Wehrmacht

Zur historischen Analyse einer Herrschaftskonstellation im neuzeitlichen Staat
Von: 
Christoph Nübel
Kein Militär ohne Verzeichnisse: „Übersicht der Ergebnisse des Heeres-Ergänzungsgeschäfts” (Auszug), nach: Deutsche Wehrordnung vom 22. November 1888, Berlin 1904.
Der folgende Beitrag eröffnet einen neuen Themenschwerpunkt auf dem Portal Militärgeschichte: "Armee und Bürokratie", hrsg. von Christoph Nübel. Alle vier Wochen erscheint ein Folgebeitrag. Das Militär gilt in der Bundesrepublik als Inbegriff des "Bürokratismus". Diese Ansicht verkennt, dass Streitkräfte ihrerseits dazu neigten, Bürokratie als eine dem Militär wesensfremde Einschränkung zu betrachten. Ohne die Entwicklung des modernen Staates und seines Verwaltungswesens wäre die Entwicklung des modernen Militärwesens jedoch unmöglich gewesen. Der Artikel historisiert auf den "Bürokratismus" bezogene Narrative und argumentiert, dass eine Untersuchung des Spannungsfeldes von Militär und Verwaltung fruchtbare Forschungsperspektiven eröffnet.
 
 
Die Insel Texel als Erinnerungsort der letzten Schlacht des Zweiten Weltkriegs in Europa
Von: 
Takuma Melber
Den_Hoorn_Bunkeranlage_Copyright:Takuma_Melber
Als am 20. Mai 1945 kanadische Einheiten die niederländische Insel Texel unter ihre Kontrolle brachten, ging der von den Inselbewohnern auch „Russenkrieg“ (niederländisch Russenoorlog) genannte „Georgische Aufstand“ gegen die Wehrmacht zu Ende. Mehr als fünf Jahre lang hatte die westfriesische Nordseeinsel unter der Besatzung der Deutschen gestanden, die am 18. Mai 1940 eine Ortskommandantur auf Texel eingerichtet hatten. Dieses bis Mitte Mai 1945 anhaltende militärische Auflehnen der Soldaten der „Georgischen Legion“ gegen die deutschen Besatzer Texels war die letzte militärische Auseinandersetzung des Zweiten Weltkriegs in Europa.
 
 

MIlitärgeschichte
Geschichte des Zweiten Weltkrieges
Wehrmacht und Rote Armee
Gefallenengedenken
Erinnerungskultur in Deutschland und Russland
Nationalsozialistische Besatzung in Luxembourg
Archivwissenschaften

Deutsche Militärgeschichte im "Zeitalter der Extreme", Geschichtspolitik, Organisationsgeschichte der Wehrmacht

Von: 
Philipp Vogler
Target Dossier Stalingrad Tractor Works, NARA RG 242, PM/TM-1, public domain
Noch immer stellen die Überreste der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs, allen voran Bombenblindgänger, ein hohes Gefahrenpotential in Deutschland dar. Zu ihrer Identifikation werden seit Jahren Luftaufnahmen aus jener Zeit herangezogen. In der Forschung ist dieser Quellengattung – vor allem mit Blick auf die deutsche Luftbildaufklärung – indes bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet worden.
 
 
Von: 
Pit Stoye
Cover Citino
In seinem dritten Band zur Wehrmacht beschreibt der US-Historiker Robert M. Citino die Kämpfe der Jahre 1944 und 1945. Neben Analysen der wichtigsten Operationen versucht er zu erklären, wieso die Wehrmacht und vor allem deren Offizierkorps bereitwillig bis zum Zusammenbruch kämpften.
 
 
Von: 
Nina Janz
  Beisetzungen „Ehrenfriedhof“ Wojewodyna, Russland Herbst 1942, Gräber-Offizier Manfred Wintzer, 26. Mot. Infanterie-Division Archiv Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kassel  D 107 Teil 1
Der Beitrag schildert den Alltag und die Tätigkeiten von Gräberverantwortlichen der Wehrmacht an der Ostfront. Aus Tätigkeitsberichten, Tagebuchauszügen, Befehlssammlungen und Nachlässen von zwei Gräberoffizieren wird ein Einblick in den Umgang mit den militärischen Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg gewonnen.
 
 
Die sowjetische Sommeroffensive auf Charkow im August 1943 und die Kampfstärke der beteiligten sowjetischen Armeen
Von: 
Valerij N. Zamulin; Viktor V. Zamulin
Sowjetische Pioniere überprüfen das Gebiet, das die deutschen Truppen nach dem Scheitern der Operation Zitadelle hinterlassen haben. Die Verteidigungslinie der Woronescher Front. Richtung Belgorod. August 1943 (Russisches Staatsarchiv Film dokumentarische Fotografien (nachfolgend RGAKFD))
Die Woronescher Front und die Steppenfront waren zwei strategische Großverbände der Roten Armee. Sie unterstanden dem Hauptquartier des Kommandos des Obersten Befehlshabers (Stawka) und waren im Sommer 1943 für die Belgorod-Charkower Offensivoperation vorgesehen. Diese Hauptoffensive der Roten Armee fand vom 3. bis zum 23. August 1943 statt und beendete die Kursker Schlacht.
 
 

Militär- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (insb. Zeitalter der Weltkriege), Endphase des Zweiten Weltkriegs, Kriegsgefangenenforschung, Reeducation, Kampfkommandanten, Wehrmacht im Ostkrieg, Literatur und Kultur im Krieg, Besatzung der britischen Kanalinseln im Zweiten Weltkrieg;

Maximilian Fügen (Preisträger) und Dr. Kerstin v. Lingen (Vorstand)

Anlässlich der Jahrestagung 2014 des Arbeitskreises Militärgeschichte e. V. in Ingolstadt wurde am 19. September 2014 zum neunten Mal der Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte verliehen. Ausgezeichnet wurde Maximilian Fügen für eine 2014 an der Universität Augsburg eingereichte Bachelorarbeit mit dem Titel "Featherstone Park Camp: Eine Fallstudie zum britischen Reeducation-System für gefangene Offiziere des Zweiten Weltkrieges". Der Wilhelm-Deist-Preis ist mit € 500,00 dotiert.

 
 

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