zeit besiegt wurden.39 Weiter heißt es dann bei Matthäus Paris: „Die Zahl der Ungläubigen, welche als Bürger die Stadt [Lucera] bewohnten, betrug jetzt ungefähr sechzigtausend Bewaffnete, sehr tauglich zum Kriege, und umso mehr gefürchtet, weil sie nach der Sitte der Sarazenen vergiftete Pfeile, griechisches Feuer und andere Abscheulichkeiten im Kriege gebrauchen.“40

Der englische Chronist möchte ein möglichst bedrohliches Bild der muslimischen Streitkräfte im Heer des staufischen Kaisers zeichnen, welches er durch deren Zahlenstärke41, gute kriegerische Fähigkeiten sowie Bewaffnung zu erreichen sucht. Neben anderen ihm zufolge abscheulichen Kriegsgeräten führt er explizit vergiftete Pfeile und griechisches Feuer, eine nach seiner Erfindung im griechisch-byzantinischen Reich benannte Brandwaffe42, an. Er erwähnt damit Waffen, denen etwas Okkult-Hinterhältiges sowie Grausames anhaftet und die spezifisch für die „Sarazenen“ seien. Damit schreibt er den muslimischen Kriegern eine gruppenspezifische Transgression der Konventionen im bewaffneten Konflikt zu, indem er aus der religiösen Diversität einen dezidierten Unterschied in der Kriegsführung ableitet. Es handelt sich dabei um die Darstellung eines potentiellen Feindes aus der Sicht eines christlichen Klerikers, der den Einsatz dieser Gruppe im Heer des Kaisers missbilligt. Da Friedrich II. für den Einsatz und das Agieren seiner Truppen verantwortlich war, eignete sich dieser Umstand dazu, den Ruf des Kaisers (fama) und die Legitimität seines Vorgehens zu untergraben. Damit schließt der Chronist an einen Diskurs an, der zielgerichtet propagandistisch von der römischen Kurie zur Diskreditierung Friedrichs II. betrieben wurde. Gerade das Umfeld des Papsttums schrieb oftmals den im staufischen Heer kämpfenden Muslimen außerordentlich grausames Vorgehen im Krieg zu.43 Dass einer kulturell fremden Gruppe die Transgression von Kriegskonventionen unterstellt wird, ist ein häufig nachweisbares Phänomen.44 Somit wird der Einsatz multikultureller Truppen, der auf religiöser Andersartigkeit beruht, in diesem Diskurs zum Ausweis schlechter Herrschaft und für die Gegner des Kaisers Teil einer intensiv verfolgten Delegitimierungsstrategie.

3. Kulturelle Diversität als militärische Aufgabe

Während wir vergleichsweise gut über den Einsatz kulturell diverser Heere informiert sind, lässt sich anhand der Quellen nur selten ein detailliertes Bild über das konkrete Zusammenwirken im kriegerischen Kontext gewinnen. Wie gelang es also den hochmittelalterlichen Heerführern, mit einem von solchen kulturellen Gegensätzen geprägten Heer militärische Operationen durchzuführen?

Ein Erklärungsansatz der Funktionsweise kann anhand eines Netzwerkmodells gegeben werden. Das hochmittelalterliche Heer gliederte sich demnach in ein Netzwerk mit mehreren „mayor hubs“, d. h. Knotenpunkten, an welche durch unterschiedliche Loyalitäten und Bindungen Gruppen von Kampfgenossen gebunden waren. Diese Gruppen zeichneten sich oftmals durch eine annäherungsweise kulturelle Homogenität aus. Sie teilten geographische Herkunft, Sprache, Mentalität und nicht selten auch gemeinsam erlangte Kampferfahrung. Diese konnten sich wiederum in Untergruppen teilen, die ebenfalls an mit dem „mayor hub“ verknüpfte Knotenpunkte angeschlossen waren. Zwischen den einzelnen Gruppen bzw. Kontingenten des Heeres konnten im Zuge dessen beträchtliche kulturelle Diversitäten bestehen. Für einen militärisch effizienten Kampf war es notwendig, dass die kulturell nahezu homogenen Gruppen im Kampfgeschehen sowohl im gesamten Heeresverband agieren als auch eigenständig militärische Aktionen durchführen konnten.45

Der Zusammenhalt der Streitkräfte funktionierte dabei primär auf der Ebene der Fürsten, da sie die „mayor hubs“ bildeten und letztendlich selbst Anführer kleinerer Heere waren, sodass im hochmittelalterlichen Kampfverband mehrere militärische Kontingente nebeneinander existierten. Diese waren selbst mit einem zentralen Knotenpunkt verbunden, den hier der staufische Monarch konstituierte.46 Der König bzw. Kaiser in seiner Funktion als oberster Feldherr des Reichsheeres erhielt damit die Funktion einer alle Loyalitäten und kulturellen Diversitäten zusammenhaltenden Klammer. Er war als Spitze des Heeres integrierender Bestandteil seiner kulturell divergierenden Truppen. In letzter Konsequenz waren alle Teile der Streitkräfte an ihn gebunden. Wurde einer dieser Knotenpunkte oder gar der Herrscher selbst in der Schlacht handlungsunfähig, so zerfiel in der Folge die gesamte Netzwerkstruktur. Infolgedessen unterstreicht diese Sichtweise die Notwendigkeit der persönlichen Teilnahme des Herrschers an der Kriegsführung.47

Für das Heer Friedrich Barbarossas kann dieses Modell anhand eines normativen Dokuments nachvollzogen werden, welches der kaiserliche Heerführer 1158 kurz vor der Belagerung von Mailand erließ und das durch Rahewin in sein Geschichtswerk inseriert wurde.48 Es handelt sich um von der Kanzlei ausgefertigte Bestimmungen, welche der Friedenswahrung im Heer vor Mailand verpflichtet waren und daher von Rahewin als Friedensgesetze (leges pacis) bezeichnet werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass mit den Verordnungen konkrete Probleme des Zusammenlebens von Kriegeradligen durch den Herrscher reguliert wurden, weshalb sich auf diese Weise nicht zuletzt ableiten lässt, welche Aspekte im Heer Konfliktpotenzial boten.49 Darunter findet sich auch folgende Passage: „Kein Deutscher soll einen Lateiner zum Genossen haben, wenn dieser nicht Deutsch versteht, hat er doch einen, soll ihm alles, was er hat, weggenommen werden.“50 Zusammenleben zwischen Deutschen und Lateinern war offenkundig unmittelbar regelungsbedürftig, um den Frieden im Heer zu wahren. Die hier vorgenommene kulturelle Unterscheidung richtete sich an der Sprache der Krieger aus, wobei mit lateinischer bzw. italienischer und deutscher Sprachfamilie zwei Großgruppen entstanden. Das zeigt einerseits, dass Kommunikation innerhalb dieser kulturellen Sphären nicht als Problem wahrgenommen wurde, und andererseits, dass eine sprachliche Verständigung zwischen diesen beiden Gruppen wohl nicht ohne weiteres möglich war.51

Augenscheinlich schätzten die Heerführer – sicher mit konkretem Anlass – eine mangelnde Möglichkeit der Verständigung zwischen den Deutschen und Lateinern potenziell als Gefährdung des Friedens im Heer ein. Sie beabsichtigten daher, durch das Vermeiden von sprachlich-kommunikativen Missverständnissen die latent gefährdete Ruhe zu schützen. Aussagekräftig ist im Zuge dessen, dass eine „societas“ nur unter der Voraussetzung erlaubt wurde, dass der Lateiner des Deutschen fähig sei, nicht aber falls der Deutsche die Sprache des Lateiners spreche. Die Führungsebene des staufischen Heeres bestand hier mehrheitlich aus den Fürsten des deutschen Reichsteils, weshalb auch die Friedensgesetze aus deren Perspektive verfasst wurden. Wie daran deutlich wird, konnte und wollte sich die Führungsschicht eine kulturelle Anpassungsleistung im Rahmen der Kriegsführung nur von der fremden zur eigenen Kultur vorstellen.

Demzufolge bestand die Reaktion auf das Konfliktpotenzial in der Abgrenzung der kulturell diversen Streitkräfte. Den Befund bestätigt auch die Zuweisung von Belagerungsabschnitten an die Kontingente vor Mailand, wo nicht Bewaffnung oder Truppenstärke das Kriterium bildeten, sondern deren regionale Zugehörigkeit und die Bindung der Kontingentsführer an den Kaiser. So besaßen dort etwa Schwaben, Böhmen und Pavesen jeweils ein separates Lager und wurden von einem hohen Adligen geführt, der das besondere Vertrauen des Kaisers genoss.52

Dass das Funktionieren als ein Heer trotz der kulturellen Unterschiede möglich war, liegt im verbindenden Element des kriegeradligen Ethos begründet. Die auf Rang, Ehrvorstellungen und nahezu gleiche Kampfesweise gegründete „big culture“ des Kriegeradels überbrückte Raum, Sprache sowie Eigenheiten in der Lebensweise und schuf einen übergreifenden Nenner, den in Barbarossas Heer vom König von Böhmen bis zum Grafen aus Norditalien alle Adligen teilten.53 Das Ethos war folglich nicht so verschieden, dass ein gemeinsames Agieren in der Schlacht nicht möglich gewesen wäre. Dennoch oder gerade deshalb bestand auf Seiten der nordalpinen Ritterschaft ein Bedürfnis, sich von der norditalienisch-städtischen Ritterschaft abzugrenzen. Dabei sollte nicht übersehen werden, dass Kriegszüge Raum für Transfer und Anpassung von militärischen Besonderheiten und Wissen sowohl zwischen Feinden als auch unter Kampfgenossen boten.54

Das bedeutet aber nicht zuletzt, dass das Befolgen von herrscherlichen Befehlen von der jeweiligen Haltung der die „mayor hubs“ bildenden Fürsten abhing. Entstand hier Dissens hatte der Herrscher auch nur bedingt Zugriff auf ihren Anhang. Die muslimischen Krieger im Heer Friedrichs II. waren offensichtlich dem Stauferkaiser unmittelbar untergeordnet. Da ihre prekäre Stellung maßgeblich von der Gunst des Herrschers abhing, war ihre Gefolgschaft ein tendenziell verlässlicherer Faktor, als etwa jene von Herzögen mit umfassendem persönlichem Herrschaftsgebiet.

4. Zusammenfassung

Die hier vorgestellten kulturell kodierten Zuschreibungen im Kontext der staufischen Kriegszüge basieren mehrheitlich auf Fremdwahrnehmungen. Es handelt sich letztlich um wandelbare Kategorien, welche die jeweiligen Autoren der Quellen anhand ihres individuellen Horizontes und nicht zuletzt ihrer Darstellungsabsicht bildeten. Kriegszüge bieten im Hochmittelalter und so auch in der Stauferzeit einen besonderen Raum für die Wahrnehmung kultureller Diversitäten, wobei die Deutung unter den Zeitgenossen ambivalent ist. Die Betonung kultureller Diversität konnte einerseits dem Herrscherlob dienen, da sie die Reichweite des herrscherlichen Befehls hervorhob, damit einen Nachweis der monarchischen Autorität lieferte und nicht zuletzt die militärische Führung kulturell heterogener Truppen die Feldherrenqualitäten des Herrschers herausstellte. Andererseits konnte sie jedoch zum Problem der königlichen bzw. kaiserlichen „fama“ werden, wie sich am Beispiel der muslimischen Truppen im Heer Friedrichs II. zeigte. Dass der Stauferkaiser diese durch religiöse Andersartigkeit gekennzeichnete Gruppe während seiner Kriegszüge einsetzte, bildete vor allem im Konflikt mit dem Papsttum ein zentrales Argument für seine Delegitimierung als christlicher Herrscher.

Sowohl im Carmen de Gestis Frederici als auch in den Friedensgesetzen kennzeichnete primär Sprachlichkeit den kulturellen Unterschied. Letztere zeigen, dass die militärische Führung in Gestalt des Kaisers und seiner Fürsten dieses als ein Problem wahrnahm und darauf mit Separierung der kulturell inhomogenen Gruppen reagierte. Schließlich kann das Zusammenwirken des von kulturellen Unterschieden geprägten hochmittelalterlichen Reichsheers auf Grundlage eines Netzwerkmodells erklärt werden, bei dem jeweils kulturell ähnliche Krieger in einem Verband agierten und über ihre jeweiligen hochadligen Anführer und deren Bindung zum Monarchen zu einem Heer vereint wurden. Kulturell tendenziell homogene Gruppen kämpften, lagerten und marschierten gemeinsam. Diese Netzwerkstruktur ist sowohl Resultat der kulturellen Diversität der kriegerischen Gefolgschaft, als auch Ergebnis der primär personell organisierten hochmittelalterlichen Herrschaftsstruktur.

Zitierempfehlung

Sebastian Schaarschmidt, Multikulturalität in den Heeren der Staufer, in: Portal Militärgeschichte, 21. Mai 2018, URL: http://portal-militaergeschichte.de/schaarschmidt_staufer, DOI: 10.15500/akm21.05.2018. (Bitte fügen Sie in Klammern das Datum des letzten Aufrufs dieser Seite hinzu.)

 

  • 1. Pseudo-Petrus de Vinea, Briefe. L’epistolario di Pier della Vigna. edd. Edoardo D'Angelo/Alessandro Boccia/De Angilis Teofilo/Fulvio Delle Donne/Roberto Gamberini (Fonti e studi. Nuova serie 1), Soveria Mannelli. 2014, 2,1,12 S. 260: „Tunc Theutonici suos gladios rubenti sanguine rubricarunt, tunc felices fidelesque Regni milites collaterales principis mirabiliter pugnauerunt. Tunc miranda Papiae militia se de Mediolanensibus militibus uindicauit et fidelis Cremona cum sociis ciuitatibus secures sanguine saturauit, et suas euacuarunt pharetras Sarraceni.“
  • 2. Vgl. zu Cortenuova etwa Wolfgang Stürner, Friedrich II. 1194-1250, Darmstadt 2009, Bd. 2, S. 334-341.
  • 3. Vgl. Giovanni Amatuccio, Mirabiliter pugnaverunt. L'esercito del Regno di Sicilia al tempo di Federico II (Historica 9), Napoli 2003, S. 10.
  • 4. Vgl. Malte Prietzel, Kriegführung im Mittelalter. Handlungen, Erinnerungen, Bedeutungen (Krieg in der Geschichte 32), Paderborn 2006, S. 29.
  • 5. Vgl. John France, Western warfare in the age of the Crusades. 1000-1300, Ithaca, N.Y 1999, S. 128-138.
  • 6. Vgl. David Simpkin, Recruitment. In: Clifford J. Rogers (Hrsg.), The Oxford encyclopedia of medieval warfare and military technology 3. Oxford 2010, S. 159-160; Philippe Contamine, War in the Middle Ages, Malden, Mass. [u.a.] 2005, S. 77-90; Michael C. Prestwich, Armies and warfare in the Middle Ages. The English experience, New Haven, Conn. [u.a.] 1996, S. 57-113 u. 147-157; Helen J. Nicholson, Medieval warfare. Theory and practice of war in Europe, 300-1500, Houndmills, Basingstoke, Hampshire, New York 2004, S. 39-65.
  • 7. Vgl. die Beispiele bei Nicholson, Medieval warfare, S. 43.
  • 8. Vgl. Martin Clauss, Kriegsniederlagen im Mittelalter. Darstellung – Deutung – Bewältigung (Krieg in der Geschichte 54), Paderborn 2009, 248-251.
  • 9. Vgl. Georg Christ/Saskia Dönitz/Daniel G. König/Sevket Küçükhüseyin, Transkulturelle Verflechtungen. Mediävistische Perspektiven, Göttingen 2016, bes. S. 11 und 22-24.
  • 10. Vgl. Christ/Dönitz/König/Küçükhüseyin, Transkulturelle Verflechtungen, S. 56-58.
  • 11. Stephen Morillo, A General Typology of Transcultural Wars. The Early Middle Ages and Beyond. In: Hans-Henning Kortüm (Hrsg.), Transcultural wars from the Middle Ages to the 21st Century, Berlin 2005, S. 29-42, hier S. 29-30.
  • 12. Ein Beispiel für die Verwaltungstätigkeit des staufischen Hofes ist das für die Jahre 1239/40 überlieferte Kanzleifragment, welches auch militärische Angelegenheiten, vor allem die Kastellverwaltung, tangiert. Vgl. Das Kanzleiregister Friedrichs II. (1239-1240). Il registro della cancelleria di Federico II del 1239-1240. 2 Bände. edd. Cristina Carbonetti Vendittelli (Fonti per la storia dell'Italia medievale, Antiquitates 19), Rom 2002.
  • 13. Ehre als übergeordnetes Handlungsmotiv für die Herrschaft Friedrich Barbarossas betont Knut Görich, Die Ehre Friedrich Barbarossas. Kommunikation, Konflikt und politisches Handeln im 12. Jahrhundert (Symbolische Kommunikation in der Vormoderne), Darmstadt 2001.
  • 14. Vgl. Clauss, Kriegsniederlagen, bes. S. 142-145.
  • 15. Vgl. zum historischen Kontext Knut Görich, Friedrich Barbarossa. Eine Biographie, München 2011, bes. S. 221-253 und S. 283-387.
  • 16. Vgl. Otto von Freising und Rahewin, Gesta Frederici I. imperatoris. edd. Georg Waitz/Bernhard Eduard von Simson (MGH SS rer. Germ. 46), Hannover 1912, 3,26 S.198: „Tantae siquidem erant auxiliariorum copiae, quod plurium viarum meatus vix eos pre multitudine sustinere potuissent, videlicet Francorum, Saxonum, Ribuariorum, Burgundionum, Suevorum, Baioariorum, Lotharingiorum, Boemorum, Ungarorum, Carentanorum, et cum his aliae nonnullae Celticae seu Germaniae nationes, viri fortes, bellatores infinitae multitudinis vario armorum apparatu, iuventus valida et ad bellorum motus inperterrita.“
  • 17. Vgl. Otto von Freising und Rahewin, Gesta Frederici, 3,28 S. 199: „Residente augusto et ex diversis Italiae civitatibus venientem militem prestolante.“
  • 18. Vgl. Otto von Freising und Rahewin, Gesta Frederici, 3,26 S. 199: „taceo marchiones, comites clarissimos et valde potentes, quorum nomina si coner perstringere, delicato seu pigro lectori onerosus existam.“
  • 19. Vgl. Joachim Ehlers, Natio, 1. Nation. In: Lexikon des Mittelalters 6 (1993), S. 1035-1038 ; Eberhard Isenmann, Staat, A. Westen. In: Lexikon des Mittelalters 7 (1995), S. 2151-2156.
  • 20. Vgl. Amatuccio, Mirabiliter pugnaverunt, S. 10.
  • 21. Otto von Freising und Rahewin, Gesta Frederici, 2,13: „Ut etiam ad comprimendos vicinos materia non careant, inferioris conditionis iuvenes vel quoslibet contemptibilium etiam mechaniarum artium opifices, quos caeterae gentes ab honestoribus et liberioribus studiis tamquam pestem propellunt, ad miliciae cingulum vel dignitatum gradus assumere non dedignantur.“ Übersetzung nach Otto von Freising und Rahewin, Gesta Frederici. Die Taten Friederichs oder richtiger Chronica. edd. Adolf Schmidt/Franz-Josef Schmale (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 17), Darmstadt 1986, S. 309.
  • 22. Vgl. Görich, Friedrich Barbarossa, S. 240-241.
  • 23. Vgl. Otto von Freising und Rahewin, Gesta Frederici, 3,1 S. 167.
  • 24. Vgl. Helmold, Slavenchronik. edd. Johannes Lappenberg/Bernhard Schmeidler (MGH SS rer. Germ. 32), Hannover 1937, S. 7.
  • 25. Vgl. Wolfgang Giese, Rex Ruffe, furoris Teutonici ductor! Kaiser Friedrich Barbarossas Kriegsführung in Italien. Eine Wiederauferstehung des furor teutonicus? In: Uta Lindgren (Hrsg.), Sine ira et studio. Militärhistorische Studien zur Erinnerung an Hans Schmidt, Kallmünz 2001, S. 41-50.
  • 26. Carmen de Gestis Frederici I. imperatoris in Lombardiam. edd. Irene Schmale-Ott (MGH SS rer. Germ. 62), Hannover 1965, S. 76, V. 2305-2308: „Illic barbaries et centum dissona linguis / Verba sonant, illic vario gens plurima cultu / Sub domino pariter sine murmure cogitur uno;/ Teutonici mixtis loca servant iussa Latinis.“
  • 27. Vgl. Lucan Phars. 7,272-273 und 3,289; vgl. grundsätzlich zum Rückgriff auf antike Muster Martin Clauss, 1066: Als Wilhelm von der Normandie Caesar in den Schatten stellte. Zur Antikentransformation in den Gesta Guillelmi Wilhelm von Poitiers. In: Anna Heinze/Albert Schirrmeister/Julia Weitbrecht (Hrsg.), Antikes Erzählen. Narrative Transformationen von Antike in Mittelalter und Früher Neuzeit, Berlin 2013, S. 51-74.
  • 28. Vgl. auch Otto von St. Blasien, Chronica. edd. Adolf Hofmeister (MGH SS rer. Germ. 47), Hannover, Leipzig 1912, c. 26 S. 37, der über den 1184 von Barbarossas abgehaltenen Hoftag von Mainz berichtet: „incredibilisque multitudo hominum diversarum regionum vel linguarum ibi coadunata est.“
  • 29. Vgl. Stürner, Friedrich II., Bd. 2, S. 66-75.
  • 30. Vgl. Amatuccio, Mirabiliter pugnaverunt, S. 21-26.
  • 31. Vgl. Giovanni Amatuccio, Saracen Archers in Southern Italy. http://deremilitari.org/2013/07/saracen-archers-in-southern-italy/. (08.12.2017).
  • 32. Vgl. Amatuccio, Mirabiliter pugnaverunt, S. 18.
  • 33. So etwa bei der Verteidigung des Königreichs Sizilien während Friedrichs II. Abwesenheit durch den Kreuzzug oder auch bei der Schlacht von Cortenuova, vgl. Stürner, Friedrich II., Bd 2. S. 171 und 334-336.
  • 34. Anders Amatuccio, Saracen Archers.
  • 35. Vgl. Stürner, Friedrich II., Bd. 2, S. 73.
  • 36. Walter Koller, Manfred von Sizilien. In: Gesellschaft für Staufische Geschichte (Hrsg.), Manfred. König von Sizilien (1258-1266), Göppingen 2015, S. 8-31, hier S.16-18.
  • 37. Matthäus Paris, Chronica Maiora. 7 Bde. edd. Henry Richards Luard (Rerum Britannicarum Medii Aevi Scriptores 57), London 1872-1883, Bd. 5, S. 473-474: „Cum civitas memorata, dicta scilicet Nucliera, ab imperatore F[retherico], ut praetactum est, aedificata, et ab infidelibus inhabitata, quondam fuisset eidem F[retherico] quasi domus refugii et confidentiae, accusatus est super hoc graviter, quod sic scilicet religionem polluit Christianam; respondit imperator F[rethericus], errorem proprium quo tueretur habens, quod maluit opponere tales dubiis casibus bellorum, in regno vel imperio emergentibus, quam Christianos, de quorum sanguine effuso ante summi Judicis tribunal terribile foret districtius responsurus. Et sic permisit eam ecclesia, adhuc sub dissimulatione.“ Übersetzung nach Georg Grandaur/Wilhelm Wattenbach (Hrsg.), Auszüge aus der größeren Chronik des Matthäus von Paris, Leipzig 1896, S. 272-273, vgl. das gleiche Argument bei Paris, Chronica Maiora, Bd. 4, S. 436.
  • 38. Dieser Vorwurf findet sich auch in päpstlichen Schreiben, vgl. etwa Friedrich II., Briefe. Historia diplomatica Friderici II sive constitutiones, privilegia, mandata, instrumenta quae supersunt istius imperatoris et filiorum eius. 6 Bände. edd. Jean Louis Alphonse Huillard-Bréholles, Paris 1852-1861, Bd. 2, S. 73-75 (Gregor IX. an den Legaten von Frankreich) und S. 81-84 (Gregor IX. an Genua); dazu auch das Rechtfertigungsschreiben ebenda Bd. 4, S. 828-832.
  • 39. Vgl. Paris, Chronica Maiora, Bd. 3, S. 408: „Sarracenos sibi primo oppositos alacriter suscipiunt in ore gladii, et in brevis horae spatio trucidant prosternentes.“
  • 40. Paris, Chronica Maiora, Bd. 5, S. 474: „Erant cives intideles ipsam civitatem Nucheram inhabitantes, jam circiter sexaginta milia armatorum ad bellum apta conserendum, qui iccirco magis timebantur, quod moris Sarracenorum est, spiculis venenatis, igne Graeco, et aliis nephandis in bello uti instrumentis.“ Übersetzung nach Grandaur/Wattenbach, Auszüge aus der größeren Chronik des Matthäus von Paris, S. 273.
  • 41. Vgl. zur Zahlenstärke der muslimischen Streitkräften Amatuccio, Mirabiliter pugnaverunt, S. 19-21. Vgl. Christine Grieb, Schlachtenschilderungen in Historiographie und Literatur 1150-1230 (Krieg in der Geschichte 87), Paderborn 2015, S. 278-305.
  • 42. Vgl. Alexandru Madgearu, Greek Fire. In: Rogers (Hrsg.), Oxford encyclopedia 2, S. 221-222.
  • 43. Vgl. neben den o.g. päpstlichen Schreiben folgendes Briefpaar: Die Aktenstücke zum Frieden von St. Germano 1230. edd. Karl Hampe (MGH Epp. sel. 4), Berlin 1926, Nr. 10 und 11 S. 109-110, dazu auch Vorrede S. XI-XIII: Friedrich II. weist hier die Einwohner von Lucera sehr detailliert an, wie sie nach der Einnahme Gaetas grausame Rache an den Einwohnern üben sollten. Im Antwortschreiben beklagen sich die Muslime, dass ihnen auf ihrem Kriegszug von der christlichen Bevölkerung kein Markt zur Versorgung gestellt würde. Auch wenn es sich hierbei wahrscheinlich um Stilübungen handelt (vgl. desw. Wilhelm Wattenbach, Iter Austriacum 1853. In: Archiv für österreichische Geschichte 14 (1855), S. 1-94, hier S. 52-54), können die Stücke als Darstellung einer wenngleich nicht realen so doch im Jahr 1230 möglichen Situation verstanden werden. Sie weisen nach, dass einige Zeitgenossen den muslimischen Truppen eine von Friedrich II. bewusst kalkulierte außerordentliche Grausamkeit zuschrieben. Vgl. zu brieflichen Stilübungen als historische Quellen grundsätzlich Florian Hartmann, Ars dictaminis. Briefsteller und verbale Kommunikation in den italienischen Stadtkommunen des 11. bis 13. Jahrhunderts (Mittelalter-Forschungen 44), Ostfildern 2013, bes. S. 273-275 und 311-313.
  • 44. Vgl. bezogen auf Söldner Hans-Henning Kortüm, Kriege und Krieger. 500-1500 (Kohlhammer-Urban-Akademie), Stuttgart 2010, S. 131.
  • 45. Vgl. Andrew Ayton, From Muhi to Mohács. Armies and Combatants in Later Medieval European Transcultural Wars. In: Hans-Henning Kortüm (Hrsg.), Transcultural wars from the Middle Ages to the 21st Century, Berlin 2005, S. 213-247, hier S. 241-243.
  • 46. Amatuccio, Mirabiliter pugnaverunt, S. 11.
  • 47. Vgl. auch Prietzel, Kriegführung im Mittelalter, S. 27-29.
  • 48. MGH DF I. Nr. 222 = MGH Const I. Nr. 173 = von Freising und Rahewin, Gesta Frederici, 3, 28 S. 199-202.
  • 49. Vgl. zu den „legis pacis“ Martin Clauss, Die Kriege Friedrich Barbarossas. Friedrich Barbarossa als Krieger. In: Gesellschaft für Staufische Geschichte (Hrsg.), Friedrich Barbarossa, Göppingen 2017, S. 10-31, hier S. 12-13; Elmar Wadle, Zum Recht der Heerfahrt jenseits der Grenze. Friedrich Barbarossas Heerfrieden von 1158 als Teil der hochmittelalterlichen Friedensbewegung. In: Wolfgang Haubrichs/Kurt-Ulrich Jäschke/Michael Oberweis (Hrsg.), Grenzen erkennen, Begrenzungen überwinden. Festschrift für Reinhard Schneider zur Vollendung seines 65. Lebensjahres, Sigmaringen 1999, S. 191-204; Johannes Laudage, Rittertum und Rationalismus. Friedrich Barbarossa als Feldherr. In: Johannes Laudage/Yvonne Leiverkus (Hrsg.), Rittertum und höfische Kultur der Stauferzeit, Köln, Wien u.a. 2006, S. 291-314, hier S. 302.
  • 50. Von Freising und Rahewin, Gesta Frederici, 3, 28 S. 201: „Nullus Teutonicus habeat socium Latinum, nisi sciat Teutonicum, sed si habuerit, auferetur ei quidquid habet.“ Übersetzung nach: von Freising und Rahewin, Die Taten Friederichs, S. 461. Clauss hat darauf hingewiesen, dass „Teutonicum“ nicht zwingend die deutsche Sprache bedeuten muss, sondern dass sich diese Stelle genauso auf die Bekanntschaft zwischen einem Lateiner und einem Deutschen beziehen kann, vgl. Clauss, Die Kriege, S. 16 Anm. 38.
  • 51. Vgl. auch Clauss, Die Kriege, S.16.
  • 52. Vgl. dazu etwa Holger Berwinkel, Verwüsten und Belagern. Friedrich Barbarossas Krieg gegen Mailand, 1158-1162 (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom Bd. 114), Tübingen 2007, S. 93, 99-103 und 270-271.
  • 53. Vgl. Knut Görich, Miles strennuus, imperator incautus. Friedrich Barbarossa als kämpfender Herrscher. In: Martin Clauss/Andrea Stieldorf/Tobias Weller (Hrsg.), Der König als Krieger. Zum Verhältnis von Königtum und Krieg im Mittelalter. Beiträge der Tagung des Zentrums für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (13.-15. März 2013), Bamberg 2015, S. 333-369, hier S. 351-352.
  • 54. Vgl. etwa Helmold, Slavenchronik, 93 S. 182, die davon berichtet, dass der Abdoritenfürst Niklot bei einer Belagerung der Burg Werle 1163 „bellica intrumenta“ nach der Art errichten ließ, die er vor Mailand und Crema, also auf einem Kriegszug Friedrich Barbarossas, gesehen hatte. Vgl. zur Belagerungstechnik Randall Rogers, Latin siege warfare in the twelfth century, Oxford 1997, bes. S.124-153.
Conrad Kunze

Zitierempfehlung

Sebastian Schaarschmidt, Multikulturalität in den Heeren der Staufer . Schwerpunkt Diversität im Militär, hg. v. Sönke Neitzel, in: Portal Militärgeschichte, 21. Mai 2018, URL: http://portal-militaergeschichte.de/schaarschmidt_staufer. (Bitte fügen Sie in Klammern das Datum des letzten Aufrufs dieser Seite hinzu.)

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