Mentalität

Zur Erinnerung an Johannes Steinhoff
Von: 
Heiner Möllers
General Johannes Steinhoff
Mit dem Namen Johannes Steinhoff verbinden an Militär und Militärgeschichte Interessierte vor allem ein vom Krieg gezeichnetes Gesicht. Es machte den General unverwechselbar. Daneben erinnern sich nicht wenige an den hochdekorierten Jagdflieger, der, mit Ritterkreuz nebst Eichenlaub und Schwertern ausgezeichnet, nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundeswehr eine beeindruckende Karriere machte. Dabei handelte es sich bei Johannes Steinhoff um einen herausragenden Vertreter der Bundeswehr mit hohem Ansehen im In- und Ausland.
 
 
Von: 
Stephan Theilig
Preussische Bosniaken 1760 - Knötel
Die heutigen Diskussionen über den Umgang mit Muslimen innerhalb der „deutschen Gesellschaft“ basieren allein auf der allgemein akzeptierten und in der Öffentlichkeit gängigen Annahme, dass Muslime erst mit den Arbeitsanwerbungen aus der Türkei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Bundesrepublik gekommen seien. Dagegen nähert sich die vorliegende kulturwissenschaftliche Untersuchung erstmals auch interdisziplinär dem Thema muslimischer (Zwangs-)Migranten in Brandenburg-Preußen bereits im ausgehenden 17. sowie im 18. Jahrhundert und belegt damit eine weitaus längere Tradition.
 
 

Erfahrungen bayerischer Soldaten und Offiziere im napoleonischen Bündnissystem (1805-1813): Kontakte und Konflikte mit französischen Soldaten und Angehörigen der Rheinbundkontingente (Württemberger, Sachsen, Westphalen,...)

Von: 
Jürgen Kilian
Das Prinzip von Befehl und Gehorsam und sein Stellenwert für die Normenübertretungen deutscher Soldaten im Vernichtungskrieg wurden bislang häufig vernachlässigt. Die Beantwortung dieser Frage verspricht aber gewichtige Erkenntnisse über die Verantwortung des Offizierkorps an den Verbrechen im Osten.
 
 

Erfahrungen von Gefangenschaft des Spätmittelalters, Fehdeforschung, Selbstzeugnisse des Mittelalters, Gewaltforschung, interreligiöse Beziehungen und Konflikte, Sozialgeschichte des Mittelalters, Johanniterorden, Mönchtum und Ordenswesen im Hoch- und Spätmittelalter, Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte

Europäische und nordamerikanische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Mentalitätsgeschichte der Wehrmacht und Waffen-SS, Kulturen der Intelligence

Promotionsprojekt:
Feindliche „Bruderarmeen“ im Kalten Krieg. Die Bilder des „Anderen“ in Nationaler Volksarmee und Bundeswehr im Vergleich, 1949-1989

Von: 
Julian Meck
Heimkehr des Freiwilligen aus den Befreiungskriegen zu den nach alter Sitte lebenden Seinen (Moritz Daniel Oppenheim, 1833/34)
Mit großer Begeisterung wurde der Ruf Friedrich Wilhelms III., sich gegen die napoleonische Besatzungsmacht zu erheben, in der preußischen Bevölkerung aufgenommen. Viele Preußen schlossen sich zu Freikorps zusammen oder meldeten sich freiwillig zum Dienst in der Armee. Besonders unter den preußischen Juden war die Euphorie groß. Erst ein Jahr zuvor hatte Staatskanzler Karl August von Hardenberg den Rechtsstatus der Juden an den der christlichen Mehrheit durch das Edikt vom 11. März 1812 angeglichen. Zwar wurde der Militärdienst noch ausgeklammert, jedoch tat dies dem aufflammenden jüdischen Patriotismus und Kampfeswillen keinen Abbruch. Der Militärdienst der jüdischen Bevölkerung war stets Gegenstand der Auseinandersetzung zwischen den Gegnern und Befürwortern einer jüdischen Emanzipation gewesen.
 
 

Militärgeschichte des 18.-20. Jahrhunderts
Kollektive Biografik
Militärische Eliten
Erfahrungsgeschichte
Kriegsneurosen
Historische Demographie und Bevölkerungsgeschichte

Seiten