Aktuelle Beiträge

Rede von François Hollande am 7. November 2013 in Paris

Die Grundzüge des offiziellen Gedenkens an den Beginn des Ersten Weltkrieges waren bereits 2012 unter Hollandes konservativem Vorgänger, Nicolas Sarkozy, entworfen worden. Hollande hat nun in seiner Rede neue Akzente mit Bezug auf die deutsch-französische Aussöhnung und das europäische Projekt gesetzt.

 
 
Die Bilder des „Anderen“ in Nationaler Volksarmee und Bundeswehr im Vergleich, 1949-1989 (Dissertationsprojekt)
Von: 
Klaus Schroeder
Dienstvorschriften von NVA und Bundeswehr
Die besondere geostrategische Konstellation an einer der direkten Konfrontationslinien des Kalten Krieges, die Angehörige einer geteilten Nation als Elemente gegnerischer Militärblöcke einander gegenübertreten ließ, ist Ausgangspunkt des Projektes. Sein Gegenstand ist ein historischer Vergleich der Feindbilder, die den Soldaten in der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee der DDR in ihrer Ausbildung bzw. in ihrem Dienstalltag vermittelt wurden.
 
 
Das Beispiel des Ersten Kreuzzugs. Ein Essay
Von: 
David Crispin
Krieg ist eines der zentralen Themen der mittelalterlichen Historiographie. Den zeitgenössischen Geschichtsschreibern war jedoch weniger an einer detailgenauen Schilderung der militärischen Realität gelegen, als daran, den Einfluss Gottes auf das irdische Geschehen zu demonstrieren. Die Probleme wie auch die Erkenntnismöglichkeiten, die sich durch die religiöse Prägung der Quellen ergeben, zeigen sich am Beispiel des Ersten Kreuzzugs besonders eindrücklich.
 
 
Prof. Dr. Stig Förster (1. Vors., Laudatio) und Lukas Grawe, M.A. (Preisträger)

Anlässlich der Jahrestagung 2013 des Arbeitskreises Militärgeschichte e. V. in München wurde am 11. Oktober 2013 zum achten Mal der Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte verliehen.

 
 
Von: 
Frank Usbeck
GI am Rechner
Die Kriege in Afghanistan und im Irak entwickelten sich zeitgleich zu einer neuen, interaktiven Form der Internetnutzung. US-Soldaten und ihre Verbündeten machten sehr schnell von den Möglichkeiten des Web 2.0 Gebrauch. Ihre Onlinekommunikation aus dem Einsatzgebiet bietet individuelle, subjektive, und meist von unteren und mittleren Diensträngen geschriebene Perspektiven auf die jüngsten Konflikte. Ihre Interaktion mit Lesern, seien es die Familie, Freunde oder interessierte Fremde, zeigt wie die amerikanische Gesellschaft als Ganzes ihre Kriege erlebt, debattiert, und versucht, diese Kriegserlebnisse zu verarbeiten. Dieser Diskurs verwebt Prozesse und Praktiken, die sowohl in der Psychologie als auch der Kulturanthropologie und den Sozial- und Geisteswissenschaften als Kernelemente von Persönlichkeitsentwicklung, Gemeinschaftsbildung und von Heilprozessen verstanden werden.
 
 
Zur Erinnerung an Johannes Steinhoff
Von: 
Heiner Möllers
General Johannes Steinhoff
Mit dem Namen Johannes Steinhoff verbinden an Militär und Militärgeschichte Interessierte vor allem ein vom Krieg gezeichnetes Gesicht. Es machte den General unverwechselbar. Daneben erinnern sich nicht wenige an den hochdekorierten Jagdflieger, der, mit Ritterkreuz nebst Eichenlaub und Schwertern ausgezeichnet, nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundeswehr eine beeindruckende Karriere machte. Dabei handelte es sich bei Johannes Steinhoff um einen herausragenden Vertreter der Bundeswehr mit hohem Ansehen im In- und Ausland.
 
 
Der Subsidienvertrag von 1786 über die Aufstellung des „Kapregiments“ zwischen Herzog Karl Eugen von Württemberg und der Niederländischen Ostindienkompanie
Von: 
Frederic Groß
Das Bild zeigt den Obersten Theobald von Hügel, ersten Kommandeur des Regiments

Die Verschickung des Kapregiments bildet in der gängigen Meinung nicht nur den Schluss-, sondern auch den Tiefpunkt des Soldatenhandels im Herzogtum Württemberg während des 18. Jahrhunderts. Die genauere Analyse der Bestimmungen dieses Subsidienvertrages zeigt aber, dass er weit weniger einzigartig war, als bisher angenommen.

 
 
Von: 
Stephan Theilig
Preussische Bosniaken 1760 - Knötel
Die heutigen Diskussionen über den Umgang mit Muslimen innerhalb der „deutschen Gesellschaft“ basieren allein auf der allgemein akzeptierten und in der Öffentlichkeit gängigen Annahme, dass Muslime erst mit den Arbeitsanwerbungen aus der Türkei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Bundesrepublik gekommen seien. Dagegen nähert sich die vorliegende kulturwissenschaftliche Untersuchung erstmals auch interdisziplinär dem Thema muslimischer (Zwangs-)Migranten in Brandenburg-Preußen bereits im ausgehenden 17. sowie im 18. Jahrhundert und belegt damit eine weitaus längere Tradition.
 
 
Jahrestagung 2013 des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V.

Die wissenschaftliche Diskussion verschiedener Ansätze der Militärtheorie wie "Abschreckung", "Neue Kriege" oder "Counter-Insurgency" erfolgte in den vergangenen Jahrzehnten vornehmlich in der Politikwissenschaft. Eine tiefere historiographische Auseinandersetzung mit diesem, eigentlich als Kernthema der Militärgeschichte zu verstehenden Gebiet fehlt bis heute. Grundgedanke dieser Tagung soll es daher sein, eine epochenübergreifende Beschäftigung mit Fragen der Militärtheorie zu suchen und damit die historische Dimension des Sujets wieder mehr zur Geltung zu bringen.

Die Einschätzungen der militärischen Stärke und Planungen Frankreichs und Russlands durch den deutschen Generalstab 1894-1914. (Dissertationsvorhaben)
Von: 
Lukas Grawe
Wilhelm II. und Generalstabschef Moltke d.J. im Manöver
Mit dem Auslaufen des deutsch-russischen Rückversicherungsvertrages und dem 1894 in Kraft getretenen russisch-französischen Bündnis begann für das Deutsche Reich die Zeit einer realen Zweifronten-Kriegsgefahr. Der Eintritt des Deutschen Reichs in die „Weltpolitik“ führte ab 1900 zu wachsenden internationalen Spannungen. Seit der Ersten Marokkokrise 1905/06 stand Europa mehrfach am Rande eines Krieges. Aus diesem Grund war die militärische Führung auf genaue Informationen über die potenziellen Gegner angewiesen, um auf die neuesten militärischen und politischen Entwicklungen reagieren und die eigene militärische Planung darauf abstimmen zu können. Das Dissertationsvorhaben untersucht die Grundlagen, Entwicklungen und Bedeutungen der militärischen Einschätzungen Frankreichs und Russlands durch den deutschen Generalstab von 1894 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs.
 
 

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