Aufsatz

War, Loyalty, and Trauma in Ireland, 1914-1927
Von: 
Justin Dolan Stover
War poster. It shows Irish Parliamentary Party leader John Redmond. It refers to his speech at Woodenbridge, Co. Wexford, where he called for Irishmen to go "wherever the firing line extends" during the Great War. The speech was used by Irish nationalists as a recruiting cry, and by radical factions as proof that Ireland was simply a recruiting ground for the war effort.
This paper explores definitions and examples of loyalty and treason in Ireland during the Great War, Irish Revolution, and early Irish Free State period. Loyalty informed many seemingly divergent outlooks and actions in Ireland throughout this turbulent age, from collective enlistment in the British Armed forces to the perpetration of paramilitary violence within the Irish Republican Army. Further shifts in what was already a fluid nationalist loyalty standard produced a variety of traumas in Irish society, particularly amongst those who fell outside newly refined standards of republican loyalty. The individual and collective experiences of two distinct, yet connected groups - anti-Treaty Irish republicans and Irish veterans of the Great War - are explored here.
 
 
Retracing the history of an association dedicated to nervously disabled veterans of the Great War
Von: 
Marie Derrien
For some years now, research about the psychological effects of the First World War has multiplied. In France, interest in this subject is more recent than in the other countries involved in the war but fresh works have started filling this historiographic void. Nevertheless, we still know very little about what became of mentally ill soldiers once they were discharged or after the armistice was signed. In an attempt to give some answers to this question, this article retraces the history of a French association dedicated to the care and the reintegration of nervously disabled veterans. Founded in 1917 by Marguerite Hérold, it was called "L’Assistance aux Blessés Nerveux de la Guerre" (A.B.N.G.).
 
 
Von: 
Christine Van Everbroeck
During the First World War, Belgian alienists were thoroughly aware of the pathological impact of the war on the mental and nervous equilibrium of the fighting soldiers. But in spite of a full understanding of the extent of the phenomenon Belgian psychiatry did not evolve and its treatments remained unchanged.
 
 
Von: 
Julia Barbara Köhne
Behandlung eines Kriegsversehrten
Männliche „Hysterie“ präsentierte sich zur Zeit des Ersten Weltkriegs erstmalig in Gestalt der „Masse“. Um die zahlreichen und mit vielgestaltigen Symptomen auftretenden „Kriegshysteriker“ zu charakterisieren, bedienten sich Militärpsychiater Bilder der „Masse“, wie sie seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Massenpsychologie erdacht wurden. Hierdurch wurde die Gefährdung für die militärische Ordnung rationalisiert, welche die Kriegshysteriker angeblich ausstrahlten. Auch die frühe Kriegspsychologie fragte nach der Beziehung von Soldatenindividuum und dem Heereskollektiv, das durch „hysterische“ Frontsoldaten in den Zustand der „Masse“ umzukippen drohte.
 
 
Von: 
Gundula Gahlen/Wencke Meteling/Christoph Nübel
Ausschnitt aus einem Foto, das auf einem australischen Verbandsplatz in der Nähe von Ypern 1917 aufgenommen wurde. Der Soldat hat den Blick, der als „Two Thousand Yard Stare“ bezeichnet wird. <http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shellshock2.jpg?uselang=de>
Kriege sind zerstörerisch und verletzend – physisch und psychisch. Den psychischen Versehrungen von Kriegsteilnehmern verschiedener Länder im Zeitalter der Weltkriege widmen sich die sechs Beiträge des Themenschwerpunktes, die in loser Folge in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Sie gewähren Einblick in die neueste, breit gefächerte Forschung zum Thema und zeigen, dass das Erscheinungsbild, die Diagnose und die Anerkennung psychischer Kriegsleiden keineswegs auf universellen Standards beruhten, sondern zutiefst historisch waren – nämlich das Ergebnis eines nach Zeit und Ort unterschiedlich verlaufenden, konflikthaften Aushandlungsprozesses, der sich bis in unsere Gegenwart fortsetzt.
 
 
Von: 
Michael Fröhlich
Unterschriften unter der Konvention von Tauroggen
Vielen Werken, die zu den Jubiläen der Befreiungskriege 1813/15 (1913/1963/2013) erschienen, ist gemein, dass sie die Konvention von Tauroggen vom 30. Dezember 1812 häufig auf nur wenigen Seiten abhandeln. Eine meist oberflächliche Darstellung machte es Historikern, aber auch Ideologen jeglicher politischer Couleur einfach, die Konvention in ihrem Sinne zu deuten.
 
 
Ein Instrument für den politischen Wandel in Europa
Von: 
Josef Holik
Das Bild zeigt osef Holik (rechts) mit seinem amerikanischen Kollegen Robert Blackwill bei Präsident Bush im Februar 1991
Die konventionelle Überlegenheit der Sowjetunion war für die westlichen Verbündeten ein Kernproblem der Sicherheit im Nachkriegseuropa. Ihr Abbau war Voraussetzung, die konventionelle Rüstungskontrolle wichtiges Werkzeug für den politischen Wandel im Kalten Krieg.
 
 
Zu Methode und Intention der Darstellung bei Polybios und Schlieffen
Von: 
Benjamin S. Kolb
Lebendige Rezeption. 1oz Silber-Gedenkmünze zur Schlacht von Cannae, Perth 2009
Hannibal – Alpen – Elefanten – Cannae. Durch diese Schlüsselbegriffe wird die karthagische Invasion Italiens im II. Punischen Krieg seit nunmehr über 2.200 Jahren im kollektiven Gedächtnis erhalten. Ein kritischer Blick auf die etablierte Meistererzählung zur gewaltigen Schlacht von Cannae im Jahre 216 v. Chr. offenbart allerdings erhebliche Quellenprobleme. Der Beitrag untersucht zunächst die antike Literalität sowie Intention bei Polybios und analysiert ausgehend von diesen Befunden mit Schlieffens Cannae-Interpretation einen modernen Rezeptionsstrang.
 
 
1870-1871
Von: 
Inès Ben Slama
The War: French National Guards, Gardes Mobiles, Pompiers, and Volunteers  (source: Illustrated London News, 3.9.1870, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Franco-Prussian_War-_Illustrated_London_News,_September_3,_1870.PNG?uselang=de)
La guerre franco-prussienne de 1870 n’a pas eu le même impact sur tout le territoire français. Alors que le Nord-Est a été directement touché par les combats, les grandes villes du Sud sont restées à l’écart du front. La présente analyse tient compte de cet aspect, si souvent négligé dans l’historiographie de ce conflit, et se penche sur la perception de la guerre dans les régions méridionales de la France. Il est ainsi intéressant d’étudier la perception de la guerre et le rapport à la patrie des habitants des grandes villes du Sud.
 
 
Revolution und Pogrom im Elsass 1848
Von: 
Daniel Gerson
Pogrom von Durmenach 1848 (Cabinet des Estampes, Strasbourg)
Im Laufe der revolutionären Erhebungen im 19. Jahrhundert in Frankreich und Deutschland traten wiederholt nicht nur politische, sondern auch religiöse und soziale Konfliktlinien in aller Schärfe hervor. Dazu gehörte auch ein Aufflammen des Antisemitismus in beiden Ländern, der besonders im Umfeld der Revolution von 1848 im Elsass und im benachbarten Baden hervorbrach. Die vorliegende Untersuchung widmet sich dem Phänomen aus der Sicht der Betroffenen und legt damit eine Studie zu zeitgenössischen Gewalterfahrungen vor.
 
 

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