Gesellschaft

Von: 
Christian Wenzel
Johannes Lepsius (1858-1926), um 1910. Bildnachweis: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johannes_Lepsius2.jpg?uselang=de

Johannes Lepsius ist als "Anwalt der Armenier" in die Geschichte des Völkermords an den Armeniern und des Ersten Weltkrieges eingegangen. So einhellig die Geschichtswissenschaft dabei die große Bedeutung Lepsius' bei der Dokumentation der Ereignisse hervorhebt, so wenig ist seine Haltung zu Armenien in den Jahren vor dem Völkermord bislang untersucht worden. Ein Blick auf Lepsius' Stellungsnahmen zu den innertürkischen Verhältnissen am Vorabend des Ersten Weltkrieges zeigt, wie vielschichtig die Gründe für sein Engagement waren.

 
 
Das historisch-kulturelle Langzeitprojekt "52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg"
Von: 
Christine Beil

Mobilmachungsaufruf und Liebesbriefe, Lebensmittelmarken, ein Eisernes Kreuz und eine Spielzeugkanone – alles Objekte aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, alle in direktem Bezug zu Esslingen am Neckar. In einem 52-monatigen Langzeitprojekt (der Dauer des Krieges entsprechend) bearbeiten Stadtmuseum und Stadtarchiv, unterstützt vom Kulturamt, die bislang unerforschte Kriegsgeschichte und kommunale Erinnerungskultur dieser württembergischen Kleinstadt.

 
 
Veteranenpolitik und Wohlfahrtsstaatlichkeit
Von: 
Birgit Schwelling
Cover Mittelweg36 Veteranenpolitik
Veteranengeschichte als Gesellschaftsgeschichte – mit dieser Formel ließe sich das ambitionierte Forschungsprogramm umreißen, das Klaas Voß (Hamburg) im einleitenden Beitrag des Themenhefts „Schwerter zu Pflugscharen – Veteranenpolitik und Wohlfahrtsstaatlichkeit“ der Zeitschrift Mittelweg 36 in programmatischer Absicht und mit Blick auf die zukünftige, thematisch einschlägige Forschung ausformuliert.
 
 

Erinnerungs- und Geschichtskultur mit dem Schwerpunkt Krieg und Religion; Transnationale Perspektiven auf Erinnerung sowie ihre praktische Umsetzungen; Mythenbildung; Sozialpsychologische Wirkmechanismen im historischen Kontext; Zwangsarbeit mit regionalgeschichtlichem Schwerpunkt; Digitalisierung in der Lehre.

Kolonialgeschichte; Kriegs- u. Militärgeschichte; Geschichtsdarstellungen in Literatur, Film u. Fernsehen; historische Zukunftsvorstellungen

Von: 
Christian Koller
Das Bild zeigt Charles Meyniers Vision des Einzugs Napoleons in Berlin 1806 (1810)
Die Zeit der napoleonischen „Fremdherrschaft" und der antinapoleonischen Kriege 1806 bis 1815 spielte in der politischen Erinnerungskultur Deutschlands bis mindestens zum Zweiten Weltkrieg eine zentrale Rolle. Dieser Artikel untersucht sinnstiftende Funktionen in memorialen Narrativen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
 
 

Militärgeschichte, Marinegeschichte, Heereskunde, Region/Nation Buildung, Vexillologie, Sportgeschichte

Selbstzeugnisse Königlich Sächsischer Offiziere 1914-1918
Von: 
Dirk Reitz
Schaar Cover

Die vorliegende Arbeit Sebastian Schaars wurde als Dissertationsschrift am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte an der Universität Leipzig bei Prof. Dr. Enno Bünz im Jahre 2010 vorgelegt. Sie erschien als Band 11 der bekannten MGFA/-ZMSBw-Reihe „Zeitalter der Weltkriege“.

 
 
Demobilization, Trauma and Postwar Readjustment in Late Stalinist Leningrad
Von: 
Robert Dale
Leningraders meet tghe first echelon with demoblized Red Army soldiers
In the summer of 1945 millions of demobilized Red Army soldiers began returning home after four long years of industrialized warfare. In the next three years over 300.000 veterans would return to Leningrad, a war-ravaged city with a particularly traumatic wartime experience. This paper explores an extreme case of the difficulties of demobilization, and the challenges of adapting to civilian life experienced by returning veterans. Despite the disorientating and destabilizing process of adjusting to peace, Leningrad’s veterans proved remarkably adaptable and resilient in the face of the many obstacles put in their way.
 
 
War, Loyalty, and Trauma in Ireland, 1914-1927
Von: 
Justin Dolan Stover
War poster. It shows Irish Parliamentary Party leader John Redmond. It refers to his speech at Woodenbridge, Co. Wexford, where he called for Irishmen to go "wherever the firing line extends" during the Great War. The speech was used by Irish nationalists as a recruiting cry, and by radical factions as proof that Ireland was simply a recruiting ground for the war effort.
This paper explores definitions and examples of loyalty and treason in Ireland during the Great War, Irish Revolution, and early Irish Free State period. Loyalty informed many seemingly divergent outlooks and actions in Ireland throughout this turbulent age, from collective enlistment in the British Armed forces to the perpetration of paramilitary violence within the Irish Republican Army. Further shifts in what was already a fluid nationalist loyalty standard produced a variety of traumas in Irish society, particularly amongst those who fell outside newly refined standards of republican loyalty. The individual and collective experiences of two distinct, yet connected groups - anti-Treaty Irish republicans and Irish veterans of the Great War - are explored here.
 
 

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