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Italien

Center for Advanced Studies LMU München, 23./24. November 2015
Tagung Axis Empire (Foto: Kowner/privat)

Die Nachhaltigkeit der grenzüberschreitenden Ansätze in der Geschichtswissenschaft, die unter den Begriffen der transnational, imperial und global history entwickelt werden, eröffnen die Möglichkeit, neue Perspektiven auf ein Thema aufzuzeigen wie auf das Achsenbündnis zwischen Deutschland, Italien und Japan. Dies war eines der Ziele des zweitägigen, von Daniel Hedinger (Ludwig Maximilian Universität München) sowie Reto Hofmann (Monash University) organisierten Workshops, der am 23./ 24.

Von: 
Giulio Salvati
Wiedergeburt der italienischen Nation in der Resistenza
In Italien hat sich nach 1945, mit dem Segen der politischen Parteien, eine Erinnerungskultur herausgebildet, die auf dem antifaschistischen Gründungsmythos aufbauend eine Differenzierung der eigenen Anteile am Kriegsgeschehen, an Besatzungsterror und Kriegsverbrechen jahrzehntelang vermieden hat. Eine ganze Nation verdrängte die 22-jährige Herrschaft des Faschismus und die eigene Rolle darin wie eine überstandene Kinderkrankheit und betonte stattdessen das nationale Opfer der Widerstandskämpfer. In der Erinnerungskultur Italiens bildete sich seit 1945 dadurch eine Art doppelte Kriegserinnerung an Krieg und Faschismus heraus, die die Gesellschaft vielfach trennt statt verbindet („memoria divisa“).
Von: 
Kerstin von Lingen

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