Neueste Zeit (allg.)

Zur historischen Analyse einer Herrschaftskonstellation im neuzeitlichen Staat
Von: 
Christoph Nübel
Kein Militär ohne Verzeichnisse: „Übersicht der Ergebnisse des Heeres-Ergänzungsgeschäfts” (Auszug), nach: Deutsche Wehrordnung vom 22. November 1888, Berlin 1904.
Der folgende Beitrag eröffnet einen neuen Themenschwerpunkt auf dem Portal Militärgeschichte: "Armee und Bürokratie", hrsg. von Christoph Nübel. Alle vier Wochen erscheint ein Folgebeitrag. Das Militär gilt in der Bundesrepublik als Inbegriff des "Bürokratismus". Diese Ansicht verkennt, dass Streitkräfte ihrerseits dazu neigten, Bürokratie als eine dem Militär wesensfremde Einschränkung zu betrachten. Ohne die Entwicklung des modernen Staates und seines Verwaltungswesens wäre die Entwicklung des modernen Militärwesens jedoch unmöglich gewesen. Der Artikel historisiert auf den "Bürokratismus" bezogene Narrative und argumentiert, dass eine Untersuchung des Spannungsfeldes von Militär und Verwaltung fruchtbare Forschungsperspektiven eröffnet.
 
 

Württembergische Armee

Nachruf
Von: 
Stig Förster
Sir Michael Howard (1922-2019)
Er war der bedeutendste Militärhistoriker seiner Zeit. Er revolutionierte nicht nur die britische Militärgeschichtsschreibung, sondern gewann international großes Ansehen und übte erheblichen Einfluss auf die Modernisierung der Disziplin in vielen Ländern aus, nicht zuletzt in den USA und in Deutschland. Ihm verdanken wir noch heute entscheidende methodische Denkanstöße, die geeignet waren, die Militärgeschichte aus dem verstaubten Ghetto militärimmanenter Betrachtungsweisen und reiner Schlachtenbeschreibung herauszuführen. Dass die heutige Militärgeschichte über den engen Kreis der Fachleute hinaus Interesse weckt und Beachtung findet, beruht ganz wesentlich auf seinem Werk.
 
 

militärgeistliche zwischen Überzeugung im glauben und militärischer doktrin.

..."nicht gehegt" - der begriff des partisanenkrieges bei clausewitz, carl schmidt, mao tse dong , che guevara und dem autonomen schwarzen block

Marinegeschichte; Militärgeschichte

Erinnerungskulturen (v.a. im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg)
Militär- und Gewaltgeschichte im Zeitalter der Weltkriege (u.a. Marinegeschichte)
Internationale Geschichte im 19 und 20. Jahrhundert

Von: 
Nina Janz
  Beisetzungen „Ehrenfriedhof“ Wojewodyna, Russland Herbst 1942, Gräber-Offizier Manfred Wintzer, 26. Mot. Infanterie-Division Archiv Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Kassel  D 107 Teil 1
Der Beitrag schildert den Alltag und die Tätigkeiten von Gräberverantwortlichen der Wehrmacht an der Ostfront. Aus Tätigkeitsberichten, Tagebuchauszügen, Befehlssammlungen und Nachlässen von zwei Gräberoffizieren wird ein Einblick in den Umgang mit den militärischen Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg gewonnen.
 
 

Genozid- und Gewaltforschung, Nationalitätenkonflikte
Kolonialgeschichte
Geschichtsdidaktik

Von: 
Dieter Hartwig
Die Nordwand der Marineschul-Aula vor der Umgestaltung 2016 mit Flaggen deutscher Kriegsschiffe bis 1933. (Quelle: MSM/WGAZ)
Die Seeoffiziere der Kaiserlichen Marine gedachten in der Aula der Marineschule Mürwik (Offizierschule; MSM) nicht nur der Kriegstoten des Seeoffizierkorps, sondern auch jener, die während der Revolution, im Spartakusaufstand, in Grenzkämpfen und anlässlich des Kapp-Putsch zu Tode kamen. Dieser zweifelhafte, kaum je zur Kenntnis genommene Teil des "Seeoffizier-Ehrenmals" wurde im Zuge der Umgestaltung der MSM-Aula entfernt, weshalb hier an ihn erinnert wird.
 
 
Der Schriftsteller und „Historiker“ Franz Kurowski
Von: 
Roman Töppel
Franz Kurowski, Westfälisches Literaturarchiv (Stadtarchiv Hagen).

Franz Kurowski has strongly influenced the popular image of the Wehrmacht. Abroad, he is quoted as the supposedly credible "German historian" to this day and again. His works are not only tendentious, but are sometimes based on fake sources.

 

 
 

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