Aktuelle Beiträge

Bürokratiewahrnehmungen aus dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr
Von: 
Klaus Schroeder
Whiteboardskizze der Sicht aus einem Büro in „Camp Marmal“, Masar-e-Scharif 2020. Ersteller (Hauptmann,17. Ktgt RS) dem Autor bekannt.
Bürokratie und bürokratisches Handeln sind Teil der Bundeswehr. Wie aber gingen deutsche Soldat*innen mit ihr in Auslandseinsätzen in Afghanistan um? Welches Wissen um die Bürokratie, welche Anpassungsstrategien und welche Einstellungen ihr gegenüber lassen sich in literarischen Selbstzeugnissen von ISAF-Veteran*innen finden?
 
 
Teil III der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995-2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

Lieber Herr Prof. Förster, Sie waren von 2002 bis 2017 Erster Vorsitzender des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM), der im Jahr 2020 sein 25-jähriges Bestehen feiert. Welche Bilder oder Gedanken kommen in Ihnen auf, wenn Sie an die Anfänge des Arbeitskreises zurückdenken?

 
 
Rüstungsgüterbeschaffung in deutschen Streitkräften im Kalten Krieg
Von: 
Dieter H. Kollmer

Wenn Panzer auf dem Kasernenhof rollen, Kriegsschiffe getauft werden oder Kampfflugzeuge zum ersten Mal in den Luftraum abheben, dann ist dies in Deutschland auch der Endpunkt eines sehr langwierigen Verwaltungsprozesses. Die Beschaffung von Rüstungsgütern bewegt sich in einem komplizierten Verfahren zwischen politischen, rechtlichen und ökonomischen Vorgaben sowie militärischen und bürokratischen Notwendigkeiten.

 
 
Teil II der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995-2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

Lieber Herr Prof. Afflerbach, Sie sind Gründungsmitglied des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) und lehren seit beinahe zwanzig Jahren an amerikanischen und britischen Hochschulen. Inwiefern unterscheidet sich die deutsche von der angelsächsischen Militärgeschichtsschreibung?

 
 
Die westdeutschen Debatten um neue Führungs- und Managementtechniken in der Staatsverwaltung (1960er bis 1990er Jahre)
Von: 
Nils Löffelbein
Kollage aus Frontcovern
Mitte der 1960er Jahre wurde in der Bundesrepublik zunehmend Kritik an den staatlichen und wirtschaftlichen Leitungs- und Organisationsstrukturen laut. Zahlreiche Akteure diagnostizierten eine tiefgreifende Strukturkrise und forderten die Einführung neuer Führungs- und Managementtechniken in Wirtschaft und Verwaltung. Auch in der Bundeswehr entbrannte eine teils hitzige Führungsdiskussion, hier geriet vor allem das Konzept der ‚Inneren Führung‘ und der Grundsatz einer starken Kontrolle des Militärs durch zivile Stellen ins Zentrum der Auseinandersetzungen.
 
 
Teil I der Interviewreihe: 25 Jahre Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (1995-2020)
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber
Quelle: Privat

Lieber Herr Prof. Krumeich, Sie sind nicht nur ein langjähriger prominenter Protagonist der deutschen Militärgeschichtsforschung im Allgemeinen und ein Experte zur Geschichte des Ersten Weltkriegs im Besonderen. Sie sind auch Gründungsmitglied des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) und seit 2005 Ehrenvorsitzender. In diesem Jahr feiert der 1995 gegründete AKM sein 25-jähriges Jubiläum. Welchen Herausforderungen blickte der AKM in seiner Gründungszeit entgegen?

 
 
Von: 
Daniel R. Bonenkamp/Takuma Melber

In der allerersten Ausgabe des AKM-Newsletters betonte der damals Erste Vorsitzende des AKM, Prof. Wilhelm Deist, „[…] daß die Gründung des Arbeitskreises einem tatsächlichen Bedürfnis entsprach. Nun gilt es, den geschaffenen Rahmen mit Leben zu erfüllen. Mit Ihrer aktiven – darauf sind wir angewiesen – aktiven Teilnahme an der Gestaltung des wissenschaftlichen Forums, als das sich der Arbeitskreis versteht, sollte und wird uns das gelingen. Es wird u.a.

 
 
Rivalisierende Führungsverständnisse und Entscheidungsräume der Karriereförderung in der Psychologischen Kampfführung der Bundeswehr, 1958-1970
Von: 
Carsten Richter
Taktisches Zeichen der PSK. https://de.wikipedia.org/wiki/Truppe_f%C3%BCr_Operative_Kommunikation#/media/Datei:BW_Barettabzeichen_Operative_Kommunikation.png
Wachsende Verregelung durch Bürokratie und Führungsvorgaben schränkte im 20. Jahrhundert die Handlungsfreiheit militärischer Akteure zunehmend ein und gefährdete in deren Wahrnehmung das deutsche Führungsideal der Auftragstaktik, das Initiative und Entschlusskraft betonte. Am Beispiel der Karrieren zweier gegensätzlicher Führungspersönlichkeiten zeigt sich, dass in der Bundeswehr sowohl auftrags- als auch befehlstaktische Ansätze für höchste Führungspositionen qualifizierten. Bei ihrer Förderung offenbart sich ein flexibler Umgang mit Verwaltungsvorschriften zwischen Missachtung und strategischer Nutzung.
 
 
Eine Verwaltungskarriere zwischen Wehrmacht und bayerischem Finanzdienst
Von: 
Bernhard Gotto

„Haben Sie gedient?“ ist eine ikonische Frage in Deutschland. In zwei der beißendsten Satiren über den Militarismus des wilhelminischen Deutschland, in Heinrich Manns Roman „Der Untertan“ und in der durch die Darstellung Heinz Rühmanns berühmt gewordenen Verfilmung von Carl Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ von 1956, definiert dieses Erkennungsmerkmal die soziale Positionierung der Protagonisten.

 
 
Von: 
Christoph Nübel

In der gegenwärtigen Berichterstattung wird die Bundeswehr häufig als bürokratischer Moloch beschrieben, der an der Bereitstellung selbst einfachster Ausrüstungsgegenstände scheitert. Das Motiv des bürokratisierten Militärs ist weder originell noch neu, sondern findet sich in zahlreichen Quellen der neuzeitlichen Militärgeschichte. Seine Historisierung ermöglicht es, einen bislang Desiderat gebliebenen Teil der Verwaltungsgeschichte zu beleuchten und die Bürokratiediskurse im und um das Militär zu erforschen.

 
 

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