Aktuelle Beiträge

Eine Kooperation des Berliner Kollegs Kalter Krieg und des Portals Militärgeschichte.
Von: 
Christoph Nübel und Klaas Voß
Der Kalte Krieg war ein globaler Konflikt. So überrascht es kaum, dass überall auf der Welt zum Thema gearbeitet wird. Unsere Interviewreihe misst die Genese der Forschung gestern und heute ebenso aus, wie sie nach zukünftigen Entwicklungen fragt. Die siebenteilige Reihe wurde von Dr. Christoph Nübel (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Klaas Voß (Hamburger Institut für Sozialforschung) durchgeführt. English announcement included.
 
 
Anmerkungen zum Umgang mit der Geschichte der Wehrmacht
Von: 
Klaus Schmider
Werner Mölders als Staffelkapitän an der Ebrofront 1938
Jagdflieger Werner Mölders diente der Bundeswehr mehrfach als Namenspatron. 1968 wurde die Kaserne des Fernmelderegiments 34 in Visselhövede nach ihm benannt, 1972 ein Zerstörer der Bundesmarine und 1973 das Jagdgeschwader 74. Darin drückte sich ein traditionspolitischer Brückenschlag zur Wehrmacht aus. 2005 ist die Namensgebung revidiert worden. Der Entscheidung lag ein Gutachten zugrunde, das der Artikel kritisch diskutiert. Die geschichtspolitische Frage, um die es im Kern geht, ist diejenige nach dem Traditions- und Geschichtsverständnis der Streitkräfte im wiedervereinigten Deutschland.
 
 
Wissenschaftliche Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V. In Zusammenarbeit mit den Professuren Europa im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit / Medienpsychologie an der TU Chemnitz, 26.-28. November 2015
Von: 
Roland Leikauf
"Computerspiele sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen" – mit diesem einleitenden Satz fasste die Tagungsankündigung eine Tatsache zusammen, die in vielen Wissenschaftsdisziplinen noch nicht ausreichend rezipiert worden ist. Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2014 spielten 39,6 Millionen Deutsche regelmäßig oder gelegentlich Computerspiele. Ein großer Teil dieser Spiele basiert auf historischen Hintergründen; gerade kriegerische Konflikte aller Zeitalter werden in diesem Zusammenhang immer wieder aufgegriffen. Die AKM-Jahrestagung 2015 hat einen ersten Schritt getan, um diese Entwicklung aus militärhistorischer Sicht zu erschließen.
 
 
Der politisch-militärische Zukunftsroman „1906 – Der Zusammenbruch der Alten Welt“
Von: 
Stefan Noack
Das Bild zeigt das Titelbild von „1906“ aus der Feder des Berliner Marinemalers und Illustrators Georg Martin
Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts lag Krieg in der Luft. Immer wieder drohten wirtschaftliche, politische und militärische Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Großmächten zu eskalieren. Die Ängste und Hoffnungen der Zeitgenossen fanden Niederschlag in einer großen Zahl von Zukunftskriegsromanen. „1906 -- Der Zusammenbruch der alten Welt" war einer der erfolgreichsten Titel dieser Gattung. [Die diesem Aufsatz zugrunde liegende Abschlussarbeit wurde 2015 vom Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. mit dem Wilhelm-Deist-Preis ausgezeichnet. - Red.]
 
 
Am 20. Mai 2016 fand an der Universität Bern die Abschiedsvorlesung statt
Von: 
Markus Pöhlmann
Stig Förster

In den vergangenen dreißig Jahren hat Förster die Entwicklung der Militärgeschichtschreibung entscheidend mitgeprägt.

 
 
Von: 
Christian Wenzel
Johannes Lepsius (1858-1926), um 1910. Bildnachweis: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johannes_Lepsius2.jpg?uselang=de

Johannes Lepsius ist als "Anwalt der Armenier" in die Geschichte des Völkermords an den Armeniern und des Ersten Weltkrieges eingegangen. So einhellig die Geschichtswissenschaft dabei die große Bedeutung Lepsius' bei der Dokumentation der Ereignisse hervorhebt, so wenig ist seine Haltung zu Armenien in den Jahren vor dem Völkermord bislang untersucht worden. Ein Blick auf Lepsius' Stellungsnahmen zu den innertürkischen Verhältnissen am Vorabend des Ersten Weltkrieges zeigt, wie vielschichtig die Gründe für sein Engagement waren.

 
 
Von: 
Jonas Klein und Gabriel Rolfes

Vor etwa 10 Jahren begann im Zusammenhang mit dem Irakkrieg das Schlagwort „Söldner“ breite Kreise in der internationalen Presse zu ziehen. Selbst solche, sich eines besonders sachlichen Stils rühmenden Zeitungen konnten sich der Versuchung zur effektheischenden Berichterstattung nicht entziehen. Inzwischen ist die reißerische Berichterstattung der ersten Jahre einer nüchterneren Debatte gewichen. [1] Tagesaktuell wurden die Überlegungen zur Tagung von den Berichten über den Einsatz südafrikanischer Söldner gegen die Terrormiliz Boko Haram begleitet.

 
 
Trajectory and effect of the first German-Algerian treaty
Von: 
Magnus Ressel

Hamburg and Algiers are in some ways two rather atypical models of success of the Early Modern Era. Until the late 18th century, both were constantly threatened by powerful neighbors (the former by the kingdom of Denmark, the latter by the kingdom of Spain) and yet they managed to retain their independence due to impressive fortifications around the respective cities and a skillful use of diplomatic contacts with other powers, especially the Netherlands, Great Britain and France.

 
 
Center for Advanced Studies LMU München, 23./24. November 2015
Von: 
Giulio Salvati
Tagung Axis Empire (Foto: Kowner/privat)

Die Nachhaltigkeit der grenzüberschreitenden Ansätze in der Geschichtswissenschaft, die unter den Begriffen der transnational, imperial und global history entwickelt werden, eröffnen die Möglichkeit, neue Perspektiven auf ein Thema aufzuzeigen wie auf das Achsenbündnis zwischen Deutschland, Italien und Japan. Dies war eines der Ziele des zweitägigen, von Daniel Hedinger (Ludwig Maximilian Universität München) sowie Reto Hofmann (Monash University) organisierten Workshops, der am 23./ 24.

 
 
Von der privaten Kriegssammlung zu einer der größten europäischen Spezialbibliotheken zu Krisen und militärischen Konflikten
Von: 
Christian Westerhoff
britische Feldpostbriefe, 1915 ins Französische übersetzt (aus der Sammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte)

Im November 1915 wurde die „Weltkriegsbücherei“ gegründet, die heutige Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. Zum 100-jährigen Jubiläum zeigt die Landesbibliothek vom 20. November 2015 bis 9. April 2016 die Ausstellung „100 Jahre Bibliothek für Zeitgeschichte“.

 
 

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