Erster Weltkrieg

Der politisch-militärische Zukunftsroman „1906 – Der Zusammenbruch der Alten Welt“
Von: 
Stefan Noack
Das Bild zeigt das Titelbild von „1906“ aus der Feder des Berliner Marinemalers und Illustrators Georg Martin
Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts lag Krieg in der Luft. Immer wieder drohten wirtschaftliche, politische und militärische Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Großmächten zu eskalieren. Die Ängste und Hoffnungen der Zeitgenossen fanden Niederschlag in einer großen Zahl von Zukunftskriegsromanen. „1906 -- Der Zusammenbruch der alten Welt" war einer der erfolgreichsten Titel dieser Gattung. [Die diesem Aufsatz zugrunde liegende Abschlussarbeit wurde 2015 vom Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. mit dem Wilhelm-Deist-Preis ausgezeichnet. - Red.]
 
 
Von: 
Christian Wenzel
Johannes Lepsius (1858-1926), um 1910. Bildnachweis: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johannes_Lepsius2.jpg?uselang=de

Johannes Lepsius ist als "Anwalt der Armenier" in die Geschichte des Völkermords an den Armeniern und des Ersten Weltkrieges eingegangen. So einhellig die Geschichtswissenschaft dabei die große Bedeutung Lepsius' bei der Dokumentation der Ereignisse hervorhebt, so wenig ist seine Haltung zu Armenien in den Jahren vor dem Völkermord bislang untersucht worden. Ein Blick auf Lepsius' Stellungsnahmen zu den innertürkischen Verhältnissen am Vorabend des Ersten Weltkrieges zeigt, wie vielschichtig die Gründe für sein Engagement waren.

 
 
Das historisch-kulturelle Langzeitprojekt "52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg"
Von: 
Christine Beil

Mobilmachungsaufruf und Liebesbriefe, Lebensmittelmarken, ein Eisernes Kreuz und eine Spielzeugkanone – alles Objekte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, alle in direktem Bezug zu Esslingen am Neckar. In einem 52-monatigen Langzeitprojekt (der Dauer des Krieges entsprechend) bearbeiten Stadtmuseum und Stadtarchiv, unterstützt vom Kulturamt, die bislang unerforschte Kriegsgeschichte und kommunale Erinnerungskultur dieser württembergischen Kleinstadt.

 
 

Erster Weltkrieg, Kriegsausstellungen, Gedächtniskultur

Von: 
Ulrich Pagenstecher
Bei der Diskussion um die Verantwortlichkeit für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs fehlt nach wie vor eine eindeutige und allgemein akzeptierte Messlatte. In diesem Beitrag soll ein Verfahren zur Diskussion gestellt werden, mit dem sich ein „Hauptverursacher“ aufgrund einer prinzipiell empirisch überprüfbaren Ex-post-Prognose namhaft machen ließe.
 
 

Erinnerungs- und Geschichtskultur mit dem Schwerpunkt Krieg und Religion; Transnationale Perspektiven auf Erinnerung sowie ihre praktische Umsetzungen; Mythenbildung; Sozialpsychologische Wirkmechanismen im historischen Kontext; Zwangsarbeit mit regionalgeschichtlichem Schwerpunkt; Digitalisierung in der Lehre.

Raum und Körper im Ersten Weltkrieg
Von: 
John Zimmermann
Nübel Cover
Die 100. Wiederkehr des Beginns des Ersten Weltkrieges hat im vergangenen Jahr eine Menge neuer Literatur auf den Markt gebracht. Manche dieser Werke, wie Christopher Clarks Sleepwalkers oder Herfried Münklers Der Große Krieg, brachten im Vergleich zu ihrem medialen Echo fachlich wenig Neues, andere wiederum lieferten interessante Einsichten, blieben in der veröffentlichten Meinung allerdings kaum beachtet. Eine dieser 2014 erschienenen Arbeiten ist die Dissertation von Christoph Nübel. Im Unterschied zu Clark und Münkler steht bei ihm nicht die Machtpolitik im Zentrum des Erkenntnisinteresses, sondern der Raum.
 
 

1. Amerikanischer Bürgerkrieg (1861–1865)
* Deutsche Soldaten im Krieg und Nachkrieg
* Schlachten, Operationsgeschichte
* Feldpost
2. Erster Weltkrieg
* Land-, See- und (besonders) Luftkrieg (dt. Sicht, beim Luftkrieg auch die britische, französische, russische und amerikanische Perspektive)
* (Counter-)Intelligence (besonders Amt IIIb)
* Feldpost
* Kriegsgefangene
* Kulturen der Gewalt
* Nachkrieg und Revolution
3. Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg:
* Waffen-SS
* Wehrmacht (Heer, GfP, Spezialeinheiten)

Stefan Noack (Preisträger) und Prof. Dr. Stig Förster (1. Vorsitzender)
Anlässlich der Jahrestagung 2015 des Arbeitskreises Militärgeschichte e. V. in Chemnitz wurde am 27. November 2014 zum zehnten Mal der Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte verliehen. Ausgezeichnet wurde Stefan Noack M. A. für seine 2014 an der Freien Universität Berlin eingereichte Masterarbeit mit dem Titel "Von Papierkriegern und Phantasiestrategen. Ferdinand Grautoffs politisch-militärischer Zukunftsroman '1906 – der Zusammenbruch der alten Welt'". Der Wilhelm-Deist-Preis ist mit € 500,00 dotiert.
 
 

Spanischer Erbfolgekrieg, Militär und Gesellschaft im 19. Jahrhundert, Erster Weltkrieg, Gebirgstruppen, Militärgeschichte Elsass-Lothringen/ Vogesen (Festungswesen)

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