Aktuelle Beiträge

Von: 
Marco Dräger
"Die Kirschen der Freiheit" am so genannten Göttinger Amtshaus in Nahaufnahme (Foto: Marco Dräger)

Die nationalsozialistische Militärjustiz ist noch immer ein aktuelles Forschungsthema, ihre Aufarbeitung, die Auseinandersetzung mit ihr und die Erinnerung an sie sind auch in den Medien präsent. Die öffentlichen Thematisierungen reichen von Susanna Filbinger-Riggerts (auto-)biographischem Werk " Kein weißes Blatt" über die Wander-ausstellung "Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht" bis hin zum aktuellen Beschluss des Hamburger Senats, ein Denkmal für die Opfer der Wehrmachtjustiz errichten zu lassen.

 
 
Geschichte und Memoria der Kosaken auf dem Balkan im Zweiten Weltkrieg
Von: 
Christian Koller
Kosaken in der Wehrmacht
Der vor 70 Jahren begonnene Einsatz von Kosaken-Einheiten unter deutschem Kommando auf dem Balkan führt bis heute zu geschichts- und erinnerungspolitischen Debatten und lässt zugleich kaleidoskopartig die Rollen der unterschiedlichen Akteure auf dem jugoslawischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs Revue passieren. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über Vorbedingungen und Charakteristika des Balkan-Einsatzes von Kosaken-Einheiten in deutschen Diensten sowie die damit verknüpfte Erinnerungskultur in verschiedenen Teilen Europas.
 
 
Von: 
Christian Huber
Jack Onkelbach in der Rolle von Jan van Werth

Der Begriff Militär – eine Chimäre des 19. Jahrhunderts, ein Staatsmythos? Die Identifikation mit dieser Begrifflichkeit generierte in den letzten beiden Jahrhunderten fast unweigerlich eine Vorstellungswelt, die an Siege oder Niederlagen des Militärs anknüpft. Hierbei versucht die new military history, durch mediale Bildgewalt entstandene Narrative mit Hilfe verschiedenster Quellenbestände zu entflechten.

 
 
Von: 
Anne Albers
Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

Unweit der Spree im idyllischen Treptower Park liegt das sowjetische Ehrenmal, das Erinnerungsort und Friedhof für über 7000 sowjetische Soldaten ist.

 
 
Interview mit Christian Westerhoff
Seit dem 1. März 2013 ist Dr. Christian Westerhoff der neue Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart. Im Interview mit dem Portal Militärgeschichte stellt er sich vor.
 
 
Von: 
Christian Koller
Der Erste Weltkrieg hatte als globalhistorisches Ereignis direkte und indirekte Rückwirkungen auf verschiedene Regionen Afrikas. In Westafrika waren es insbesondere die französischen Rekrutierungen, die zu sozialen und politischen Erschütterungen führten. Es lässt sich dabei eine Vielzahl individueller und kollektiver Widerstandsformen erkennen, die sich teilweise direkt gegen die Rekrutierungen richteten, teilweise aber auf einen mittelfristigen Wandel der kolonialen Herrschaftsverhältnisse abzielten.
 
 
Von: 
Christian Senne
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges brachte für das Deutsche Kaiserreich somit die ultimative Bewährungsprobe, den Status der Welt- und Seemacht zu verteidigen. Die Chancen dieses Ziel auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz zu erreichen, standen nach dem Kriegseintritt Japans am 23. August 1914 und der folgerichtigen Eroberung Kiautschous durch japanische Truppen am 7. November 1914 denkbar schlecht. Der Führer des Ostasiengeschwaders Vizeadmiral Maximilian von Spee entschloss sich in dieser Situation, mit seinem Verband den Pazifik zu überqueren, Südamerika anzulaufen und schließlich den Durchbruch in den Atlantik zu versuchen, um nach Deutschland zu entkommen. Auf diesem Weg gelang es ihm zwar am 1. November 1914 bei Coronel einen Sieg über ein britisches Kreuzergeschwader zu erringen, aber bei den Falklandinseln wurde sein Geschwader am 8. Dezember 1914 von überlegenen britischen Schlachtkreuzern gestellt und versenkt.
 
 
Von: 
Julian Meck
Heimkehr des Freiwilligen aus den Befreiungskriegen zu den nach alter Sitte lebenden Seinen (Moritz Daniel Oppenheim, 1833/34)
Mit großer Begeisterung wurde der Ruf Friedrich Wilhelms III., sich gegen die napoleonische Besatzungsmacht zu erheben, in der preußischen Bevölkerung aufgenommen. Viele Preußen schlossen sich zu Freikorps zusammen oder meldeten sich freiwillig zum Dienst in der Armee. Besonders unter den preußischen Juden war die Euphorie groß. Erst ein Jahr zuvor hatte Staatskanzler Karl August von Hardenberg den Rechtsstatus der Juden an den der christlichen Mehrheit durch das Edikt vom 11. März 1812 angeglichen. Zwar wurde der Militärdienst noch ausgeklammert, jedoch tat dies dem aufflammenden jüdischen Patriotismus und Kampfeswillen keinen Abbruch. Der Militärdienst der jüdischen Bevölkerung war stets Gegenstand der Auseinandersetzung zwischen den Gegnern und Befürwortern einer jüdischen Emanzipation gewesen.
 
 
Analogies and Continuities
Von: 
Martin Böhm
Das Bild zeigt eine Vickers Vernon im Irak, um 1921.
Der Einsatz der Royal Air Force im Irak ist eine Randerscheinung in der Luftkriegshistoriographie, wohingegen der Bombenkrieg gegen das Dritte Reich als nahezu ausgeforscht gelten kann. Während sich die Rahmenbedingungen und der Ressourceneinsatz zwischen beiden Phänomenen unterschieden, weisen Schlüsselpersonen und Denkmuster eine hohe Kontinuität auf. Der strategische Bombenkrieg gegen Deutschland war die Fortsetzung des Air Policing im Irak mit umfangreicheren Mitteln.
 
 
Von: 
Manuel Fleischer
Auf Grundlage der Bachelorarbeit „Die Wechselwirkung zwischen dem 10. Königlich-Sächsischen Infanterieregiment Nr. 134 und der Stadt Plauen (i. V.)“ wird sich die nun anschließende Masterarbeit auf Plauen (i.V.) als Garnisonsstadt in den Jahren 1914 bis 1918 konzentrieren. Dies betrifft nicht nur das in der Stadt ansässige Infanterieregiment Nr. 134, sondern auch die angeschlossenen Teilverbände, wie z.B. Landwehr und Landsturm, und deren Einfluss auf die Stadt und ihre Bevölkerung.
 
 

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