Buchbesprechung

Eine Editionsserie
Von: 
Andreas R. Hofmann
Landecker Bilderhandschrift
Neuzeitliche Bilderhandschriften zu militärischen Gegenständen sind eine eigentümliche heeres- und uniformkundliche Quellengattung. Sie erfreuen sich eines hohen Bekannt- und Beliebtheitsgrades bei Militaria- und Zinnfigurensammlern, während sie in der professionellen Militärgeschichte vorerst noch nicht recht angekommen zu sein scheinen. Bezeichnenderweise sind Anstrengungen, diese archivalischen Unikate in Editionen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, bislang fast durchweg abseits des akademischen Betriebs von Amateurhistorikern unternommen worden.
 
 
Von: 
Andreas R. Hofmann
Cover - Krause, der Kampf um Freiheit
Auch wenn der Schutzumschlag Peter von Hess’ bekanntes Gemälde der Völkerschlacht bei Leipzig zeigt, handelt es sich bei dem vorzustellenden populärwissenschaftlichen Buch nicht um eine militärgeschichtliche Darstellung. Die Befreiungskriege liefern eher die Folie für einen sehr anekdotenreichen und personenorientierten Überblick über die seit den Revolutionskriegen bis in die Restauration nach dem Wiener Kongress hinein geführten publizistisch-literarischen Debatten, die um Begriffe wie „Deutschland“, „Nation“, „Einheit“ und „Freiheit“ kreisten.
 
 
Fortifications in Ancient Northeastern Africa
Von: 
Jan Heinemann
Power of Walls - Cover
Friederike Jesse/Carola Vogel (Hrsg.), The Power of Walls. Fortifications in Ancient Northeastern Africa, Proceedings of the International Workshop held at the University of Cologne 4th – 7th August 2011 (Colloquium Africanum, Beiträge zur interdisziplinären Afrikaforschung, Bd. 5), Köln 2013. ISBN 978-3-927688-39-1; 360 S.; € 29.
 
 
Von: 
Andreas R. Hofmann
Bleyer - Auf gegen Napoleon!

Eine Welle der nationalen Begeisterung fegte nach jahrelanger Demütigung unter fremder Besatzung die französische Herrschaft über Kontinentaleuropa hinweg und bereitete dem napoleonischen Traum vom Grand Empire ein Ende. Dieses Bild der Befreiungskriege war ein Mythos der Historiographie, der sich bis weit in das 20. Jahrhundert halten konnte.

 
 
Neuerscheinungen zur Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges
Von: 
Christoph Nübel
Erzherzog Franz Ferdinand mit Frau in Sarajevo 1914 - Wikimedia
Christopher Clark, Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. (Aus dem Engl. von Norbert Juraschitz) München: Deutsche Verlags-Anstalt 2013. ISBN 9783421043597; 896 S.; € 39,99. Gerd Krumeich, Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch. Paderborn u.a.: Schöningh 2014. ISBN 9783506775924; 362 S.; € 34,90.
 
 
Von: 
Christian Senne
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges brachte für das Deutsche Kaiserreich somit die ultimative Bewährungsprobe, den Status der Welt- und Seemacht zu verteidigen. Die Chancen dieses Ziel auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz zu erreichen, standen nach dem Kriegseintritt Japans am 23. August 1914 und der folgerichtigen Eroberung Kiautschous durch japanische Truppen am 7. November 1914 denkbar schlecht. Der Führer des Ostasiengeschwaders Vizeadmiral Maximilian von Spee entschloss sich in dieser Situation, mit seinem Verband den Pazifik zu überqueren, Südamerika anzulaufen und schließlich den Durchbruch in den Atlantik zu versuchen, um nach Deutschland zu entkommen. Auf diesem Weg gelang es ihm zwar am 1. November 1914 bei Coronel einen Sieg über ein britisches Kreuzergeschwader zu erringen, aber bei den Falklandinseln wurde sein Geschwader am 8. Dezember 1914 von überlegenen britischen Schlachtkreuzern gestellt und versenkt.
 
 
Die Sinndeutung des Krieges in der deutschen Militärelite 1871 – 1945 (= Krieg in der Geschichte, Bd. 73), Paderborn: Schöningh, 2012, ISBN 978-3-506-77363-0, 354 S., € 44,90 (gebunden)
Von: 
Dierk Walter

"Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ein Glied in Gottes Weltordnung" (Moltke d.Ä.). - Niklaus Meier hat mit "Warum Krieg?" eine materialreiche Diskursanalyse der dominanten Kriegsdeutungen im preußisch-deutschen Militär vorgelegt, die wenig Fragen offen lässt. Außer vielleicht: Hätte die Studie nicht besser "Darum Krieg!" heißen sollen?

 
 

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