Diversität im Militär

Söldnertruppen als Asylort im 19. und frühen 20. Jahrhundert
Von: 
Christian Koller
Revolutionen und Kriege sorgten im 19. und frühen 20. Jahrhundert für einen Zustrom von Flüchtlingen in die Söldnertruppen. Die mit der Totalisierung der Kriegsführung einhergehenden Effekte auf Fluchtbewegungen führten am Ende des Zweiten Weltkriegs dann aber in Europa zu einem Ende einer solchen Flüchtlingspolitik.
 
 
Eine kritische Würdigung aus der Perspektive evangelischer Religionspädagogik
Von: 
Dr. phil. Sylvia E. Kleeberg-Hörnlein
Die Integration unterschiedlicher kultureller und religiöser Ansichten ist auch für die Bundeswehr eine Herausforderung. Sie begegnet dieser mit verschiedenen Ansätzen, die es folgend aus der Perspektive evangelischer Religionspädagogik kritisch zu beurteilen und würdigen gilt.
 
 
Beobachtungen zur ‚Bordgesellschaft‘ des 17. und 18. Jahrhunderts.
Von: 
Marco Kollenberg
Kleinmünze der Niederländischen Ostindien Kompanie von 1744
Hunderttausende deutsche Männer begaben sich von 1602 bis 1798 unter niederländischer Flagge ans andere Ende der Welt. Bis zu acht Monate dauerte die lebensgefährliche Überfahrt zu den entlegenen Stützpunkten der Vereinigten Ostindischen Kompanie im heutigen Indien und auf den indonesischen Inseln. Zahlreiche erhaltene Reiseberichte ermöglichen uns einen Einblick in die temporären Sozialstrukturen an Bord der von landsmannschaftlicher und beruflicher Diversität geprägten Transportschiffe.
 
 
Die osmanischen Streitkräfte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert
Von: 
Thomas Scheben
Sipahi (anonymer griechischer Künstler, ca. 1809), https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sipahi,_anonymous_Greek_artist,_ca._1809.jpg
Während die europäischen Streitkräfte an der Schwelle zur Moderne auf Standardisierung und Homogenisierung setzten, schlugen die Osmanen unfreiwillig die entgegengesetzte Richtung ein und gerieten militärisch ins Hintertreffen. Die heute vielfach als Erfolgsrezept für Großorganisationen aller Art angesehene „Diversität“ war in den direkten Auseinandersetzungen mit homogenen, kohärenten Konkurrenten offenbar nicht immer und überall von Vorteil.
 
 
Von: 
Sebastian Schaarschmidt
Während zwischen den einzelnen Heereskontingenten der Staufer mitunter hohe kulturelle Diversität vorherrschte, tendierte der Einzelverband zu kultureller Homogenität. Diese Unterschiede können auf Grundlage eines Netzwerkmodells erklärt werden.
 
 
Ein antikes Erfolgsmodell?
Von: 
Christoph Ebner
Die Römer haben es geschafft, ihre von Beginn an multiethnische Armee effektiv einzusetzen, Diversität und Integration wurden so zu einer Stärke. Das römische Modell verlief zwar nicht immer reibungsfrei, erwies sich jedoch insgesamt als durchweg erfolgreich.
 
 
Von: 
Sönke Neitzel
Flyer_Jahrestagung_Diversität
Diversität im Militär, Multikulturelle Streitkräfte von der Antike bis in die Gegenwart – über dieses Thema debattierte der Arbeitskreis Militärgeschichte vom 17. bis 19. November 2016 auf seiner Jahrestagung an der Universität Potsdam. Fünf besonders prägnante Beiträge werden in den kommenden Wochen publiziert.