Preußen

Der Mythos des Partisanen
Von: 
Martin Rink
Das Bild zeigt das Konterfei Schills
Wenn es einen Archetypen des "deutschen Partisanen" gibt, dann Ferdinand von Schill. Im preußischen Katastrophenwinter 1806/07 trat er mit der Bildung eines Freikorps hervor und avancierte rasch zum Publikumsliebling. 1809 desertierte er mit seinem gesamten Regiment, um die Bevölkerung für einen Volksaufstand zum Kampf gegen Napoleon anzustacheln. Einen Monat später scheiterte er, verlor sein Leben - und avancierte zum Helden. Mit Schill verbanden sich fortan nationale Mythen. Fortan wurde er von verschiedenen Gruppen verehrt. In der Tat: Schill blieb schillernd.
 
 

Deutsche Marine- und Kolonialgeschichte; Erster Weltkrieg; Militärgeschichte des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg; Militärgeschichte des Königreichs Hannover

Heerwesen und Kriegsführung im späten Mittelalter
Amerikanischer Bürgerkrieg
Husstitenkriege
Entwicklung von Waffen und Heerestechnik vom 10. bis 19. Jahrhundert
Strategie und Taktik von Schlachten

Internationale Geschichte seit dem späten 18. Jahrhundert; Preußische, Deutsche und Britische Geschichte; Militär- und Marinegeschichte; Koalitionskriegführung in der Geschichte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert; Geschichte des deutsch-britischen Adels und seiner Vernetzung; Mediengeschichte und die Geschichte politischer Räume; Ideen- Geistes und Ideologiegeschichte (Sozialdarwinismus, Konservativismus, Liberaler Imperialismus) im langen 19. und kurzen 20. Jahrhundert; Ideen- und Kulturgeschichte des Kalten Krieges

Geschichte der Militärwissenschaften und Kriegstheorie, Geschichte der Militärgeschichtsschreibung, Kriegführung im 18. Jahrhundert, Festungswesen und Belagerungskrieg, Offizierbildung, Militär und Aufklärung, Militärgeschichte im Museum, Fahnen- und Uniformenkunde, Kulturgeschichte des Militärs

Sicherheitspolitik in der Administration der preußischen Rheinlande
Strategie (Marinestrategie, Landstrategie)
Militärischer Widerstand im Dritten Reich
Gewalt als Implementationsmethode für Politik
Gewalt als Mittel der Konfliktbearbeitung
Theoretische Konzeptionen zu Konflikt, Gewalt, Krieg, Sicherheit
Digital Humanities in der Militärgeschichte
"Neue Kriege"

politische Ideengeschichte und Kulturgeschichte, besonders zu Nationalismus und zivil-militärischen Beziehungen; Militärgeschichte; Geopolitik; Europaideen

Vor 150 Jahren wollte König Wilhelm I. von Preußen zurücktreten. War der moderne preußisch-deutsche Militarismus vermeidbar?
Von: 
Dierk Walter
Kronprinz Friedrich Wilhelm von Heinrich von Angeli (1874)

Der preußische Verfassungskonflikt im September 1862: Das preußische Parlament weigerte sich standhaft, den Militärhaushalt ohne wenigstens symbolische Zugeständnisse der Regierung zu verabschieden. Für Wilhelm I., den zweiten preußischen Soldatenkönig, war diese Weigerung Landesverrat. Die Regierung fühlte sich an die Verfassung gebunden; Militärs hingegen rieten zum Staatsstreich. Am 22. September 1862 traf der preußische Gesandte Bismarck, zurückberufen aus Paris, in Schloss Babelsberg ein. Wilhelm I. empfing ihn mit einer unterschriftsreifen Abdankungsurkunde in der Hand.

 
 

 

Kriegs- und Militärgeschichte Deutschlands und Frankreichs im 19. und 20. Jahrhundert, Regimentsgeschichte, Adels- und Elitengeschichte

Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte, internationale Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens und der Bundesrepublik, Neoliberalismus,Globalisierung

Historische Sicherheitsforschung; Geschichte des Wohnens und städtischer Infrastrukturen; Historische Semantik, Diskursgeschichte, Erfahrungsgeschichte

Geschichte des Kalten Krieges, Militärgeschichte der Neuzeit, Militärsoziologie, Militär und Gesellschaft im geteilten Deutschland, Militärische Besatzung und Truppenstationierung im Kalten Krieg, Kasernierte Vergesellschaftung und militärische Subkultur, Militärkultur, Kriegsbilder im Wandel

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