Zeitgeschichte

Von der privaten Kriegssammlung zu einer der größten europäischen Spezialbibliotheken zu Krisen und militärischen Konflikten
Von: 
Christian Westerhoff
britische Feldpostbriefe, 1915 ins Französische übersetzt (aus der Sammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte)

Im November 1915 wurde die „Weltkriegsbücherei“ gegründet, die heutige Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. Zum 100-jährigen Jubiläum zeigt die Landesbibliothek vom 20. November 2015 bis 9. April 2016 die Ausstellung „100 Jahre Bibliothek für Zeitgeschichte“.

 
 

Erinnerungs- und Geschichtskultur mit dem Schwerpunkt Krieg und Religion; Transnationale Perspektiven auf Erinnerung sowie ihre praktische Umsetzungen; Mythenbildung; Sozialpsychologische Wirkmechanismen im historischen Kontext; Zwangsarbeit mit regionalgeschichtlichem Schwerpunkt; Digitalisierung in der Lehre.

1. Amerikanischer Bürgerkrieg (1861–1865)
* Deutsche Soldaten im Krieg und Nachkrieg
* Schlachten, Operationsgeschichte
* Feldpost
2. Erster Weltkrieg
* Land-, See- und (besonders) Luftkrieg (dt. Sicht, beim Luftkrieg auch die britische, französische, russische und amerikanische Perspektive)
* (Counter-)Intelligence (besonders Amt IIIb)
* Feldpost
* Kriegsgefangene
* Kulturen der Gewalt
* Nachkrieg und Revolution
3. Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg:
* Waffen-SS
* Wehrmacht (Heer, GfP, Spezialeinheiten)

Kriegsgefangenschaft
Flucht und Vertreibung
soziale und demographische Folgen von Kriegen

• Wirtschafts- und Militärgeschichte seit der Frühen Neuzeit
• Ost-West-Konflikt
• Rüstungsgeschichte
• Offiziersausbildung in Deutschland
• Dänisch-Deutsche Beziehungen

Spanischer Erbfolgekrieg, Militär und Gesellschaft im 19. Jahrhundert, Erster Weltkrieg, Gebirgstruppen, Militärgeschichte Elsass-Lothringen/ Vogesen (Festungswesen)

Demobilization, Trauma and Postwar Readjustment in Late Stalinist Leningrad
Von: 
Robert Dale
Leningraders meet tghe first echelon with demoblized Red Army soldiers
In the summer of 1945 millions of demobilized Red Army soldiers began returning home after four long years of industrialized warfare. In the next three years over 300.000 veterans would return to Leningrad, a war-ravaged city with a particularly traumatic wartime experience. This paper explores an extreme case of the difficulties of demobilization, and the challenges of adapting to civilian life experienced by returning veterans. Despite the disorientating and destabilizing process of adjusting to peace, Leningrad’s veterans proved remarkably adaptable and resilient in the face of the many obstacles put in their way.
 
 
Von: 
Christoph Nübel
Das Bild zeigt: Bundeswehrsoldaten im Manöver, 1960
Die Gründung der Bundeswehr vor 60 Jahren ist für das Portal Militärgeschichte Anlass für einen Blick zurück. Im Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland eine totale Niederlage erlitten. Die Alliierten lösten die Armee auf. Trotzdem war die Zeit zwischen 1945 bis zur Gründung der Bundeswehr 1955 keine lange militärische Stunde Null, weil es verschiedenste Vorläuferorganisationen gab. Die Bundeswehr sollte einen deutlichen Bruch darstellen und auf Prinzipien aufgebaut werden, die sie von der Wehrmacht unterschieden. Dies gelang nur teilweise. Die Frage der militärischen Organisation, Leitbilder und Traditionen blieb jahrzehntelang eines der umstrittensten Themen in Armee und Gesellschaft.
 
 

Deutsche Besatzung Frankreichs 1940-1944
Die Befreiung von Paris im August 1944

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