Mentalität

Analogies and Continuities
Von: 
Martin Böhm
Das Bild zeigt eine Vickers Vernon im Irak, um 1921.
Der Einsatz der Royal Air Force im Irak ist eine Randerscheinung in der Luftkriegshistoriographie, wohingegen der Bombenkrieg gegen das Dritte Reich als nahezu ausgeforscht gelten kann. Während sich die Rahmenbedingungen und der Ressourceneinsatz zwischen beiden Phänomenen unterschieden, weisen Schlüsselpersonen und Denkmuster eine hohe Kontinuität auf. Der strategische Bombenkrieg gegen Deutschland war die Fortsetzung des Air Policing im Irak mit umfangreicheren Mitteln.
 
 
Von: 
Manuel Fleischer
Auf Grundlage der Bachelorarbeit „Die Wechselwirkung zwischen dem 10. Königlich-Sächsischen Infanterieregiment Nr. 134 und der Stadt Plauen (i. V.)“ wird sich die nun anschließende Masterarbeit auf Plauen (i.V.) als Garnisonsstadt in den Jahren 1914 bis 1918 konzentrieren. Dies betrifft nicht nur das in der Stadt ansässige Infanterieregiment Nr. 134, sondern auch die angeschlossenen Teilverbände, wie z.B. Landwehr und Landsturm, und deren Einfluss auf die Stadt und ihre Bevölkerung.
 
 

Buchprojekt: „Quisling hypnotisieren“: Hitlers Macht und Ohnmacht im Gespräch

Deutsche-jüdische Weltkriegsveteranen in der NS Zeit.

Festungsforschung mit einem Schwerpunkt bei der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein (1814-1918); Kultur- und Alltagsgeschichte; schriftliche Zeugnisse von Soldaten (Tagebücher, Feldpost etc.); Erster Weltkrieg mit einem Schwerpunkt bei Selbstzeugnissen und literarischen Werken

(Box Me Up and Ship Me Home)
Von: 
Markus Pöhlmann
O’Brien hat den Krieg in Vietnam von 1968 bis 1970 als Wehrpflichtiger und Infanterist erlebt. „If I Die in a Combat Zone“ schlug als klassisches Erstlingswerk ein und der Stoff hat den Autor nicht mehr losgelassen. Der Titel zitiert einen zeitgenössischen, wenngleich geografisch reichlich deplatzierten Kadenzgesang aus der Grundausbildung der US-Armee: „If I die in a combat zone, / box me up and ship me home. / An’ if I die on the Russian front, / bury me with a Russian cunt.“ Das ist so doof, das es schon wieder lustig ist.
 
 
Die Sinndeutung des Krieges in der deutschen Militärelite 1871 – 1945 (= Krieg in der Geschichte, Bd. 73), Paderborn: Schöningh, 2012, ISBN 978-3-506-77363-0, 354 S., € 44,90 (gebunden)
Von: 
Dierk Walter

"Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ein Glied in Gottes Weltordnung" (Moltke d.Ä.). - Niklaus Meier hat mit "Warum Krieg?" eine materialreiche Diskursanalyse der dominanten Kriegsdeutungen im preußisch-deutschen Militär vorgelegt, die wenig Fragen offen lässt. Außer vielleicht: Hätte die Studie nicht besser "Darum Krieg!" heißen sollen?

 
 
Der Mythos des Partisanen
Von: 
Martin Rink
Das Bild zeigt das Konterfei Schills
Wenn es einen Archetypen des "deutschen Partisanen" gibt, dann Ferdinand von Schill. Im preußischen Katastrophenwinter 1806/07 trat er mit der Bildung eines Freikorps hervor und avancierte rasch zum Publikumsliebling. 1809 desertierte er mit seinem gesamten Regiment, um die Bevölkerung für einen Volksaufstand zum Kampf gegen Napoleon anzustacheln. Einen Monat später scheiterte er, verlor sein Leben - und avancierte zum Helden. Mit Schill verbanden sich fortan nationale Mythen. Fortan wurde er von verschiedenen Gruppen verehrt. In der Tat: Schill blieb schillernd.
 
 
Interview mit Rudolf Jaun (Zürich)
Von: 
Rudolf Jaun
Prof. Dr. Rudolf Jaun
Zum Start des Portals Militärgeschichte lassen prominente Vertreter des Fachs die bisherige Entwicklung der Militärgeschichtsschreibung im deutschsprachigen Raum Revue passieren und zeigen Forschungsperspektiven für die Zukunft auf. Die Interviewfolge wird mit Prof. Dr. Rudolf Jaun fortgesetzt. Seit 2003 ist er Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit und Militärgeschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich. Verfolgen Sie die Entwicklung der deutschsprachigen Militärgeschichtsschreibung aus Schweizer Sicht.
 
 
Die Tendenz zum totalen Krieg, 1792-1945
Von: 
Stig Förster
Das Bild zeigt den Blick aus der Bugkanzel einer He 111.
Schon im 19. Jahrhundert finden sich Beispiele für eine entgrenzte Kriegführung. In den beiden Weltkriegen wurde die Tendenz zur Totalisierung des Krieges unübersehbar. Der Wunsch nach totaler Sicherheit führte dazu, dass im Krieg die Trennlinien zwischen Kombattanten und Zivilisten verwischt wurden. Die Folge war die totale Unsicherheit.
 
 

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