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Die Geschichte der Militärtheorie von der Antike bis zum Atomzeitalter

Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. 2013
Datum: 
Donnerstag, 10. Oktober 2013 bis Samstag, 12. Oktober 2013
Ort: 
München
Deadline: 
Freitag, 12. April 2013

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Militärtheorie ist in den vergangenen Jahrzehnten vornehmlich in der Politikwissenschaft betrieben worden. Großthemen wie "Abschreckung", "Neue Kriege" oder "Counter-Insurgency" haben die Forschungen hier immer wieder neu angestoßen. Der Grundgedanke dieser Tagung soll es sein, eine epochenübergreifende Auseinandersetzung mit Fragen der Militärtheorie zu suchen und damit die historische Dimension des Sujets wieder mehr zur Geltung zu bringen.

Die Thematik ist wissenschaftsgeschichtlich durchaus belastet und es wird daher von besonderer Bedeutung sein, die Untersuchungen in Abgrenzungen zu den Paradigmen der sozialistischen Militärwissenschaft oder der Wehrwissenschaft der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts zu betreiben. Hier sollen unter Militärtheorie zunächst in der Regel publizierte Wissenssysteme verstanden werden, die das Wesen des Krieges zum Gegenstand haben. Über diese werden – mit teils theoretischer, teils applikatorischer Zielsetzung – Hypothesen herausgearbeitet, Lösungen für die Zukunft vorgeschlagen oder Prognosen über künftige Kriege gemacht. Die Militärtheorie unterscheidet sich von anderen Bereichen des Militärwesens insofern als sie Thesen anbietet, die im öffentlichen Forum, sei dieses militärisch oder zivil, kritisch diskutiert werden.

Ziel der Tagung ist es, die wissenschaftliche und methodische Sorgfalt im Umgang mit der Thematik zu fördern und namentlich Schlüsselbegriffe in der Diskussion zu konkretisieren. Beiträge aus allen Geschichtsepochen sind willkommen.

Die Referate sollen sich an wenigstens einem der folgenden Leitthemen orientieren:

• Schlüsselterminologien: Welche für die Geschichtswissenschaft praktikablen, möglicherweise epochenübergreifenden Definitionen lassen sich für Leitbegriffe  wie Militärtheorie, Militärwesen, die "Kunst des Krieges" oder Doktrin entwickeln?

• Historische Verortung: Vor welchem historischen Hintergrund wurde eine bestimmte Theorie entwickelt? In welchem Verhältnis stehen gesellschaftliche Entwicklung und militärtheoretische Innovation?

• Militärtheoretische Einordnung von einzelnen Publikationen oder Werken

• Biographischer Zugang unter Berücksichtigung möglicher Zusammenhänge von militärwissenschaftlicher Theorie und reformatorischer Praxis

• Inhalte: Wie ist es um die Originalität einzelner Ansätze bestellt? Welche Hinweise auf frühere oder zeitgenössische Schriften können identifiziert werden?

• Fragen zur Validität einer Theorie angesichts der weiteren geschichtlichen Entwicklung

• Rezeptionsgeschichte

• Wirkungsgeschichte

Bitte senden Sie ein max. zweiseitiges Exposé plus bio-bibliografische Informationen in elektronischer Form ein.

Bewerbungsschluss ist der 12.04.2013.

Der Veranstalter übernimmt die Reisekosten bis zur Höhe von DB 2. Klasse und die Unterkunft.

Die Tagung wird vom Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. mit Unterstützung durch das Hamburger Institut für Sozialforschung und das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr veranstaltet.

Tagungsort: Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Termin: 10.-12. Oktober 2013

Organisation: PD Dr. Alaric Searle

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Kontakt:

PD Dr. Alaric Searle

a.searle[at]akmilitaergeschichte[dot]de

Marc Hansen

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