Neueste Zeit (allg.)

Von: 
Christian Westerhoff
Gespräch Christoph Jahr und Christian Westerhoff

Seit Januar 2020 zeichnet die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) ihre Vortragsreihe in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf) auf. Die Aufnahmen werden auf der Online-Plattform L.I.S.A. kostenlos als Video und Audio bereitgestellt: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/dossier_bfz_stuttgart. Dadurch stehen die Vorträge, Interviews und Lesungen nicht nur Zuhörern in Stuttgart, sondern weltweit, jederzeit und dauerhaft zur Verfügung.

 
 
Wirken, Werk und Wirkung
Von: 
Christian Th. Müller
Vom Kriege 1832
Carl von Clausewitz ist heute ein Klassiker der politischen Theorie und der Weltliteratur. Seine Lektüre gilt aber als schwierig, was immer wieder seinen Ausdruck in Verständnisproblemen und Fehlperzeptionen findet. Die geplante Monographie setzt an diesem Problem an, indem sie seine Gedanken erstmals systematisch, nah an den Originaltexten präsentiert und sie allgemeinverständlich für einen breiten Leserkreis erschließt.
 
 
Von: 
Christoph Nübel

In der gegenwärtigen Berichterstattung wird die Bundeswehr häufig als bürokratischer Moloch beschrieben, der an der Bereitstellung selbst einfachster Ausrüstungsgegenstände scheitert. Das Motiv des bürokratisierten Militärs ist weder originell noch neu, sondern findet sich in zahlreichen Quellen der neuzeitlichen Militärgeschichte. Seine Historisierung ermöglicht es, einen bislang Desiderat gebliebenen Teil der Verwaltungsgeschichte zu beleuchten und die Bürokratiediskurse im und um das Militär zu erforschen.

 
 
Zur historischen Analyse einer Herrschaftskonstellation im neuzeitlichen Staat
Von: 
Christoph Nübel
Kein Militär ohne Verzeichnisse: „Übersicht der Ergebnisse des Heeres-Ergänzungsgeschäfts” (Auszug), nach: Deutsche Wehrordnung vom 22. November 1888, Berlin 1904.
Der folgende Beitrag eröffnet einen neuen Themenschwerpunkt auf dem Portal Militärgeschichte: "Armee und Bürokratie", hrsg. von Christoph Nübel. Alle vier Wochen erscheint ein Folgebeitrag. Das Militär gilt in der Bundesrepublik als Inbegriff des "Bürokratismus". Diese Ansicht verkennt, dass Streitkräfte ihrerseits dazu neigten, Bürokratie als eine dem Militär wesensfremde Einschränkung zu betrachten. Ohne die Entwicklung des modernen Staates und seines Verwaltungswesens wäre die Entwicklung des modernen Militärwesens jedoch unmöglich gewesen. Der Artikel historisiert auf den "Bürokratismus" bezogene Narrative und argumentiert, dass eine Untersuchung des Spannungsfeldes von Militär und Verwaltung fruchtbare Forschungsperspektiven eröffnet.
 
 

Württembergische Armee

Nachruf
Von: 
Stig Förster
Sir Michael Howard (1922-2019)
Er war der bedeutendste Militärhistoriker seiner Zeit. Er revolutionierte nicht nur die britische Militärgeschichtsschreibung, sondern gewann international großes Ansehen und übte erheblichen Einfluss auf die Modernisierung der Disziplin in vielen Ländern aus, nicht zuletzt in den USA und in Deutschland. Ihm verdanken wir noch heute entscheidende methodische Denkanstöße, die geeignet waren, die Militärgeschichte aus dem verstaubten Ghetto militärimmanenter Betrachtungsweisen und reiner Schlachtenbeschreibung herauszuführen. Dass die heutige Militärgeschichte über den engen Kreis der Fachleute hinaus Interesse weckt und Beachtung findet, beruht ganz wesentlich auf seinem Werk.
 
 

militärgeistliche zwischen Überzeugung im glauben und militärischer doktrin.

..."nicht gehegt" - der begriff des partisanenkrieges bei clausewitz, carl schmidt, mao tse dong , che guevara und dem autonomen schwarzen block

Marinegeschichte; Militärgeschichte

Von: 
Nina Janz
  Beisetzungen „Ehrenfriedhof“ Wojewodyna, Russland Herbst 1942, Gräber-Offizier Manfred Wintzer, 26. Mot. Infanterie-Division Archiv Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kassel  D 107 Teil 1
Der Beitrag schildert den Alltag und die Tätigkeiten von Gräberverantwortlichen der Wehrmacht an der Ostfront. Aus Tätigkeitsberichten, Tagebuchauszügen, Befehlssammlungen und Nachlässen von zwei Gräberoffizieren wird ein Einblick in den Umgang mit den militärischen Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg gewonnen.
 
 

Genozid- und Gewaltforschung, Nationalitätenkonflikte
Kolonialgeschichte
Geschichtsdidaktik

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