Aktuelle Beiträge

Neuerscheinungen zur Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges
Von: 
Christoph Nübel
Erzherzog Franz Ferdinand mit Frau in Sarajevo 1914 - Wikimedia
Christopher Clark, Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. (Aus dem Engl. von Norbert Juraschitz) München: Deutsche Verlags-Anstalt 2013. ISBN 9783421043597; 896 S.; € 39,99. Gerd Krumeich, Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch. Paderborn u.a.: Schöningh 2014. ISBN 9783506775924; 362 S.; € 34,90.
 
 
Von: 
Christian Westerhoff
Abb. 1: Kriegsfotograf im Schützengraben. Quelle: BfZ/WLB, WK1, Nr.131
Der Erste Weltkrieg war nicht nur der erste industrialisierte Krieg, sondern auch der erste weltumspannende Konflikt, der umfassend fotografisch dokumentiert wurde. Bereits während des Krieges begannen verschiedene Institutionen, Fotos aus dem Weltkrieg zu sammeln. Auch die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek (BfZ) sammelt seit ihrer Gründung als „Weltkriegsbücherei“ im Jahr 1915 Fotografien und andere Bilddokumente. Sie besitzt heute eine umfangreiche Fotosammlung zu beiden Weltkriegen sowie zur Marine und bildet insbesondere wegen der internationalen Provenienz ihrer Bildbestände eine wichtige Anlaufstelle für Forscher und Publizisten.
 
 
Von: 
Franziska Zaugg
Ein Bunker in der Nähe von Përrenjas an der albanisch-mazedonischen Grenze

Ursprünglich sollte dieser Reisebericht zu „militärhistorischen Erinnerungsorten Albaniens“ von den letzten Tagen deutscher Besatzung in Albanien erzählen, von den Rückzugskämpfen Richtung Bosnien und vom deutschen Soldatenfriedhof im grossen Stadtpark von Tirana. Zudem sollte er die Frage aufwerfen, ob ein solcher Friedhof gerechtfertigt sei. Erst als sich Albanien in den 1990er Jahren gegenüber Europa wieder zu öffnen begann, kam 1994 ein Kriegsgräberabkommen zwischen Deutschland und Albanien zustande.

 
 
1870-1871
Von: 
Inès Ben Slama
The War: French National Guards, Gardes Mobiles, Pompiers, and Volunteers  (source: Illustrated London News, 3.9.1870, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Franco-Prussian_War-_Illustrated_London_News,_September_3,_1870.PNG?uselang=de)
La guerre franco-prussienne de 1870 n’a pas eu le même impact sur tout le territoire français. Alors que le Nord-Est a été directement touché par les combats, les grandes villes du Sud sont restées à l’écart du front. La présente analyse tient compte de cet aspect, si souvent négligé dans l’historiographie de ce conflit, et se penche sur la perception de la guerre dans les régions méridionales de la France. Il est ainsi intéressant d’étudier la perception de la guerre et le rapport à la patrie des habitants des grandes villes du Sud.
 
 
Von: 
Flavio Eichmann
Landung bei Fort Royal 1794 - National Maritime Museum, Greenwich London
Am Ende des 18. Jahrhunderts erschütterten zahlreiche Aufstände von Sklaven, freien Farbigen, weißen Pflanzern und Kaufleuten die karibischen Kolonien Frankreichs. Im Schatten des großen Sklavenaufstandes von Saint-Domingue wurden auch die französischen Kolonien in den Kleinen Antillen, die îles du vent – Martinique, Guadeloupe und Ste.-Lucie – von den revolutionären Umwälzungen getroffen. Die vielschichtigen innergesellschaftlichen Konflikte innerhalb dieser Kolonien umfassten nicht nur divergierende Partikularinteressen lokaler Pflanzer und Kaufleute, sondern auch grundsätzliche Fragen, die sich in diesen auf Sklaverei beruhenden Plantagenökonomien durch die Französische Revolution ergaben.
 
 
Revolution und Pogrom im Elsass 1848
Von: 
Daniel Gerson
Pogrom von Durmenach 1848 (Cabinet des Estampes, Strasbourg)
Im Laufe der revolutionären Erhebungen im 19. Jahrhundert in Frankreich und Deutschland traten wiederholt nicht nur politische, sondern auch religiöse und soziale Konfliktlinien in aller Schärfe hervor. Dazu gehörte auch ein Aufflammen des Antisemitismus in beiden Ländern, der besonders im Umfeld der Revolution von 1848 im Elsass und im benachbarten Baden hervorbrach. Die vorliegende Untersuchung widmet sich dem Phänomen aus der Sicht der Betroffenen und legt damit eine Studie zu zeitgenössischen Gewalterfahrungen vor.
 
 
Von: 
Gundula Gahlen
Das Bild zeigt das Münchner Siegestor
Die Zeit des Deutschen Bundes, von 1815 bis zum Vorabend des Deutschen Krieges von 1866, stellte für Bayern nach den vorherigen zwölf Kriegsjahren eine weitgehende Friedensperiode dar. Die Wahrnehmungen und Deutungen dieser Friedens- wie auch der vergangenen Kriegszeit im bayerischen Offizierskorps sind Gegenstand dieses Beitrags. Zudem wird untersucht, welchen Stellenwert Kriegserfahrung als Attribut von Offizieren zur Zeit des Deutschen Bundes in Bayern hatte.
 
 
Mémoire de la campagne napoléonienne et expériences d’une guerre limitée
Von: 
Emmanuel Larroche
« Old Bumblehead the 18th trying on the Napoleon Boots –  or, Preparing for the Spanish Campaign » (George Cruikshank, 1823) (Source: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cruikshank_-_Old_Bumblehead.png?uselang=fr)
Entre avril et novembre 1823, la France de la Restauration intervient en Espagne pour mettre fin à l’expérience constitutionnelle du Trienio Liberal (1820-1823) et rétablir le roi Ferdinand VII en son pouvoir absolu. Cette campagne est menée peu de temps après la campagne de Napoléon Ier dans le même pays. La présente analyse se penche donc sur la signification et l’impact de la mémoire de la guerre napoléonienne sur la campagne de 1823.
 
 

Wir arbeiten weiter an der Verbesserung des Portals. Die Linkliste des Portals ist in den letzten Tagen in ein neues Format überführt worden, das sie wesentlich zugänglicher und pflegeleichter macht; u.a. wird künftig die Überprüfung auf veränderte oder tote Links automatisiert erfolgen. Auch gibt es neben der bisherigen Artikelübersicht (neu Artikelsuche), die komplexe Suchabfragen unterstützt, ein "klassisches" Inhaltsverzeichnis im Zeitschriftenformat, das nach Artikeltypen gegliedert ist und über eine Zeitabfrage auf jeden beliebigen Erscheinungszeitraum eingeschränkt werden kann.

 
 
Gemeinsame Tagung des Arbeitskreises Militärgeschichte (AKM), des Arbeitskreises für Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit (AMG) und des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt
Die Sprengung der Godesburg am 17.12.1583  (Ausschnitt), Inv. Nr. 0160-2012 © Bayerisches Armeemuseum

Töten und Sterben sind konstitutive Bestandteile des Krieges. Das gegenseitige Töten und die Toten bilden eine elementare Herausforderung kriegerischen Planens, Handelns und Denkens. Das eigene Sterben sowie das Töten des Gegners sind für alle am Krieg beteiligten Akteure zu jedem Zeitpunkt explizit oder implizit präsent. Die Geschichte des Krieges als Geschichte des Todes zu schreiben, führt ins Zentrum einer Militärgeschichte als Geschichte organisierter Gewalt.

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