Mischa Bose
Tagungsbericht
Veröffentlicht am: 
29. Januar 2024
DOI: 
https://doi.org/10.15500/akm.29.01.2024

Die 62. Internationale Tagung für Militärgeschichte (ITMG), welche in diesem Jahr vom 12. bis zum 14. September in Dresden stattfand, fragte nach dem Wandel, der Beständigkeit und der Entstehung der Gewalt. Diese sollte in all ihren Facetten im Krieg, Frieden und den schwer abzugrenzenden Übergangszonen, für welche sich im Laufe der Tagung das Kofferwort Frieg durchsetzte, erfasst werden.

Nach einigen einführenden Worten von SVEN LANGE und ALARIC SEARLE (beide Potsdam) leitete FRANK REICHHERZER (Potsdam) thematisch mit dem Hinweis ein, dass „Gewalt“ ein unscharfer Begriff sei, dies ihn aber gerade besonders produktiv mache, um im jeweiligen Kontext und Sinngebung untersucht zu werden. Die Militärgeschichte könne an die Trends der Gewaltforschung anknüpfen, denn Militär „dürfe“ Gewalt. Somit sei Gewalt im Militär gebündelt, was einen Erkenntnisgewinn verspreche. Zeit sei konstitutiv für Gewalt, weshalb man sich ihr in den kommenden Tagen über die Zeitfiguren Transformation, Persistenz und Emergenz nähern wolle.

Während sich alle nachfolgenden Sektionen auf das 19. und 20. Jahrhundert konzentrierten, lenkten die Vorträge der ersten Sektion von FRANZISKA QUAAS (Hamburg), MARIA PIESCHACON-RAFFAEL (München) und ANKE FISCHER-KATTNER (München) die Aufmerksamkeit auf den Belagerungskrieg vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Quaas betonte, Zeit habe im Rahmen von Belagerungen großen Einfluss auf die Anwendung von Gewalt gehabt. Zeit sei als Waffe eingesetzt worden, wie beispielsweise beim Aushungern; wobei besonders hoher Zeitdruck zu drastischerer Gewalt geführt habe. Pischacon-Raffael verglich zwei Belagerungen von Rouen im Hundertjährigen Krieg. Im Zuge der ersten Belagerung 1418/19 durch die Engländer sei physische Gewalt prägend gewesen. Bei der zweiten Belagerung durch die Franzosen der nun durch die Engländer verteidigten Stadt im Jahr 1449 sei besonders die Befehlsgewalt herauszustellen, da die Einwohner Rouens gegen die Engländer revoltierten und die Belagerer in die Stadt ließen. Fischer-Kattner, die die Belagerung der Festung Philippsburg zur Zeit der Kabinettskriege als Beispiel anführte, betonte, dass diese entgegen dem „gezähmten“ Anschein nicht weniger gewaltsam gewesen seien. Dies habe sich an der hohen Zahl der Opfer der Belagerung gezeigt, wie auch im harten Vorgehen gegen Deserteure.

Es schloss sich das Format Authors meet critics mit ALEX KAY (Potsdam) und JOHANNES GROßMANN (Tübingen) an, in dessen Rahmen beide über ihre kürzlich vorgelegten Arbeiten zur Gewaltgeschichte des Nationalsozialismus beziehungsweise des Zweiten Weltkrieges sprachen. Gemeinsam hätten hier die meisten Gewaltakteure einen Erfahrungshintergrund im Ersten Weltkrieg, einen Bezug zur Ideologie sowie deren Verknüpfung mit althergebrachten Stereotypen. Sie betonten, dass insbesondere Grenzregionen beachtenswert seien, da diese überdurchschnittlich viele Täter hervorgebracht hätten. Aus Sicht des NS-Staates seien die großen Opfergruppen als Bedrohung der Kriegsanstrengungen betrachtet worden, entsprechend hätten sich NS-Täter meist für die radikalste Option entschieden.

Einen eindrucksvollen Abschluss fand der erste Veranstaltungstag mit einem Abendvortrag des Fotojournalisten TILL MAYER (Bamberg), der den Kriegsalltag in der Ukraine durch seine Fotografien eindringlich dokumentierte. Die drastischen Bilder unterstrichen seinen Appell, dass man nicht dem Trugschluss erliegen dürfe, mit der sinkenden Medienaufmerksamkeit nehme die Intensität des Krieges ab.

Den folgenden Tag leitete die dritte Sektion ein, welche sich Dynamiken, Räumen und Übergängen militärischer Gewalt widmete. STEFAN MALTHANER (Hamburg) merkte eingangs an, dass Gewalt in ihrer rationalen Form als „normal“ gelte, nicht-rationale Gewalt hingegen pathologisiert werde. Gewalt im Krieg sei jedoch nie ein reines Mittel zum Zweck, sondern habe selbst politische Bedeutung und entfalte eine eigene Dynamik. In bestimmten Fällen könne von emotionaler Gewaltanwendung gesprochen werden, zum Beispiel im kollektiven Rausch von Massentötungen. FRANZISKA EXELER (Berlin) bot einen Einblick in Gewaltdynamiken zur Zeit der deutschen Besatzung der westlichen Sowjetunion 1941–45. Für die Zivilbevölkerung habe sich die Lage als „impossible choice“ dargestellt, denn bei Erfüllung von Forderungen der Partisanen habe sie sich der Bestrafung durch die Besatzer ausgesetzt – und vice versa. Das Potential für Gewalt sei in jenen Gebieten am höchsten gewesen, in denen die Kontrolle umstritten gewesen sei (twilight zones). ARVID SCHORS (Köln) beleuchtete schließlich die Rolle deutschsprachiger Emigranten als alliierte Soldaten. Diese seien in kurzer Zeit von Opfern zu Siegern (lucky victims) und aufgrund ihrer Sprachkenntnisse zu gefragten Akteuren der alliierten Besatzungsverwaltung geworden. Das Verhältnis zwischen deutscher Bevölkerung und den Emigranten habe sich umgekehrt und sie seien in die Lage versetzt worden, ihrerseits Macht auszuüben.

Die nächste Sektion rückte die Frage in den Mittelpunkt, welche Bedeutung Militär und Krieg als Genderproduzenten haben. KAREN HAGEMANN (Chapel Hill, NC), CLAUDIA KEMPER (Münster) und KERSTIN BISCHL (Wien) stellten dazu zunächst theoretische und methodische Überlegungen vor. Hagemann unterstrich zu Beginn, dass Gender eine unverzichtbare Analysekategorie auch für Militär, Krieg und Gewalt sei, da diese eindeutig formativ prägend für alle sozialen Zusammenhänge überhaupt wirke. Verletzungsmacht sei meist männlich konnotiert, Verletzungsoffenheit hingegen weiblich. Tatsächlich gebe es jedoch oft Überschreitungen dieser Rollenmuster in Form beispielsweise von Partisaninnen oder Deserteuren, diese würden aber durch kulturelle Praktiken bald wieder eingehegt. Daran zeige sich deutlich, dass Krieg ein Genderproduzent sei. Kemper wandte sich der Rolle der sexuellen Gewalt in Krieg und Frieden zu. Sie merkte an, diese werde im Krieg gemeinhin als politisch, im Frieden jedoch als Privatsache angesehen. Sie sei dabei als Ordnungspraktik zur Zementierung hierarchischer Geschlechterverhältnisse anzusehen. Daher dürfe keine getrennte Betrachtung von geschlechtsspezifischer Gewalt in Krieg und Frieden erfolgen, denn die Täter seien oft dieselben. Bischl zufolge sei diese Gewalt ein Ausdruck übersteigerter Männlichkeit. In kollabierenden sozialen Strukturen seien (Männer )Gemeinschaftserlebnisse wichtig, welche sich oft im Sprechen über und Ausüben von sexueller Gewalt manifestierten.

Eine Reihe von Fallbeispielen zu geschlechtsspezifischer militärischer Gewalt beleuchteten die fünfte Sektion. Hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Gewalt in den Streitkräften Österreich-Ungarns nahm DANIEL GUNZ (Wien) insbesondere die Rolle der Hierarchie in den Blick. Physische Gewalt sei äußerst selten vorgekommen, dafür Geldleistungen oder Dienstnachsichten als Anreiz zur Einwilligung in sexuelle Handlungen mit Vorgesetzten. Höhere Ränge hätten sich dabei allerdings dem Risiko der Erpressung ausgesetzt. OLENA PETRENKO (Bochum) widmete sich dem bewaffneten Gewalthandeln von Frauen in nationalistischen ukrainischen Untergrundorganisationen in den 1930er- bis 1950er-Jahren. Frauen im ukrainischen Untergrund seien von der sowjetischen Propaganda als Opfer und Objekte dargestellt worden, obwohl sie spätestens ab 1942 in allen Bereichen der betreffenden Organisationen, einschließlich der bewaffneten Sicherheitsdienste, eingesetzt worden seien. Abgeschlossen wurde diese Vortragssektion durch einen Vortrag von ANNE-LAURE BRIATTE (Paris) zu Gewalterfahrungen von weiblichen Vergewaltigungsopfern in Baden am Ende des Zweiten Weltkrieges sowie danach. Gewalt habe sich in drei Stadien in unterschiedlicher Form gezeigt: Im Krieg als physische Vergewaltigung, nach dem Krieg als „victim blaming“ durch katholische Pfarrer sowie in den 1950er-Jahren als indirekte Gewalt im behördlichen Kontext, wo die Frauen sich für ihre Vergewaltigungserfahrungen hätten rechtfertigen müssen. Entsprechend habe sich die Natur der Gewalt im Laufe der Zeit verändert: Physische Gewalt im Krieg sei zu institutioneller und psychischer Gewalt transformiert worden.

Abgerundet wurde der zweite Veranstaltungstag durch ein besonderes Format, das Knowledge Café. Zu acht verschiedenen Analysekategorien im Spannungsfeld Gewalt – Militär – Zeit standen Expertinnen und Experten zur Diskussion mit allen Tagungsteilnehmenden bereit. Daraus ergaben sich abwechslungsreiche Gespräche zu vielen Themen.

Von einem zum Motto-Tier, dem Chamäleon, passenden Vortrag wurde die sechste Sektion und mit ihr der letzte Tag zur militärischen Gewalt in Grauzonen eingeleitet: JAN-MARTIN ZOLLITSCH (Berlin) thematisierte das Phänomen der Franktireurs im Deutsch-Französischen Krieg 1870–71, welches fast ausschließlich von retrospektiven Formatierungen geprägt und mithin ebenso schwer zu fassen sei wie das Reptil. Er plädierte für einen emotionshistorischen Ansatz, da die Angst der deutschen Soldaten vor dem obskuren Feind in den Quellen deutlich werde. Diese stelle einen Konnex zu exzessiver Gewalt in einem Krieg dar, der von entgrenzter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung geprägt gewesen sei. PIERRE KÖCKERT (Potsdam) lenkte den Blick auf Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg. In der Literatur dominiere das Bild der Reichswehr als einer marodierenden Soldateska, was allerdings einseitig sei. Als Beispiel für die Vermeidung physischer Gewalt führte Köckert den Räteputsch in Zittau 1920 an, der bereits durch Drohgebärden beendet worden sei. Dabei handle es sich um eine niedrigschwellige Form militärischer Gewalt, deren Anwendung in der Forschung größere Aufmerksamkeit finden solle. Den Schlusspunkt des Panels setzte GRISCHA SUTTERER (Eichstätt), welcher sich dem Komplex privater Militärfirmen in der ehemaligen britischen imperialen Einflusssphäre widmete. Private Military Companies hätten bereits seit den 1960er-Jahren im Rahmen der Dekolonisierungskriege expandiert, wie Sutterer betonte. Besonders eine Reihe neu entstandener Nationalstaaten habe sich gern dieses Instruments bedient. In dieser Hinsicht sei das Phänomen mit der Veränderung von Staatlichkeit verknüpft, da nicht Entstaatlichung, sondern gerade die Entstehung neuer unabhängiger Staaten den Aufstieg privater militärischer Akteure begünstigt habe.

Dem Umstand, dass die Geschichtswissenschaft sich nicht auf interne Fachdebatten beschränken darf, sondern auch auf deren Vermittlung in die Gesellschaft angewiesen ist, wurde durch die Schwerpunktsetzung der letzten Sektion der diesjährigen ITMG Rechnung getragen: Objekte, Museen und Sammlungen als Wissensspeicher militärischer Gewalt. GERHARD BAUER (Dresden) unterstrich anhand verschiedener Exponate des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr (MHMBw): Uniformen oder Rüstungen seien nicht rein funktional, sondern vielmehr Projektionsflächen für verschiedene Zwecke, zum Beispiel der Demonstration von Gewaltbereitschaft oder Todesverachtung. In diesem Sinne könnten sie „gelesen“ werden, sie seien gewissermaßen Chiffren der Gewaltsamkeit. THOMAS EDELMANN (Wien) stellte Überlegungen zur anstehenden Neuausrichtung des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien vor, welche nach starker Kritik an der bisherigen Konzeption notwendig geworden war. Bislang seien kulturgeschichtliche Ansätze und Kontextualisierungen der mit Gewalt verknüpften Objekte kaum sichtbar. Jene zeitgemäßen Einordnungen und Perspektiven sollten in Zukunft stärker in den Vordergrund gerückt werden. Den über 100 Ausstellungen, welche von Dienststellen der Bundeswehr in der gesamten Republik unterhalten werden, widmeten sich schließlich LEONIE HIECK und CHRISTOPHER OESTEREICH (beide Potsdam). Sie wiesen insbesondere darauf hin, dass Gewaltwissen durch die Einbindung Einsatz- oder gefechtserfahrener Soldatinnen und Soldaten gerade hier konkret und personalisiert vermittelt werden könne.

Die sehr diversen Vorträge der Tagung machten eines deutlich: die Gewalt gibt es nicht. Gewalt ist manchmal subtil, manchmal offenkundig, und damit wandelbar wie ein Chamäleon. Besonders Zeitlichkeit erwies sich für das Thema als förderlich, da der Blick auf Wirkungsketten und Grauzonen wie den Frieg geschärft werden konnte.

 

Tagungsprogramm

Dienstag, 12.09.2023

12:00-12:10 Begrüßung SVEN LANGE, Potsdam

12:10 - 13:00 Einführung und Grundlagen

Militärgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt. Neue Wege der Forschung (ALARIC SEARLE, Potsdam)

Die Zeit der Gewalt (FRANK REICHHERZER, Potsdam)

13:00 - 15:00 Sektion I: Gewalt(en) im Belagerungskrieg vom Mittelalter bis in die Neuzeit – Transepochale Betrachtungen

Sektionsleitung: ROBERT RIEMER, Potsdam

Von der Zermürbung bis zum Exzess. Zur Bedeutung des Faktors „Zeit“ für die Ausübung verschiedener Arten von Gewaltpraktiken in früh- und hochmittelalterlichen Belagerungen (FRANZISKA QUAAS, Hamburg)

"For Hunger brekythe the Stone Walle”. Rouen unter mehrfacher Belagerung im Hundertjährigen Krieg 1418-19/1449 (MARIA PIESCHACON-RAFFAEL, München)

 Gezähmte Gewalt(en)? Die Belagerung der Festung Philippsburg 1734 im „Kabinettskrieg“ der Aufklärungsära (ANKE FISCHER-KATTNER, München)

15:30 - 17:00 Sektion II: Authors meet critics Moderation und Diskussion: FRANK REICHHERZER, Potsdam

Buch 1: Zwischen Fronten. Die deutschfranzösische Grenzregion und der Weg in den Zweiten Weltkrieg von JOHANNES GROßMANN, Tübingen

Buch 2: Empire of Destruction: A History of Nazi Mass Killing (deutschsprachige Übersetzung: Das Reich der Vernichtung. Eine Gesamtgeschichte des nationalsozialistischen Massenmordens) von ALEX KAY, Potsdam

18:30 – 19:30 Abendveranstaltung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden (MHMBw)

Diskussion: CORNELIA GROSSE, Potsdam

Menschen im Krieg – Der lange Kampf der Ukraine um Unabhängigkeit und Freiheit (TILL MAYER, (Foto-)Journalist, Bamberg)

Mittwoch, 13.09.2023

08:30 – 10:30 Sektion III: Dynamiken, Räume und Übergänge militärischer Gewalt

Sektionsleitung: KERRIN LANGER, Potsdam

Krieg als politische Gewalt (STEFAN MALTHANER, Hamburg)

Gewaltdynamiken, deutsche Besatzung, Partisanen und die Zivilbevölkerungen in der westlichen Sowjetunion, 1941-1945 (FRANZISKA EXELER, Berlin)

Temporale Umbrüche. Die Rolle deutschsprachiger Emigranten als alliierte Soldaten zwischen Zweitem Weltkrieg und Besatzung (ARVID SCHORS, Köln)

11:00 – 13:00 Sektion IV: Geschlechtsspezifische militärische Gewalt als Kontinuum: Theoretische und methodische Reflektionen

Sektionsleitung: ISABELLE DEFLERS, München

Militär, Gewalt und Geschlechterordnung. Umstrittene Geschlechtergrenzen (KAREN HAGEMANN, Chapel Hill, NC)

Immer die gleiche Gewalt?! Geschlechtsspezifische Gewalt in Krieg und Frieden (CLAUDIA KEMPER, Münster)

Radikalisierte Männlichkeit. Vom Kriegsalltag zur sexuellen Gewalt (KERSTIN BISCHL, Berlin)

14:30 – 16:30 Sektion V: Geschlecht und militärische Gewaltsamkeiten: Historische Fallbeispiele

Sektionsleitung: FRIEDERIKE HARTUNG, Potsdam

Hierarchie und Machtmissbrauch. Sexuelle Gewalt unter Männern in den Streitkräften der Habsburgermonarchie, 1897-1918 (DANIEL GUNZ, Wien)

Bewaffnetes Gewalthandeln von Partisaninnen im ukrainischen nationalistischen Untergrund in den 1930er bis 1950er-Jahren (OLENA PETRENKO, Bochum)

Sexuelle Gewalt während der militärischen Eroberung und der Besatzung Deutschlands: Persistenzen und Transformationen in den Gewalterfahrungen von Vergewaltigungsopfern, 1945-1955 (ANNE-LAURE BRIATTE, Paris)

17:00 – 18:30 Knowledge Café

Militär, Gewalt und Zeitlichkeit:

Kampf, Planung, Organisation, Recht, Technik, Theorie oder Wissen und Gedächtnis

Donnerstag, 14.09.2023

08:30 – 10:30 Sektion VI: Zur Zeitlichkeit militärischer Gewalt in Grauzonen

Sektionsleitung: JÉRONIMO BARBIN, Potsdam

Die Emergenz des Franktireurs im „kleinen Krieg“ 1870/71 (JAN-MARTIN ZOLLITSCH, Berlin)

„Whitehall´s Secret Army?“ Private Military Compa-nies während der Dekolonisierung (GRISCHA SUTTERER, Eichstätt)

Die Reichswehr kann auch anders? „Show of Force“ im sächsischen Zittau 1920 (PIERRE KÖCKERT, Potsdam)

11:00 – 13:00 Sektion VII: Wissensspeicher militärischer Gewalt: Objekte, Museen, Sammlungen

Sektionsleitung: MICHAEL GUTZEIT, Potsdam

„Fürchtet Euch!“. Gewaltchiffren militärischer Bekleidung und Bewaffnung (GERHARD BAUER, Dresden)

Gewalt (aus)stellen im Heeresgeschichtlichen Museum Wien. Dekonstruktion auratisierender Präsentationsweisen und bedeutungskonstituierender Geschichtsdarstellungen durch mit Gewalt verknüpfte Objekte. Ein historisch-museologischer Überblick (THOMAS EDELMANN, Wien)

Erfahrung sammeln. Gewaltwissen und (Re-)Präsentationen von Gewalt im Sammlungswesen der Bundeswehr (CHRISTOPHER OESTEREICH und LEONIE HIECK, Potsdam)

13:00 – 13:30 Fazit und Abschlussdiskussion

 

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut durch Alexander Reineke und Daniel R. Bonenkamp.

Zitierempfehlung: Mischa Bose, Tagungsbericht ITMG 2023, in: Portal Militärgeschichte, 29. Januar 2024, DOI: https://doi.org/10.15500/akm.29.01.2024.

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