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Mittel- und Osteuropa

Eine Referenzrahmenanalyse
Polish and Jewish inhabitants of Aleksandrow Kujawski hold their arms in the air after their arrest by German soldiers during the conquest of Poland. (© United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of Harry Lore)

Als die Wehrmacht im September 1939 Polen angriff, ging sie mit außerordentlicher Gewalt gegen die polnische Zivilbevölkerung vor: Etwa 26 000 polnische Zivilisten verloren ihr Leben, 16 000 von ihnen wurden hingerichtet. Die Genese dieser Kriegsverbrechen soll mithilfe einer Referenzrahmenanalyse, die die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster der Wehrmachtssoldaten rekonstruiert, erklärt werden.

Von: 
Florian Steinfals
(Dissertation)
Originalbildunterschrift: "Nichts fällt den Sowjets in die Hände". (Bundesarchiv, Bild 146-1969-106-37 / Baier / CC-BY-SA 3.0)

Das Geschehen an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs war in der zweiten Kriegshälfte im Wesentlichen durch mehrere, zeitlich versetzte Rückzüge der deutschen Wehrmacht aus den eroberten Gebieten und dem gleichzeitigen Vorrücken der Roten Armee geprägt. Die zweite Kriegshälfte ist von der westlichen Forschung bisher deutlich weniger beachtet worden, als die deutschen Offensiven bis 1942. Insbesondere das Verhalten der deutschen Soldaten auf dem Rückzug und die dabei begangenen Verbrechen stellen Forschungsdesiderate dar.

Thema

Von: 
Christian Stein
  Beisetzungen „Ehrenfriedhof“ Wojewodyna, Russland Herbst 1942, Gräber-Offizier Manfred Wintzer, 26. Mot. Infanterie-Division Archiv Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kassel  D 107 Teil 1
Der Beitrag schildert den Alltag und die Tätigkeiten von Gräberverantwortlichen der Wehrmacht an der Ostfront. Aus Tätigkeitsberichten, Tagebuchauszügen, Befehlssammlungen und Nachlässen von zwei Gräberoffizieren wird ein Einblick in den Umgang mit den militärischen Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg gewonnen.
Von: 
Nina Janz

Steinfals, Florian

Polenfeldzug 1939, NS-Ideologie, Wehrmacht, Freischärler, Zivilbevölkerung

Die osmanischen Streitkräfte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert
Sipahi (anonymer griechischer Künstler, ca. 1809), https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sipahi,_anonymous_Greek_artist,_ca._1809.jpg
Während die europäischen Streitkräfte an der Schwelle zur Moderne auf Standardisierung und Homogenisierung setzten, schlugen die Osmanen unfreiwillig die entgegengesetzte Richtung ein und gerieten militärisch ins Hintertreffen. Die heute vielfach als Erfolgsrezept für Großorganisationen aller Art angesehene „Diversität“ war in den direkten Auseinandersetzungen mit homogenen, kohärenten Konkurrenten offenbar nicht immer und überall von Vorteil.
Von: 
Thomas Scheben
Nachwuchsworkshop Militärgeschichte Universität Zürich, 1. Dezember 2017

Politische Gewalt und Bedrohungen für die staatliche Sicherheit sind häufig nicht mehr durch den klassischen Dualismus "militärische Invasion von aussen" oder "Rebellion/Revolution im Inneren" charakterisiert, sondern gehen vielmehr oft von transnationalen paramilitärischen Netzwerken aus.

Von: 
Adrian Hänni, Daniel Rickenbacher, Thomas Schmutz

Birrel, Linus, B.A.

Militärische Institutionen und ihre Doktrinen
Kampfwertbeurteilungen in der Wehrmacht

Second part of the series "Taking Stock of Cold War Research"
The Cold War was a global conflict and Cold War scholars are among the most international of academic communities - research on this time period is a collaborative effort of scholars from all over the world. This seven-part series is a cooperation of the Berlin Center for Cold War Studies and the Military History Portal. The interviews were conducted by Dr. Christoph Nübel (Humboldt University of Berlin) and Dr. Klaas Voß (Hamburg Institute for Social Research).
Von: 
Klaas Voß
Jahrestagung des Collegium Carolinum 2014 in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, 6.-9. November 2014 in Bad Wiessee
Sowjetische Partisanen (Region Smolensk)
Wird über den Verlauf des Zweiten Weltkriegs gesprochen, so wird dabei oft die Geschichte der Frontenbewegungen thematisiert: Der Vernichtungskrieg der Wehrmacht im Osten, die Niederlage bei Stalingrad, die Landung der Alliierten in der Normandie und der Zusammenbruch der Ostfront sind hierbei häufig untersuchte Ereignisse. Doch der Zweite Weltkrieg verlief nicht nur an den Fronten und ebenso wenig waren Strategien und Taktiken der jeweiligen politischen und militärischen Befehlshaber die einzige Grundlage der Kriegsgeschehnisse.
Von: 
Judith Brehmer
1914-1920
Samuel Freiherr von Hazai

Der Feldmarschall-Leutnant Samu Hazai (1851-1942) wurde am 17. Januar 1910 zum Minister für Landesverteidigung des Königreichs Ungarn ernannt. Diesen Posten hatte er auch während des Ersten Weltkriegs bis zum Februar 1917 inne. Seine Verdienste wurden mit den höchsten Auszeichnungen gewürdigt: Nachdem er zum Geheimen Rat ernannt worden war, wurde er 1912 in den Stand eines Freiherren erhoben. 1916 wurde er zum Generaloberst befördert. Er war damit der hochrangigste Offizier jüdischer Abstammung in der Monarchie.

Von: 
Tamás Kohut

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