Europa (allg.)

- Vergangenheitsinszenierungen in (digitalen) Spielen
- Kriegsführung, Politik- und Kulturgeschichte der klassischen Antike im griechischen Raum

Deutsche MusikerInnen in amerikanischen Soldatenclubs
Von: 
Lena Rudeck
Allied soldiers square dancing in Brisbane, November 1943; Quelle: State Library of Queensland (public domain)
Die historische Forschung der Alliierten Besatzung Deutschlands nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unterlag lange Zeit einer Perspektive, die sich auf die strukturellen Umbrüche und politischen Neuordnungen fokussierte. Jüngere Forschungen betonen hingegen den Alltag der Besatzung und verstehen Besatzungsgeschichte stärker als Akteursgeschichte. In diesem Beitrag stehen die deutschen MusikerInnen im Fokus, die in US-amerikanischen Soldatenclubs auftraten und sich so – nicht selten – eine gute Verdienstmöglichkeit aber auch Kontakte zu Angehörigen der Besatzungsmacht sichern konnten.
 
 
Die Insel Texel als Erinnerungsort der letzten Schlacht des Zweiten Weltkriegs in Europa
Von: 
Takuma Melber
Den_Hoorn_Bunkeranlage_Copyright:Takuma_Melber
Als am 20. Mai 1945 kanadische Einheiten die niederländische Insel Texel unter ihre Kontrolle brachten, ging der von den Inselbewohnern auch „Russenkrieg“ (niederländisch Russenoorlog) genannte „Georgische Aufstand“ gegen die Wehrmacht zu Ende. Mehr als fünf Jahre lang hatte die westfriesische Nordseeinsel unter der Besatzung der Deutschen gestanden, die am 18. Mai 1940 eine Ortskommandantur auf Texel eingerichtet hatten. Dieses bis Mitte Mai 1945 anhaltende militärische Auflehnen der Soldaten der „Georgischen Legion“ gegen die deutschen Besatzer Texels war die letzte militärische Auseinandersetzung des Zweiten Weltkriegs in Europa.
 
 
Rebuilding West Germany and Its Armed Forces
Von: 
Dieter H. Kollmer

After the Second World War, the United States invested a large amount of US tax revenues into reconstruction across almost all of Europe. In this context, the successful economic redevelopment induced by the European Recovery Program is still remembered. However, after the foundation of NATO in 1949 the Western European allies sought for more US-aid. Due to the success of the ERP the Eisenhower administration came up with a similar plan to build up the West German armed forces, the so-called "Nash-Commitment".

 
 
Von: 
Lucas Lebrenz

Der Lehrstuhl für Militärgeschichte / Kulturgeschichte der Gewalt am Historischen Institut der Universität Potsdam veranstaltete in Kooperation mit dem Beirat des Förderpreises für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte, dem Arbeitskreis Militärgeschichte (AKM), dem Arbeitskreis Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit (AMG) sowie dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) am 28. und 29. November an der Universität Potsdam ein Nachwuchskolloquium zur Militärgeschichte.

 
 
Umgangsweisen und kulturelle Deutungsmuster eines Zusammenhangs von der Antike bis zur Gegenwart

Die Fachtagung des AK Militärgeschichte e.V. (26.–29.9.2019) in Kooperation mit dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen untersuchte die Verbindung von Krieg und Krankheit und ihre Wandlungen vergleichend im zeitlichen Längsschnitt. Im Mittelpunkt standen dabei all jene als psychische und/oder physische Erkrankung etikettierte und verhandelte Phänomene, deren Auftreten von den Zeitgenossen mit dem Krieg in Verbindung gebracht wurden.

 
 
60. Internationale Tagung für Militärgeschichte (ITMG), Potsdam, 17. bis 19. September 2019
Von: 
Henning de Vries
Der Kommandeur des ZMSBw, Kapitän zur See Dr. Jörg Hillmann, begrüßt die Tagungsteilnehmer.

Mit dem Jahr 2019 jährt sich im November zum dreißigsten Mal der Fall der Mauer zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Gleichzeitig ist die Bundesrepublik 70 Jahre alt geworden, genauso wie es die Deutsche Demokratische Republik geworden wäre. Das vierzigste Jahr der Teilung und der Mauerfall prägten das Jahr 1989 und markierten das Ende einer historischen Episode, die ihren Ausgang am Ende des Zweiten Weltkrieges genommen hatte.

 
 
Internationale Tagung an der Universität Siegen vom 4.–5. Oktober 2019
Von: 
Hans Bergemann
Versehrte des Zweiten Weltkrieges (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fotothek_df_ps_0000014_Versehrte_des_2._Weltkrieges_(Beinamputierte)_mit_Unterar.jpg#/media/Datei:Fotothek_df_ps_0000014_Versehrte_des_2._Weltkrieges_(Beinamputierte)_mit_Unterar.jpg)

Am 4. und 5. Oktober 2019 fand an der Universität Siegen die Tagung „Kriegsversehrungen im 20. Jahrhundert in europäischer Perspektive“ statt. Die wissenschaftliche Leitung der Tagung hatten NOYAN DINÇKAL (Universität Siegen, Historisches Seminar) und SABINE SCHLEIERMACHER (Charité Berlin, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin).

 
 
Von: 
Christoph Nübel
Gruppenfoto; v.l.n.r: Sönke Neitzel (Vorsitzender Bewertungskommission), Christian Packheiser (1. Preis), Anette Lehnigk-Emden (Vizepräsidentin BAAINBw), Alina Enzensberger (3. Preis), Sven Petersen (2. Preis), Thosten Loch (1. Preis)
Am 28. November 2019 wurde zum zweiten Mal der Förderpreis für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte verliehen. Die Auszeichnung der Preisträger fand im Rahmen eines Nachwuchskolloquiums zur Militärgeschichte an der Universität Potsdam statt.
 
 
Nachruf
Von: 
Stig Förster
Sir Michael Howard (1922-2019)
Er war der bedeutendste Militärhistoriker seiner Zeit. Er revolutionierte nicht nur die britische Militärgeschichtsschreibung, sondern gewann international großes Ansehen und übte erheblichen Einfluss auf die Modernisierung der Disziplin in vielen Ländern aus, nicht zuletzt in den USA und in Deutschland. Ihm verdanken wir noch heute entscheidende methodische Denkanstöße, die geeignet waren, die Militärgeschichte aus dem verstaubten Ghetto militärimmanenter Betrachtungsweisen und reiner Schlachtenbeschreibung herauszuführen. Dass die heutige Militärgeschichte über den engen Kreis der Fachleute hinaus Interesse weckt und Beachtung findet, beruht ganz wesentlich auf seinem Werk.
 
 

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