Tagung

Heute werden sowohl in der Militärgeschichte als auch in der Bildungsgeschichte neue Forschungsfragen gestellt. Kultur-und sozialhistorische Interessen treten mehr und mehr in den Vordergrund. Die "grossen" Männer und ihre Taten, die lange Zeit die Militär-und Bildungsgeschichte dominiert haben, sind zwar nicht gänzlich aus dem Blickfeld der Forschenden geraten, aber auch sie werden heute vermehrt unter einem kultur-und sozialhistorischen Fokus betrachtet.

3. Ulmer Tagung

Zum bereits dritten Mal wird anlässlich der Ulmer Tagung zu Nachkrieg und Medizin in Deutschland im 20. Jahrhundert aus heutiger medizinhistorischer Sicht der Frage nachgegangen, wie in Deutschland im "Zeitalter der Weltkriege" und unmmittelbar danach medizinisch-therapeutisch, aber auch sozialpolitisch und gesellschaftlich mit jenen verfahren wurde, die der Krieg gesundheitlich und körperlich oder geistig und seelisch massiv beeinträchtigt als "Versehrte" entlassen hatte.

Veranstaltungsort:  Universität Ulm, Villa Eberhardt, Heidenheimer Str. 80, 89075 Ulm

Eine Konferenz der Deutsch-Ukrainischen Historikerkomission im VHD

Eine der wichtigsten Aufgaben der Historiografie der Ukraine heute, ist die Verortung ihrer Geschichte in transnationalen Bezügen. Dazu leistet die Konferenz "Revolution und Krieg. Die Ukraine in den großen Transformationen des neuzeitlichen Europa" einen Beitrag.

Im Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs in Europa und damit die Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur.

Im Jahr 2015 jährt sich eine der bekanntesten Schlachten der Weltgeschichte zum 200. Mal. Die Geschichtsschreibung des 19. wie auch 20. Jahrhunderts stellte meist die besonderen Leistungen der britischen Truppen bei der Schlacht von Waterloo heraus – der nicht nur zahlenmäßig bedeutende Anteil der Soldaten aus deutschen Ländern wurde dagegen oftmals wenig berücksichtigt.

Internationale Konferenz und Gedenkveranstaltung des Fritz-Haber-Instituts, der Max-Planck-Gesellschaft und des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte

Am 22. April 1915 setzte das deutsche Militär an der Front bei Ypern (Belgien) 167 Tonnen Chlorgas bei einem Blasangriff gegen die britischen und französischen Truppen ein. Dieser erste Großeinsatz chemischer Massenvernichtungswaffen, der schätzungsweise 4000 Gasverletzte und 1000 Tote zur Folge hatte, markiert eine welthistorische Zäsur.

Der Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften veranstaltet im Frühjahr 2015 eine Tagung zu Körpern im Kampf im Mittelalter. Dabei sollen Vorstellungen und Praktiken des gewalttätigen Körpereinsatzes mittelalterlicher Kämpfer(innen) in den Blick genommen werden. Der Körper als kulturelles Artefakt wie als gelebter und erlebter Ort des Selbst in der Welt steht im Mittelpunkt der Beschäftigung.

Tagung des Zentrums für Historische Europastudien im Saarland (ZHEUS) in Kooperation mit der Europäischen Akademie Otzenhausen und der Stiftung Europäische Kultur und Bildung

Die Definition von Krieg als “ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen” ist spannend, zeigt sie doch, dass Krieg eine Unterkategorie von Machtpolitik darstellt oder ein Mittel zur Machtdurchsetzung, denn Macht ist definiert als Fähigkeit, anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Joseph S. Nye macht diese Kategorisierung deutlich, wenn er zwischen hard und soft power als Mittel zur Durchsetzung von Macht unterscheidet und Krieg zur hard power zählt.

Das Center for Military Studies am Institut für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz veranstaltet gemeinsam mit der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung und dem Streitkräfteführungskommando unter dem Titel "Globaler Krieg - Visionen und ihre Umsetzung" eine international besetzte interdisziplinäre Tagung.

Veranstaltungsort:  Karl-Franzens-Universität Graz, Raum SZ 15.21, RESOWI-Zentrum ( Bauteil A, 2.Stock), Universitätsstraße 15, 8010 Graz,

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Programm:

Donnerstag, 23. April 2015

Der Zweite Weltkrieg hat mit mehr als 60 Millionen Kriegstoten, dem Völkermord an den Juden, den Sinti und Roma, den Zerstörungen von Städten und ganzen Landstrichen nicht nur Europa tiefgreifend verändert, sondern auch die Generationen geprägt, die in ihrer Kindheit und Jugendzeit mit Krieg, Besatzung, Völkermord, Flucht und Vertreibung konfrontiert waren oder in dieser Zeit geboren wurden.

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