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Das Ende der Schlacht bei Kursk

Die sowjetische Sommeroffensive auf Charkow im August 1943 und die Kampfstärke der beteiligten sowjetischen Armeen
Von: 
Valerij N. Zamulin; Viktor V. Zamulin
DOI: 
10.15500/akm.23.07.2018
Sowjetische Pioniere überprüfen das Gebiet, das die deutschen Truppen nach dem Scheitern der Operation Zitadelle hinterlassen haben. Die Verteidigungslinie der Woronescher Front. Richtung Belgorod. August 1943 (Russisches Staatsarchiv Film dokumentarische Fotografien (nachfolgend RGAKFD))

Der Artikel stützt sich auf Dokumente aus dem Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (ZAMO) und dem Nationalarchiv der USA (NARA). Er untersucht die Stärke der beiden beteiligten Fronten1, die Anzahl der Schützendivisionen und gepanzerten Verbände sowie die Kriegstechnik, die den unterstellten Armeen zur Verfügung standen. Dabei widmen sich die Autoren zugleich den Problemen, vor die sich die sowjetische Führung gestellt sah, als sie die Truppen mit Soldaten und Kriegstechnik ausstattete. Zudem gehen sie darauf ein, welche Auswirkungen diese Probleme zu Beginn der Offensive auf den Verlauf der Kämpfe hatten.

 

Forschungsstand

Bei der Erforschung militärischer Operationen gehören detaillierte Angaben über die Kampfstärke der teilnehmenden Truppen zu den wichtigsten Informationen, um das Wesen der Kämpfe, ihren Verlauf und ihre Ergebnisse beurteilen zu können. Wenn solche fehlen, ist es unmöglich, von einer tiefen und umfassenden Analyse zu sprechen. Obwohl 75 Jahre seit der siegreichen Beendigung des Großen Vaterländischen Krieges durch das sowjetische Volk vergangen sind, ist es leider noch immer nicht möglich, für eine Reihe großer Operationen zuverlässige Informationen über die Kampfstärke der Roten Armee zu finden. Dies gilt auch für die Offensive der Woronescher Front und der Steppenfront im August 1943 in Richtung Belgorod-Charkow.

Genau wie die sowjetische Offensive gegen den Frontbogen von Orjol vom 12. Juli bis 18. August 1943 (Operation "Kutusow") stand auch die Gegenoffensive auf Charkow vom 3. bis 23. August 1943 (Operation "Polkowodez Rumjanzew") lange Zeit im Schatten der ersten Phase der Schlacht bei Kursk.2 Diese erste Phase, in der die Rote Armee die deutsche Sommeroffensive auf Kursk ("Operation Zitadelle") abwehrte, wurde und wird sowohl in Russland als auch im Ausland sehr eingehend studiert. Zwar beschäftigten sich russische Forscher – zunächst hauptsächlich Militärangehörige – bereits in der Nachkriegszeit mit der letzten Phase der Schlacht bei Kursk. Aber erstens enthielten deren Veröffentlichungen meistens nur Zahlenangaben für die gesamten Fronten, ohne Unterteilung in die einzelnen Armeen und Korps.3 Diese allgemeinen Zahlen erlauben es nicht, die Pläne der Oberkommandos der jeweiligen Fronten, die Aufgaben, die den Truppen gestellt wurden, und die Entwicklung der Kampfhandlungen an einzelnen Schwerpunkten zu analysieren.

Zweitens weichen die Zahlen, die in den wissenschaftlichen Arbeiten der Sowjetzeit veröffentlicht wurden, von den Angaben des Stabs der Woronescher Front ab, die den Forschern heute zur Verfügung stehen. So heißt es etwa in dem Werk "Die Schlacht bei Kursk", das 1970 von Generalmajor Iwan Parotkin herausgegeben wurde, die personelle Gesamtstärke der Woronescher Front habe am 1. August 1943 693.554 Mann betragen, davon 458.167 Mann Kampfstärke.4 Aus den nun freigegebenen Dokumenten der Ergänzungsabteilung dieser Front geht jedoch hervor, dass ihre Kampfstärke am 31. Juli 1943 57.000 Mann niedriger war als die obige Zahl. Der Unterschied ist signifikant; er übersteigt die personelle Gesamtstärke einiger Armeen, die an der Offensive im August teilnahmen. Laut der gleichen Quelle erhielt die Front keine größeren Verstärkungen und hatte am 1. August keine anderen Armeen oder Korps als jene, die ihr bereits am Vortag angehörten.

Vermutlich nahmen die Forscher in die Gesamtzahl die 4. Gardearmee auf, die der Woronescher Front in der zweiten Etappe der Operation "Polkowodez Rumjanzew" zugeführt wurde. Sie nahm zwar an der Offensive teil, aber den Befehl zur Verlegung in den Raum Belgorod bekam sie erst am 8. August 1943. Und erst eine Woche später hatte sie ihre gesamten Truppen in diesem Raum versammelt.5 Bis zu diesem Zeitpunkt unterstand sie der Stawka. Deshalb wäre es falsch, sie bei der Berechnung der Frontkräfte vor dem Angriff in Richtung Charkow zu berücksichtigen.

Drittens finden sich in der Literatur aus der Sowjetzeit auch hinsichtlich des eingesetzten Kriegsgeräts Ungereimtheiten. So enthält etwa das Werk "Die Kursker Schlacht" von Grigori A. Koltunow und Boris G. Solowjow Angaben über die verfügbaren Kampfwagen der 1. Panzerarmee und der 5. Gardepanzerarmee. Allerdings weisen Koltunow und Solowjow darauf hin, dass ihre Zahlen für die 1. Panzerarmee nur solche Panzer berücksichtigen, die "in Betrieb" waren (also die Gesamtzahl der einsatzbereiten Kampfwagen). Außerdem verwenden sie die vage Formulierung "zu Beginn der Gegenoffensive".6 Zu dieser Zeit beendete die Woronescher Front aber gerade die äußerst schwere Kursker Verteidigungsoperation. Die Zahl der Panzer, die sich in der Instandsetzung befanden, war groß. Daher änderte sich die Zahl der einsatzbereiten Panzer in den einzelnen Korps jeden Tag. Es ist nicht klar, warum die Autoren diesen wichtigen Umstand nicht berücksichtigt haben. Die im selben Werk angeführten Daten für die 5. Gardepanzerarmee sind für die Analyse der Kampfstärke in der ersten Etappe der Operation ebenfalls schwer zu benutzen. Denn die Autoren haben lediglich vermerkt, es seien die Zahlen nach dem Stand vom 3. August 1943 (dem ersten Tag des Kampfeinsatzes dieser Armee). Dabei sind sie die Erklärung schuldig geblieben, ob es sich um die Stärke vom Morgen oder vom Abend handelt, als die Armee bereits Verluste erlitten hatte.

Die Woronescher Front war der stärkste von allen strategischen Großverbänden, die Mitte Juli und Anfang August 1943 bei Kursk zum Gegenangriff antraten.7 Erfreulicherweise wird zurzeit eine erhebliche Menge von Dokumenten über die Kampfhandlungen im Raum Belgorod-Charkow im August 1943 digitalisiert und auf der Webseite "Gedächtnis des Volkes" zur Verfügung gestellt. Die Dokumente der Ergänzungsabteilung der Woronescher Front können hingegen nur im Lesesaal des Zentralarchivs des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation eingesehen werden. Diese vor kurzem freigegebenen Archivalien geben jedoch Aufschluss über die tatsächliche Kampfstärke der Woronescher Front und der Steppenfront sowie ihrer unterstellten Armeen vor Beginn der Belgorod-Charkower Operation. Es sind daher wichtige Quellen für die Operationsgeschichte der Schlacht bei Kursk. Deshalb sollen sie im Folgenden analysiert werden.

 

Die Woronescher Front und die Steppenfront

Während der Schlacht bei Kursk stand die Woronescher Front unter dem Befehl von General Nikolai F. Watutin. Am 21. März 1943 hatte er das Kommando übernommen. Zu dieser Zeit beendeten seine Truppen gerade die erfolglose und verlustreiche Charkower Operation und waren völlig erschöpft.8 In vielerlei Hinsicht war es Watutins Sorgfältigkeit, Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit zu verdanken, dass die Woronescher Front bis Anfang Juli 1943 zum mächtigsten Großverband der Roten Armee ausgebaut wurde, der in den Kämpfen um Kursk eine Schlüsselrolle spielte. Es waren seine Truppen, die den Angriff der Heeresgruppe Süd abwehrten und damit den Vorstoß der stärksten Angriffsgruppierung der Wehrmacht beim Unternehmen "Zitadelle" auf Kursk vereitelten.

Bis zum 5. Juli 1943 waren der Woronescher Front fünf allgemeine Armeen (die 6. und 7. Gardearmee sowie die 38., 40. und 69. Armee), eine Panzerarmee (die 1.) und eine Luftarmee (die 2.) unterstellt. Hinzu kamen mehrere Reservekorps, und zwar das 35. Gardeschützenkorps sowie das 2. und 5. Gardepanzerkorps, außerdem Kampfunterstützungstruppen und Teile des rückwärtigen Armeegebiets. Die Kampfstärke betrug insgesamt 417.451 Mann, 1.578 Panzer, 4.281 Geschütze der Kaliber 45 bis 203 mm, 118 Flak vom Kaliber 76 und 85 mm, 471 leichte 20 mm-, 25 mm- und 37 mm-Flak, 6.437 Granatwerfer der Kaliber 50 bis 120 mm sowie 265 Mehrfach-Raketenwerfer "Katjuscha".9 Mit diesen Kräften begann die Front die Verteidigungskämpfe gegen die Truppen der Heeresgruppe Süd.

Im Frühjahr 1943, bei der Planung der Sommeroperationen, gelang es der Stawka nicht, den wahrscheinlichsten Schwerpunkt des kommenden feindlichen Angriffs korrekt festzustellen.10 Die sowjetische Führung vermutete, die Wehrmacht würde ihre Hauptkräfte für den Durchbruch nach Kursk im Frontabschnitt der Zentralfront, im Orjoler Bogen, versammeln. In Wirklichkeit konzentrierte der Feind seine Hauptgruppe vor Watutins Truppen im Raum Belgorod. Deshalb waren die Verteidigungskräfte der Woronescher Front nicht ausreichend, und die Stawka musste Watutin während der Verteidigungsphase mehrere Armeen und Korps aus der strategischen Reserve als Verstärkungen zuführen. Aus diesem Grund änderte sich die Kampfstärke der Woronescher Front mehrmals. Der erste Teil dieser Truppen (das 2. und 10. Panzerkorps) kam am 8. Juli 1943 an. Am 9. und 10. Juli trafen stärkere Kräfte ein, nämlich die 5. Gardearmee und die 5. Gardepanzerarmee.11 Bis Mitte Juli erhielt die Front noch zwei weitere Feldarmeen: die 27. und die 47. Armee, außerdem noch etliche kleinere Verbände.12

Am 16. Juli 1943 übergab Watutin auf Befehl der Stawka den Frontabschnitt der 69. Armee und der 7. Gardearmee bei Prochorowka-Korotscha an die Steppenfront. Dies war die letzte große Veränderung der Kampfstärke der Woronescher Front und der Steppenfront vor dem Beginn der Operation "Polkowodez Rumjanzew".

Über die Idee des Angriffs in Richtung Belgorod und Charkow schrieb Generalmajor Sergei M. Schtemenko, damals Chef der Operationsabteilung des Generalstabs, in seinen Erinnerungen:

"Die Operation wurde in zwei Phasen unterteilt. Zunächst wurde die Niederlage der deutsch-faschistischen Truppen13 nördlich, östlich und südlich von Charkow geplant, was zu der ersten Phase gehörte. Und dann, in der zweiten Phase, wurde die Befreiung von Charkow geplant, die das Ende der Schlacht bei Kursk bedeuten sollte. Die Hauptkräfte der Woronescher und Steppenfront waren sechs allgemeine Armeen (5., 6. und 7. Gardearmee, 53., 57. und 69. Armee), zwei Panzerarmeen (1. Panzerarmee und 5. Gardepanzerarmee) sowie zwei Luftarmeen (2. und 5.). Sie sollten den Feind mit Vorstößen von Norden, Nordosten und Osten am Stadtrand von Charkow vernichten. Zur gleichen Zeit sollten die Panzerarmeen und ein weiteres Korps14 die feindliche Gruppierung von Norden nach Süden in Richtung Bogoduchow, Walki, Nowaja Wodolaga spalten und alle Rückzugswege des Feindes von Charkow nach Westen und Südwesten abschneiden.

Zur gleichen Zeit wurde ein zweiter, ebenfalls sehr starker Vorstoß von zwei allgemeinen Armeen (40. und 27.) und drei Panzerkorps (10. Panzerkorps, 4. und 5. Gardepanzerkorps) in Richtung Achtyrka durchgeführt. Damit wurden unsere Hauptkräfte von Westen abgesichert und das Gebiet Charkow vom Zufluss feindlicher Reserven isoliert […]. Nachdem die Aufgaben der ersten Phase der Operation erfüllt und der Feind am Stadtrand von Charkow besiegt worden war, wurde eine neue Gruppierung unserer Kampfkräfte geschaffen, die das Endziel der Operation erreichen sollte. Zur gleichen Zeit sollte ein Teil der Truppen bereit sein, zum Angriff auf Poltawa anzutreten."15

 

Die personelle Ausstattung der Woronescher Front

Detaillierte Berichte über die Kampfstärke der Truppen erstellten die Ergänzungsabteilungen der sowjetischen Fronten alle fünf Tage. Für die Woronescher Front sind diese Dokumente über den gesamten Zeitraum der Schlacht bei Kursk im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums vollständig erhalten. Der letzte Berichtstag vor dem Beginn der Offensive war der 31. Juli 1943. Anhand dieser und weiterer dokumentarischer Quellen lässt sich die Kampfstärke von Watutins Truppen gut rekonstruieren.16

Am 31. Juli 1943 gehörten zur Woronescher Front sechs allgemeine Armeen: die 5. Gardearmee (Generalleutnant Alexei S. Schadow), die 6. Gardearmee (Generalleutnant Iwan M. Tschistjakow), die 27. Armee (Generalleutnant Sergei G. Trofimenko), die 38. Armee (Generalleutnant Nikander E. Tschibisow), die 40. Armee (Generalleutnant Kirill S. Moskalenko) und die 47. Armee (Generalleutnant Pjotr M. Koslow17). Am 31. Juli 1943 unterstanden diesen Armeen insgesamt 34 Schützendivisionen.

Am stärksten war die 5. Gardearmee mit einer Kampfstärke von 80.022 Mann, dann folgten die 6. Gardearmee mit 62.163 Mann, die 47. Armee mit 61.226 Mann, die 27. Armee mit 58.283 Mann, die 38. Armee mit 46.175 Mann und die 40. Armee mit nur 41.378 Mann.18 Die im Vergleich zu den anderen Armeen signifikant höhere personelle Stärke von Schadows Armee ist in erster Linie damit zu erklären, dass sie im Schwerpunkt angriff. Sie sollte die deutsche Front dort aufbrechen, wo der Einsatz der mobilen Kräfte (zwei Panzerarmeen) zum operativen Durchbruch vorgesehen war. Deshalb waren ihr mehr Schützenverbände als den anderen Armeen unterstellt, und zwar sieben (6. und 9. Gardeluftlandedivision, 13., 42., 66., 95. und 97. Schützendivision)19 – den anderen Armeen unterstanden nur vier bis sechs Schützendivisionen. Die durchschnittliche personelle Stärke der Divisionen der 5. Gardearmee war jedoch nicht sehr groß. Die Kampfstärke ihrer Schützentruppen betrug insgesamt 41.289 Mann20, d. h. sie hatte im Durchschnitt pro Division 5.898 Kämpfer, während z. B. die 40. Armee 2.301 Kämpfer mehr hatte. Der Unterschied betrug fast ein Schützenregiment.

Schadows Truppen kamen erstmals am 11. Juli 1943 in der Schlacht bei Prochorowka zum Einsatz.21 Bereits in den ersten Tagen erlitten sie hohe Verluste. Ab der zweiten Julihälfte nahmen sie weiterhin an den Kampfhandlungen teil, um die deutsche 4. Panzerarmee in die Ausgangsstellung zurückzudrängen. Auch während der zehntägigen Pause zwischen dem Ende der Kursker Verteidigungsoperation und dem Beginn der Offensive in Richtung Charkow hatte das sowjetische Oberkommando keine Zeit, die Armee zu verstärken. Deshalb hatte sie Ende Juli 17.863 Kämpfer weniger als 20 Tage zuvor. Am stärksten war noch die 6. Gardeluftlande-Reservedivision, die bislang kaum an schweren Kämpfen teilgenommen hatte. Ihre Kampfstärke betrug 8.221 Mann. Am schwächsten waren die 42. Gardeschützendivision (4.294 Mann) und die 9. Gardeluftlandedivision (4.620 Mann).22 Letztere zwei Verbände hatten an der Schlacht bei Prochorowka teilgenommen. Die 9. Gardeluftlandedivision war als erster Verband der 5. Gardearmee bereits am Morgen des 11. Juli 1943 direkt vom Marsch in den Kampf geschickt worden. Sie sollte die Bahnstation von Prochorowka gegen den Angriff des II. SS-Panzerkorps verteidigen, das aus Richtung Südwesten angriff. Sie traf auf die zahlenmäßig überlegene Division "Leibstandarte SS Adolf Hitler", konnte ihre Stellungen aber im Wesentlichen behaupten. Am 12. Juli 1943 nahm die 9. Gardeluftlandedivision am Gegenstoß südwestlich von Prochorowka teil, in den folgenden Tagen dann an den weiteren Verteidigungskämpfen.

Bei der Operation "Polkowodez Rumjanzew" spielten die Truppen der 6. Gardearmee eine wichtige Rolle. In der ersten Etappe hatte sie zwei aufeinanderfolgende Aufgaben zu lösen. Geplant war, dass sie gleichzeitig mit den Schwerpunktarmeen (5. Gardearmee, 1. Panzerarmee und 5. Gardepanzerarmee) zum Angriff antreten würde. Am ersten Tag sollte sie den Korridor ihres Durchbruchs im Verteidigungsabschnitt des deutschen LII. Armeekorps (4. Panzerarmee) erweitern und die rechte Flanke des Durchbruchsraums decken. Danach würde sie mithelfen, die Kräfte des deutschen XXXXVIII. Panzerkorps (4. Panzerarmee) zu zerschlagen. Deshalb leistete Watutin dem Oberbefehlshaber der 6. Gardearmee, Iwan M. Tschistjakow, vor der Operation auch wesentliche Hilfe.

Vor dem Beginn des deutschen Angriffs auf Kursk war die 6. Gardearmee von allen Verbänden der Woronescher Front personell am stärksten; ihre Kampfstärke betrug 79.653 Mann.23 Doch am 5. Juli 1943 hatte der mächtige Vorstoß der Hauptangriffskräfte der Heeresgruppe Süd ihre Verteidigung durchbrochen. In den nächsten Tagen hatte sie ihre Positionen unter dem Druck überlegener Kräfte weiterhin hartnäckig verteidigt. Bis zum 10. Juli nahm ihre Kampfstärke um 27.397 Mann ab und betrug nur noch 52.256 Mann (einschließlich Offiziere).24 Während der Vorbereitungszeit auf die Operation "Polkowodez Rumjanzew" führte das Oberkommando der Woronescher Front deshalb den Großteil des ankommenden Nachersatzes und weitere Verstärkungen der 6. Gardeamee zu. Bis Ende Juli zeigten diese Bemühungen erhebliche Wirkung. Am 31. Juli erreichte die Kampfstärke ihrer Schützentruppen (51., 52., 67., 71. Gardeschützendivision und 309. Schützendivision) 37.456 Mann, und die durchschnittliche personelle Stärke pro Division betrug 6.243 Mann. Die 52. Gardeschützendivision hatte die meisten Soldaten, am kleinsten war die 309. Schützendivision mit 5.280 Mann.25

Damit lag die Stärke der Divisionen aber immer noch weit unter dem Soll. Ende 1942 war in der Roten Armee die neue Gefechtsvorschrift der Infanterie (BUP-42) eingeführt worden. Sie schrieb vor, dass eine reguläre Division eine Sollstärke von 9.435 Mann haben sollte, eine Gardedivision 10.670 Mann.26 Vor dem Beginn der Offensive der Woronescher Front im Sommer 1943 betrug die durchschnittliche Anzahl Soldaten in den Schützendivisionen der beiden Armeen, die im Schwerpunkt angriffen (5. und 6. Gardearmee), 6.057 Mann oder 58 Prozent der Sollstärke. Darüber hinaus muss beachtet werden, dass der Großteil der personellen Verluste bei der Abwehr des deutschen Angriffs auf Kursk in den beiden Armeen auf ihre Kampfstärke entfiel, die tatsächliche Einbuße an Kampfkraft also noch deutlich höher war. Da Schadows und Tschistjakows Armeen bereits in den Verteidigungskämpfen bei Stalingrad hohe Verluste erlitten hatten, die nicht hatten ausgeglichen werden können, waren ihre Infanteriebataillone vor der Operation "Polkowodez Rumjanzew" erheblich geschwächt. Da das Hauptgewicht des Kampfes gerade in den ersten Stunden der Offensive auf den Schützen lastete, legte die Führung zum einen Wert auf eine mächtige, lang anhaltende Artillerievorbereitung, die es der Infanterie ermöglichen sollte, die taktischen Linien des Feindes zu durchbrechen. Zum anderen sollten bereits vor den eigentlichen Durchbruchskämpfen Vorausbrigaden der mobilen Stoßgruppe eingesetzt werden.

In die Unterstützungsgruppe, die an der westlichen Flanke der Front stationiert war, nahm Watutin die 40. und 27. Armee auf. Beide Armeen hatten seit Ende März 1943 nicht aktiv an Kampfhandlungen teilgenommen. Moskalenkos 40. Armee war für die Woronescher Front "heimisch". Sie war an all ihren Offensivoperationen in der ersten Hälfte des Jahres 1943 beteiligt gewesen. Ab Ende März bis zu Beginn der Schlacht bei Kursk stand sie im Kursker Bogen in Verteidigungsposition und war von der Anzahl der Soldaten die drittstärkste Armee. Ihre Kampfstärke betrug 75.807 Mann.27 Anfang Juli, als der Angriff der Heeresgruppe Süd abgewehrt wurde, wurde sie zum "Spender" für die Armeen, die eine Stellung in Richtung Obojan verteidigten. Ein bedeutender Teil ihrer einzelnen Regimenter, Brigaden und sogar Schützendivisionen wurde auf die 1. Panzerarmee und die 6. Gardearmee verteilt. In der Folge schrumpfte sie bis zum 31. Juli zur kleinsten Armee der Woronescher Front. Allerdings war ihr Grundstock von vier Infanteriedivisionen am vollzähligsten, und ihr Personal konnte sich vier Monate lang auf die kommenden Kämpfe vorbereiten, was unter Frontbedingungen außergewöhnlich war. Zu Beginn der Offensive hatten die Schützentruppen der 40. Armee eine Gesamtstärke von 32.794 Mann, und die Durchschnittsstärke ihrer Divisionen betrug 8.199 Mann.28

Trofimenkos 27. Armee hatte sich seit April 1943 als Reserve der Stawka in Auffrischung befunden. Mitte Juli wurde sie Watutins Front zugeführt. Am 31. Juli 1943 lag sie mit einer Gesamtstärke von 58.283 Mann (einschließlich Offiziere) an vierter Stelle unter allen Armeen der Woronescher Front. Ihre sechs Schützenverbände (71., 147., 155., 163., 166. und 241 Schützendivision) zählten 46.144 Mann. Die personelle Stärke der einzelnen Divisionen war etwa gleich und variierte zwischen 7.364 und 7.857 Mann, die Durchschnittsstärke der Divisionen betrug 7.691 Mann.29 Die übrigen zwei Armeen sollten in der ersten Phase der Operation nicht offensiv werden. Tschibisows Truppen (38. Armee), die sich an der äußersten westlichen Flanke befanden, hatten den Auftrag, eine stabile Verbindung mit der linken Flanke der Zentralfront zu halten. An ihrem 72 Kilometer langen Frontabschnitt sollten sie die feindlichen Truppen binden und so den Nachbarverbänden die Offensive erleichtern. Korsuns Truppen (47. Armee) befanden sich in Reserve. Sie sollten in der zweiten Phase der Offensive eingesetzt werden, um den Durchbruch zu erweitern oder Gegenangriffe des Feindes abzuwehren.

 

Die materielle Ausstattung der Woronescher Front

Das erste Ziel der Operation "Polkowodez Rumjanzew" war, den westlichen Flügel der Heeresgruppe Süd (4. Panzerarmee und Armeeabteilung Kempf) innerhalb von zehn bis zwölf Tagen zu zerschlagen.30 Das Hauptmittel der Woronescher Front zur Erreichung dieses Operationsziels waren die gepanzerten Kampffahrzeuge. Ende Juli hatte Watutins Front 1.998 Panzer aller Typen.31 Diese waren verteilt auf zwei Panzerarmeen (1. Panzerarmee und 5. Gardepanzerarmee), fünf selbständige Panzer- und mechanisierte Korps (2. und 10. Panzerkorps, 4. und 5. Gardepanzerkorps sowie 3. mechanisiertes Gardekorps), drei selbständige Panzerbrigaden (86., 93. und 192.) und sechs selbständige Panzerregimenter (202., 57., 39., 59. und 245. Panzerregiment sowie 28. Gardepanzerregiment). Die Operation "Polkowodez Rumjanzew" wies hinsichtlich der Verwendung mobiler Großverbände eine Reihe von Besonderheiten auf, von denen zwei besonders wichtig sind. Zum einen war diese Offensive die erste, in der dem Front-Oberkommando homogene Panzerarmeen zu operativer Verwendung zur Verfügung standen. Die Bildung der beiden Panzerarmeen war am 27. Januar 1943 per Dekret Nr. 2799 des Staatlichen Verteidigungsausschusses verfügt worden.32 Das Kommando über die Panzerarmeen wurde Michail E. Katukow und Pawel A. Rotmistrow übertragen. Beide hatten sich bereits in den Schlachten um Moskau und Stalingrad ausgezeichnet. Zum anderen wurde entsprechend der endgültigen Version des Operationsplans aus diesen beiden mächtigen Panzerarmeen eine mobile Gruppe der Woronescher Front gebildet. Beide Armeen sollten als zweites Treffen in einem sehr engen Sektor zur Offensive übergehen, um die gesamte Gruppierung in der westlichen Flanke der Heeresgruppe Süd (4. Panzerarmee und Armeeabteilung Kempf) aufzuspalten, dann in kleinere Teile zu zerschlagen und zu vernichten. Die Gesamtzahl der Panzerfahrzeuge in beiden Armeen (und damit in der mobilen Gruppe) kurz vor der Offensive ist sogar heute noch schwer zu ermitteln, weil die entsprechenden Angaben sowohl in der Literatur als auch in den archivalischen Quellen beträchtlich variieren. So schreiben beispielsweise die Autoren des grundlegenden Werkes "Der große Vaterländische Krieg 1941-1945: Militärgeschichtliche Skizzen", die Gesamtzahl der Panzer und Selbstfahrlafetten in der mobilen Gruppe habe zu Beginn der Offensive 1.111 gepanzerte Kampffahrzeuge betragen.33 Laut Angaben der Ergänzungsabteilung der Woronescher Front hatten die beiden Armeen am 31. Juli 1943 hingegen 943 Panzer und Selbstfahrlafetten. Folglich beträgt der Unterschied 168 Kampffahrzeug oder fast ein ganzes Panzerkorps. Dabei wurden laut den Dokumenten des Stabs weder der Front noch den Armeen in den nächsten drei Tagen, also vor Beginn der Operation, stärkere Kräfte zugeführt.

Auch die verschiedenen Archivalien sind widersprüchlich. Laut der oben genannten Liste der Front vom 31. Juli verfügten die Kampfverbände der 1. Panzerarmee (6. und 31. Panzerkorps sowie 3. mechanisiertes Korps) über 498 Panzer aller Typen, davon waren 449 einsatzbereit und 49 reparaturbedürftig.34 Die 5. Gardepanzerarmee hatte laut derselben Quellen 520 Panzer, davon 404 einsatzbereite und 116 reparaturbedürftige.35 Den Autoren dieses Beitrags ist es gelungen, im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums einen zusammenfassenden Bericht des Stabs der 1. Panzerarmee über ihre Kampfstärke und Kopfstärke am 29. Juli zu finden, der auf Basis der Angaben aller Kampfverbände und Truppenteile erstellt wurde. Die Zahlen in diesem Dokument unterscheiden sich von den Informationen des Frontstabs vom 31. Juli und zeigen, dass sich die Anzahl der Kampffahrzeuge in diesen zwei Tagen nicht etwa erhöhte, wie man (aufgrund der Zuführung reparierter Panzer aus den Instandsetzungseinheiten) erwarten könnte. Im Gegenteil verringerte sich die Stärke sowohl der Panzer, die sich "im Betrieb" befanden als auch jener "in Reparatur" – obwohl ihre Truppen seit Mitte Juli 1943 nicht an den Kämpfen teilnahmen. Die Gesamtzahl der Panzerfahrzeuge am 29. und 31. Juli unterscheidet sich um mehrere Dutzend Einheiten. Deshalb ist es zweifelhaft, dass ein technischer Fehler vorliegt. Erfahrungsgemäß sind die Daten aus den untergeordneten Stäben am genauesten, deshalb können in diesem Fall die Informationen aus der Liste vom 29. Juli als verlässlicher betrachtet werden. Darauf weist auch die Tatsache hin, dass die Angaben im Dokument des Stabs der 1. Panzerarmee viel detaillierter sind und die einzelnen Panzer nach Typ und Zustand auflisten. Für die 5. Gardepanzerarmee liegt leider kein entsprechendes Dokument vor, deshalb kann ihre Kampfstärke nur anhand der Dokumente des Frontstabs analysiert werden.

In der ersten Etappe der Schlacht bei Kursk spielten die beiden Panzerarmeen eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung des Gebietes südlich von Obojan und Prochorowka. Die Verluste, die sie dabei erlitten, waren sehr groß, vor allem an Technik. Während alle drei Korps der 1. Panzerarmee (6. und 31. Panzerkorps sowie 3. mechanisiertes Korps) bereits am 15. Juli 1943 zur Auffrischung aus der Front gezogen wurden, nahm die 5. Gardepanzerarmee noch bis zum 23. Juli 1943 an den Kämpfen teil. Dementsprechend war die Auffrischungszeit ihrer Verbände deutlich kürzer. Trotzdem waren die beiden Verbände zu Beginn der Operation "Polkowodez Rumjanzew" ungefähr gleich stark: Die Kampfstärke der 1. Panzerarmee betrug am 29. Juli 1943 28.140 Mann und 531 Panzer aller Typen (davon 479 einsatzbereite und 52 in Reparatur) sowie 15 Selbstfahrlafetten.36 Die 5. Gardepanzerarmee hatte am 31. Juli 24.314 Mann, 520 Panzer (davon 404 einsatzbereite und 116 in Reparatur) sowie 13 Selbstfahrlafetten.37 Dementsprechend hatte die mobile Panzergruppe der Woronescher Front kurz vor der Offensive nicht weniger als 1.079 Panzer und Selbstfahrlafetten, von denen 911 einsatzbereit waren.

Allerdings war die Technik in den beiden Armeen bereits verschlissen. Die Truppen der 5. Gardepanzerarmee hatten auf ihrem Marsch nach Prochorowka bereits 280 bis 350 Kilometer überwunden. Dann traten sie zu der schweren Abwehrschlacht an, die sechs Tage dauerte, und kämpften schließlich noch sieben Tage lang, um die deutschen Truppen in ihre Ausgangsstellungen zurückzudrängen. Die 1. Panzerarmee hatte schon am zweiten Tag der Schlacht bei Kursk in den Kampf gegen die Hauptangriffskräfte der Heeresgruppe Süd (4. Panzerarmee) eingegriffen. Zusammen mit der 6. Gardearmee hatte sie ihre Positionen zehn Tage unter dem Ansturm des Gegners gehalten.

Nach dem Abschluss der Verteidigungsoperation gelang es nicht, die nötige Anzahl neuer Panzer an die Front zu verlegen, um die Verluste von Katukows und Rotmistrows Armeen auszugleichen. Das Oberkommando der Woronescher Front war deshalb gezwungen, mit den vorhandenen Panzerfahrzeugen auszukommen. Der Kommandeur des 3. mechanisierten Korps, Generalleutnant Semjon M. Kriwoschein, berichtete am 19. Oktober 1943 an der Akademie der gepanzerten und mechanisierten Truppen über die Erfahrungen aus der Sommerschlacht:

"Am 15. Juli 1943 wurden die Truppen des Korps in das Gebiet Iwni gebracht, wo sie bis zum 3. August Panzer, Soldaten und Artillerie bekamen [...]. Die Qualität der Panzer war schlecht, weil wir fast alle Fahrzeuge aus Regimentern und Brigaden erhielten, die voll eingesetzt gewesen waren. Ihre Fahrgestelle waren stark abgenutzt und reparaturbedürftig, aber es gab kein Werkzeug, mit dem wir selbst kleinere Reparaturen hätten durchführen können."38

Der Kommandeur des 6. Panzerkorps der 1. Panzerarmee, General Andrej L. Getman, weist in seinen Erinnerungen ebenfalls auf den Panzermangel in seinen Brigaden hin. Getman berichtet, dass ihm mehr als 50 Prozent der Panzerfahrzeuge seines Korps aus der Instandsetzung zugeführt wurden.39 Das gleiche Problem hatte auch die 5. Gardepanzerarmee vor der Operation "Polkowodez Rumjanzew". Ihr Oberbefehlshaber, Pawel A. Rotmistrow, schreibt in seinen Memoiren:

"Während der ersten zwei Tage der Schlacht bei Prochorowka überstieg die Zahl der beschädigten Panzer [in der Armee] 400 (ohne Berücksichtigung der unwiederbringlichen Verluste). Und das waren nur diejenigen, die vom Schlachtfeld geborgen und auf Sammelplätze für ausgefallene Maschinen gebracht worden waren. Es gab einen Mangel an Ersatzteilen. Sie wurden von den abgeschossenen oder reparaturbedürftigen Panzern abmontiert. Am 19. Juli hatten wir noch fast 180 Panzer, die instand gesetzt werden mussten. Doch auch die meisten Fahrzeuge, die in Betrieb blieben, hatten abgenutzte Motoren und erneuerungsbedürftige Fahrgestelle."40

Die überbeanspruchten Panzerfahrzeuge stellten für die Panzersoldaten bei der Vorbereitung auf die Offensive eine Belastung dar. Nach dem Beginn der Offensive erschwerten sie in beiden Armeen die Kampfhandlungen der Truppen und die Erfüllung der gestellten Aufgaben.

Bei der Planung der Operation "Polkowodez Rumjanzew" lehnte das sowjetische Oberkommando es ab, die gesamte gegnerische Gruppierung im Raum Belgorod-Charkow einzukreisen, obwohl sich diese Lösung aufgrund des Frontverlaufs und des Kräfteverhältnisses der Truppen zwingend anbot. Stattdessen befahl die Stawka, die Hauptkräfte der 4. Panzerarmee und der Armeeabteilung Kempf zunächst in einzelne Teile aufzuspalten. Anschließend sollten alle Verbände der Woronescher Front, die an der Offensive teilnahmen, an der Vernichtung der gegnerischen Kräfte mitwirken. Deshalb übergab Watutin den allgemeinen Armeen der ersten Staffel nicht nur selbständige Panzerregimenter und -Brigaden für die direkte Unterstützung der Infanterie41, sondern verstärkte sie auch durch selbständige Panzer- und mechanisierte Korps. Diese Verbände sahen sich vor eine doppelte Herausforderung gestellt: Sie sollten nötigenfalls den Schützendivisionen helfen, die feindliche 4. Panzerarmee am ersten Tag der Offensive zu zerschlagen. Zugleich sollten sie den Erfolg ausnutzen und die deutschen Truppen von allen Seiten einkreisen. Danach hatten sie weiter in die Tiefe vorzustoßen. Laut Angaben der Ergänzungsabteilung des Frontstabs besaßen die selbständigen Panzer- und mechanisierten Korps am 31. Juli 732 Panzer (einsatzbereit oder in Reparatur), d. h. 37 Prozent der Gesamtzahl aller bei der Front vorhandenen Panzerfahrzeuge.

Das Hauptproblem sowohl in den Regimentern, Brigaden und in der Mehrzahl der Panzerkorps als auch in Katukows und Rotmistrows Panzerarmeen war der allgemeine Mangel an Panzern und die große Zahl der Panzerfahrzeuge, die sich in Reparatur befanden. So musste etwa die 86. Panzerbrigade aus Mangel an Panzern in die Reserve überführt werden.42 Die 192. Panzerbrigade der 6. Gardearmee hatte von ihren 45 Panzern nur noch 15; und bei der 93. Panzerbrigade der 5. Gardepanzerarmee waren bei einer Sollstärke von 53 Panzern nur 37 einsatzbereit.43

Entsprechend der Anzahl ihrer Panzerfahrzeuge wurden die Panzerverbände in zwei Gruppen eingeteilt. Zur ersten gehörten drei Korps (2. und 10. Panzerkorps sowie 5. Gardepanzerkorps), die der 5. und 6. Gardearmee unterstellt wurden. Sie hatten bereits an der Abwehr des Angriffs "Zitadelle" der Heeresgruppe Süd im Juli teilgenommen und einen großen Mangel an Panzern. Die zweite Gruppe bestand aus zwei Korps, die aus der Reserve der Stawka kamen. Sie waren fast vollzählig, wurden aber entweder der Unterstützungsgruppe (4. Gardepanzerkorps: 27. Armee) oder der Reserve (3. mechanisiertes Gardekorps: 47. Armee) zugewiesen. Insgesamt hatten die Truppen der Woronescher Front vor Beginn der Operation "Polkowodez Rumjanzew" nicht weniger als 2.059 Panzer im Bestand.

Die Truppen, die am ersten Tag der Offensive im Schwerpunkt angriffen, hatten nur eine geringe Ausstattung mit Panzern. Daher war das erste Treffen der 5. und 6. Gardearmee – trotz Unterstützung durch große Panzerverbände – nicht in der Lage, rasch einen Korridor für die 1. Panzerarmee und die 5. Gardepanzerarmee in die deutsche Front zu brechen. Marschall der Sowjetunion Georgi K. Schukow, der als Vertreter des Oberkommandos mit der Koordination der Kampfhandlungen beauftragt war, musste deshalb den Befehl erteilen, zur Unterstützung der Infanterie die beiden Panzerarmeen von Katukow und Rotmistrow einzusetzen.44 Und später, etwa bei der Abwehr von Gegenstößen der deutschen 6. und 19. Panzerdivision (4. Panzerarmee), sollte sich dieses Problem negativ auf die Entwicklung der Offensive der Spitzenverbände von Watutins Front im Raum Butowo und Richtung Tomarowka auswirken. Die Oberbefehlshaber der 5. und 6. Gardearmee, Generalleutnant Schadow und Generalleutnant Tschistjakow, waren darüber hinaus gezwungen, die Panzer zur direkten Unterstützung der Infanterie beim Durchbruch durch die deutsche Hauptkampflinie und bei der Besetzung von großen Dörfern einzusetzen. Dies stand im Gegensatz zum Befehl des Volkskommissars für Verteidigung Nr. 325 vom 16. Oktober 1942, damals praktisch die Vorschrift für die gepanzerten und mechanisierten Truppen der Roten Armee, und zu anderen politischen Dokumenten. Diese schrieben vor, die Panzer- und mechanisierten Korps nur zum operativen Stoß in die Tiefe anzusetzen, wenn der taktische Durchbruch bereits gelungen war.45 Infolge des regelwidrigen Einsatzes erlitten die ohnehin bereits geschwächten Panzerverbände schon in den ersten Tagen der Offensive hohe Verluste, wodurch sich ihre Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Hauptaufgaben verringerte. Dies war der zweite wesentliche Faktor, der die Entwicklung der Offensive von Anfang an erheblich einschränkte.

 

Die Stärke der Steppenfront

Die personelle Lage der Steppenfront (Generaloberst Iwan S. Konew) war vor der Operation "Polkowodez Rumjanzew" viel angespannter als bei der Woronescher Front. Konews strategischer Großverband wurde im April 1943 als "Steppen-Militärbezirk" gebildet. Am 9. Juli 1943 wurde sein Name in Einklang mit seiner Funktion gebracht, und er wurde in Steppenfront umbenannt. Zu Beginn der Schlacht bei Kursk bestand Konews Front aus vier allgemeinen Armeen (5. Gardearmee sowie 27., 47. und 53 Armee), einer Panzerarmee (5. Gardepanzerarmee) und einer Luftarmee (5. Luftarmee). Am 1. Juli 1943 hatte sie eine Gesamtstärke von 492.652 Mann.46 Allerdings war die Stawka bereits während der Verteidigungsphase der Kursker Schlacht, und zwar ab dem 6. Juli 1943, gezwungen, der Woronescher Front die 5. Gardearmee und die 5. Gardepanzerarmee sowie später die 27. und 47. Armee zusammen mit drei selbständigen Panzer- und mechanisierten Korps zu unterstellen. Um ihre Stärke wieder auszugleichen, erhielt die Steppenfront am 16. Juli 1943 von der Woronescher Front die beiden östlichen Flügelarmeen: die 69. Armee und die 7. Gardearmee. Diese hatten im Verlauf der Abwehrkämpfe schwere Verluste erlitten und besaßen keine großen mobilen Verbände. Infolgedessen bestand Konews Front zu Beginn der Offensive "Polkowodez Rumjanzew" aus der 53. und 69. Armee, der 7. Gardearmee, der 5. Luftarmee und einem mechanisierten Korps. Vom 18. Juli bis zum 2. August 1943 standen ihre Truppen in schweren Kämpfen gegen die 4. Panzerarmee und die Armeeabteilung Kempf, erlitten erhebliche Verluste, erhielten aber praktisch keine Verstärkung. Deshalb war die Steppenfront am 3. August 1943 erheblich geschwächt. In der sowjetischen und russischen militärhistorischen Literatur, einschließlich der wissenschaftlichen Arbeiten, finden sich unterschiedliche Zahlen zu ihrer Kampfstärke unmittelbar vor der Operation "Polkowodez Rumjanzew". Zum Beispiel behaupten Grigori A. Koltunow und Boris G. Solowjow, sie habe 198.034 Mann (einschließlich Offiziere) gehabt.47 Die Dokumente, welche die Autoren des vorliegenden Beitrags im Zentralarchiv der Russischen Föderation gefunden haben, widersprechen dieser Zahl. Laut Bericht des Stabs betrug die Kampstärke der Steppenfront am 1. August 287.034 Mann oder 69,7 Prozent ihrer Gesamtstärke von 411.842.48

Am stärksten war die 53. Armee unter dem Kommando von Generalleutnant Iwan M. Managarow: Am 1. August hatte sie eine Kampfstärke von 91.195 Mann (78,7 Prozent ihrer Sollstärke) bzw. 31,8 Prozent der Kampfstärke der gesamten Front.49 Deshalb setzte Konew sie im Schwerpunkt ein. Die Kampfstärke ihrer Schützentruppen betrug 47.785 Mann (52,4 Prozent der gesamten Kampfstärke). Die Armee hatte keinen Korpsbereich; alle sieben Divisionen unterstanden direkt dem Armee-Oberkommando. Die Durchschnittsstärke der Divisionen betrug 6.753 Mann. Sie war ein Drittel niedriger als die Sollstärke, aber immer noch höher als in der 5. und 6. Gardearmee, die im Schwerpunkt der Woronescher Front angriffen. Allerdings kämpften im Bereich von Schadows und Tschistjakows Armeen zugleich zwei Panzerarmeen, im Bereich der 53. Armee dagegen nur ein mechanisiertes Korps. Deshalb wirkte sich der Mangel an Kämpfern in ihren Divisionen deutlich negativer aus als bei den Armeen der Woronescher Front. Angesichts der wichtigen Rolle der 53. Armee in der ersten Etappe der Operation verstärkte das Front-Oberkommando sie durch die 30. Luftabwehr- und die 16. Artilleriedivision.50 Am Morgen des 3. August 1943 hatte sie 1.179 Geschütze einschließlich 98 Flak (d. h. 43,2 Prozent aller bei der Front vorhandenen Geschütze), 1.363 Granatwerfer (46,9 Prozent) und 48 Raketenwerfer (53 Prozent).51

Drei Verbände von Managarows Armee wurden am ersten Tag der Offensive in der ersten Angriffswelle eingesetzt, um die gegnerische Verteidigung zu durchbrechen: die 28. Gardeschützendivision sowie die 116. und 252. Schützendivision. Die Gesamtstärke dieser drei Divisionen betrug 23.757 Mann (d. h. 50 Prozent der Schützentruppen der gesamten 53. Armee).52 Jede von ihnen erhielt zur Verstärkung ein Panzerregiment. Zwei dieser Regimenter waren jedoch nicht vollzählig. Das 34. selbständige Panzerregiment hatte statt der Sollstärke von 39 Panzern (22 Mk-2, 17 Mk-3)53 am 1. August nur 15, und das 35. selbständige Panzerregiment 20.54 Nur das 61. selbständige Gardepanzerregiment hatte die volle Stärke von 21 Panzern des Typs KW.55 Aber es war extrem schwierig, diese schweren Panzer in dem zerfurchten Gelände zu verwenden, in dem der Durchbruch der 53. Armee geplant war.

Zur Erweiterung des Durchbruchs war der Einsatz des 1. mechanisierten Korps unter dem Kommando von Generalleutnant Michail D. Solomatin geplant. Es war ein starker, fast vollzähliger Verband. Er sollte in enger Zusammenarbeit mit der 1. Panzerarmee und der 5. Gardepanzerarmee die Front des XI. Armeekorps der Armeeabteilung Kempf, die den Raum Belgorod verteidigte, aufreißen und der Infanterie den Weg in die Tiefe des Durchbruchsraums ebnen. Am 1. August hatte das Korps eine Gesamtstärke von 14.000 Mann (88,7 Prozent der Sollstärke) und die volle Stärke an Panzerfahrzeugen, nämlich 196 Panzer und 12 Selbstfahrlafetten SU-152.56 Seine mechanisierten Brigaden wurden fast auf die volle Stärke gebracht, ihre Kampfstärke variierte zwischen 3.223 und 3.313 Mann (bei 3.713 Mann Sollstärke), und alle ihre Kampfverbände hatten eine komplette Munitionsausstattung. Das Front-Oberkommando war jedoch nicht in der Lage, das volle Potenzial des Korps zu nutzen. Wegen der Schwäche der Schützendivisionen und Panzerregimenter der 53. Armee musste das 1. mechanisierte Korps sowohl die Hauptkampflinie des Gegners als auch dessen rückwärtige Verteidigungszonen durchbrechen. Infolgedessen war der Verband bereits nach vier Kampftagen erheblich geschwächt und nicht mehr in der Lage, seine Aufgaben zu erfüllen.

Die 7. Gardearmee unter dem Kommando von Generalleutnant Michail S. Schumilow, die nach dem Plan von Generaloberst Konew den Donez überqueren und zusammen mit der 53. Armee das XI. Armeekorps im Raum von Belgorod einkreisen sollte, war personell die zweitstärkste der Frontarmeen. Aber nach der Kursker Verteidigungsoperation litt sie unter einem großen Mangel an Soldaten und Ausrüstung. Am 1. August 1943 betrug ihre Kampfstärke 72.698 Mann, das waren nur 61 Prozent der Sollstärke.57 Die Schützentruppen der Armee hatten statt der Sollstärke von 87.474 Soldaten nur 45.118 Mann. Ihren drei Korps unterstanden zwar 8 Divisionen, deren Durchschnittsstärke betrug aber nicht mehr als 5.158 Mann.58 Dabei befanden sich die schwächsten davon im 25. Gardeschützenkorps, das im Schwerpunkt der Armee (am Brückenkopf bei Solomino) angreifen sollte; das Korps hatte nur 15.449 Mann oder 47 Prozent seiner Sollstärke. Die zwei Panzerregimenter und zwei Panzerbrigaden der Armee hatten statt der Sollstärke von zusammen 162 Panzern nur 119 Panzer im Bestand, von denen lediglich 83 einsatzbereit waren.59 Ihre Artillerieverbände hatten 1.523 Geschütze und Granatwerfer (einschließlich 99 Flakgeschütze), also 22,6 Prozent mehr als die 53. Armee. Vor den Stellungen der Angriffskräfte der 7. Gardearmee befand sich jedoch ein bedeutendes Hindernis, und zwar der Fluss Donez. Das deutsche XI. Armeekorps besaß auf dem rechten Ufer des Flusses zwei kleine Brückenköpfe, die es standhaft verteidigte. Zudem herrschte bei der 7. Gardearmee ein akuter Mangel an Brückengerät. Obwohl die Armee relativ viele Infanteriekräfte einsetzen konnte, war sie nicht in der Lage, die negativen Rückwirkungen dieser akuten Probleme im Verlauf des Angriffs auszugleichen.

Die personell schwächste Armee der Steppenfront war die 69. Armee, die von Generalleutnant Wassili D. Krjutschjonkin befehligt wurde. Obwohl seine beiden Korps (48. Schützenkorps und 35. Gardeschützenkorps) insgesamt über zehn Divisionen verfügten, hatte die Armee vor der Operation "Polkowodez Rumjanzew" nur eine Personalstärke von 60.270 Mann, d. h. 60 Prozent der Sollstärke. Die Kampfverbände hatten statt ihrer Sollstärke von 87.028 Mann nur 48.899 Soldaten, und die Schützentruppen waren bei einer Sollstärke von 72.718 Soldaten nur 37.016 Mann stark.60 Die durchschnittliche Stärke der Divisionen in der Armee betrug nicht mehr als 3.612 Mann, d. h. 30 Prozent der Sollstärke. In der schwierigsten Lage befand sich das 35. Gardeschützenkorps. Obwohl ihm sieben Divisionen unterstanden, hatte es mit 17.507 Mann eine geringere personelle Stärke als das 48. Schützenkorps (18.615 Mann), das nur drei Divisionen hatte.61 Außerdem besaß die 69. Armee nur eine Panzerbrigade mit 49 Panzern (bei 53 Panzern Sollstärke) und bescheidene artilleristische Kräfte: 1.163 Geschütze und Granatwerfer (einschließlich 52 Flakgeschützen).62 Die geringe Anzahl der Panzer – also der wichtigsten Waffensysteme für die Offensive – in der 69. Armee und der 7. Gardearmee hing aber nicht nur mit dem allgemeinen Panzermangel der Steppenfront, sondern auch mit dem schwierigen Gelände zusammen, in dem ihre Verbände angreifen sollten.

 

Der Beginn der Operation "Polkowodez Rumjanzew"

In der ersten Phase der Operation "Polkowodez Rumjanzew" verfügten die Truppen der beiden beteiligten Fronten über eine Kampfstärke von insgesamt 599.201 Mann, 2.489 Panzer, 7.343 Geschütze, 8.779 Granatwerfer und 838 Raketenwerfer. Sowohl der Generalstab als auch die Front-Oberkommandos sowie Marschall Schukow als Vertreter der Stawka verstanden, dass sich die weiter oben genannten Probleme mit der Ausstattung der Truppen wesentlich auf die Operation auswirken konnten, und zwar nicht nur auf den Zeitpunkt ihrer Durchführung und die Erfüllung der gestellten Aufgaben, sondern auch auf die Höhe der Verluste. Aber die Stawka befürchtete, dass sich der Feind aufgrund der Verzögerung der Offensive in der vorgesehenen Hauptangriffszone festsetzen und dort erhebliche Reserven zusammenziehen könnte. Außerdem nahte der Herbst, was den Beginn der Befreiung der Ukraine von den Besatzern zusätzlich erschweren konnte. Darüber hinaus schätzte Moskau die Stärke der feindlichen Kräfte bei der Beurteilung der Situation unmittelbar nach der Verteidigungsphase bei Kursk falsch ein. Man nahm an, die 4. Panzerarmee und die Armeeabteilung Kempf hätten vier Panzerdivisionen und weitere selbständige gepanzerte Einheiten mit einer Gesamtstärke von 600 Panzern und Sturmgeschützen.63 In Wirklichkeit hatte die 4. Panzerarmee am 2. August nur drei Panzerdivisionen mit 141 Panzern und 55 Sturmgeschützen.64 Die Armeeabteilung Kempf hatte am 31. Juli 109 Panzer und Sturmgeschütze, davon 9 Panzer VI "Tiger".65 Insgesamt verfügten die Deutschen über 305 Panzer und Sturmgeschütze, davon entfielen 156 Panzer und 55 Sturmgeschütze auf die 4. Panzerarmee, die gegen die Woronescher Front kämpfte. An der linken Flanke der 4. Panzerarmee, im Frontabschnitt des VII. Armeekorps, befand sich die Sturmgeschützabteilung 202 (31 Sturmgeschütze), die in den ersten Tagen nicht direkt an der Abwehr des Angriffs von Watutins Truppen beteiligt war.66

Die Besorgnisse aufgrund der fehlerhaften Lagebeurteilung führten dazu, dass Stalin laut den Erinnerungen Schukows darauf bestand, die Operation "Polkowodez Rumjanzew" unmittelbar nach dem Ende der Verteidigungsphase der Kursker Schlacht zu beginnen, d. h. gleich nach dem 23. Juli: "Der Oberste Befehlshaber drängte uns, die Schlacht zu beginnen", schrieb Schukow. "Die Grundgesetze der operativ-taktischen Kunst hielt Stalin nicht ein. Er war wie ein temperamentvoller Faustkämpfer, oft erhitzt und in Eile, in den Kampf einzugreifen. Brennend und hastig beurteilte J. W. Stalin die Zeit nicht immer richtig, die für die umfassende Vorbereitung einer Operation notwendig war. Ich und A. M. Wassilewski67 gaben uns viel Mühe, ihm die Notwendigkeit zu beweisen, den Beginn der Kampfhandlungen nicht zu überstürzen und eine Operation nur dann zu beginnen, wenn sie umfassend vorbereitet und materiell abgesichert war."68

Schukow und Wassilewski gelang es, die Operation um zehn Tage zu verzögern, und zwar mit der Begründung, zum einen sei die Woronescher Front noch unvorbereitet, zum anderen müssten die Verbände der Steppenfront erst herangeführt werden.69 Innerhalb so kurzer Zeit nach einer schweren und verlustreichen Schlacht wie der Kursker Verteidigungsoperation war das Oberkommando der Roten Armee nicht in der Lage, Watutins und Konews Truppen wiederherzustellen. Es versuchte daher, die oben genannten Probleme zu lösen, indem es eine mächtige Artilleriegruppierung schuf. Diese sollte am ersten Tag der Operation große Teile der in vorderster Front eingesetzten Verbände der 4. Panzerarmee und der Armeeabteilung Kempf zerschlagen. In kurzer Zeit wurde das 7. Artillerie-Durchbruchskorps von der Brjansker Front zur Woronescher Front verlegt. Es bestand aus der 13., 16. und 17. Artilleriedivision sowie der 3. Gardegranatwerferdivision. Zugleich wurden eine beträchtliche Menge von Munitionsvorräten sowie neue Waffen aus den Fabriken an die Front gebracht, um Watutins Verbände zu verstärken. In seinem bereits weiter oben zitierten Bericht vom 19. Oktober 1943 hielt der Kommandeur des 3. mechanisierten Korps, Generalleutnant Kriwoschein, fest, dass in seinem Korps zu Beginn der Offensive sowohl Panzer und Reparaturdienste als auch Kämpfer fehlten, aber "wir erhielten komplette Artillerie und auch Granatwerfer".70 Am 31. Juli 1943 verfügten Watutins Truppen über 5.874 Granatwerfer, 4.614 Geschütze und 748 Katjuscha-Raketenwerfer. Auf die einzelnen Armeen waren sie wie folgt verteilt:

Schwerpunktarmeen: Die 5. Gardearmee hatte 1.137 Geschütze (d. h. 24,6 Prozent aller bei der Front vorhandenen Geschütze), 1.219 Granatwerfer (20,8 Prozent) und 533 Mehrfach-Raketenwerfer (71,3 Prozent); 6. Gardearmee: 579 Geschütze (12,5 Prozent), 515 Granatwerfer (8,7 Prozent) und 71 Raketenwerfer (9,5 Prozent); 1. Panzerarmee: 164 Geschütze (3,6 Prozent), 211 Granatwerfer (3,6 Prozent) und 31 Raketenwerfer (4,1 Prozent); 5. Gardepanzerarmee: 227 Geschütze (4,9 Prozent), 317 Granatwerfer (5,4 Prozent) und 37 Raketenwerfer (4,9 Prozent).71

Unterstützungsarmeen: 27. Armee: 758 Geschütze (16,4 Prozent), 466 Granatwerfer (7,9 Prozent) und 24 Raketenwerfer (3,2 Prozent); 40. Armee: 499 Geschütze (10,8 Prozent), 816 Granatwerfer (13,9 Prozent) und 20 Raketenwerfer (2,7 Prozent).

Reservearmeen: 38. Armee: 456 Geschütze (9,9 Prozent), 842 Granatwerfer (14,3 Prozent), keine Raketenwerfer; 47. Armee: 649 Geschütze (14,7 Prozent), 1.051 Granatwerfer (17,9 Prozent) und 32 Raketenwerfer (4,3 Prozent).72

Wie oben bereits angemerkt erhielt die 53. Armee der Steppenfront zur Verstärkung zwei Artilleriedivisionen. Insgesamt befanden sich am Morgen des 3. August 1943 im Schwerpunkt von Watutins Verbänden 2.107 Geschütze (45,7 Prozent der Gesamtzahl), 2.244 Granatwerfer (38,3 Prozent) und 672 Mehrfach-Raketenwerfer (89,9 Prozent), darunter in der ersten Angriffswelle (5. und 6. Gardearmee) 1.716 Geschütze (37,2 Prozent), 1.734 Granatwerfer (29,5 Prozent) und 604 Raketenwerfer (80,7 Prozent). Im gesamten Abschnitt der Woronescher Front erreichte die durchschnittliche Artilleriedichte 216 Rohre pro Kilometer, im Schwerpunkt bei der Woronescher Front und der Steppenfront sogar 230 Rohre pro Kilometer.73

Allerdings gelang es der sowjetischen Seite mithilfe dieser großen Artilleriekräfte nur teilweise, die negativen Auswirkungen der geringen Vorbereitungszeit auf die Offensive zu minimieren und den Stellungsdivisionen des LII. Armeekorps in diesem Raum (167. und 332. Infanteriedivision) große personelle Verluste zuzufügen. Trotz der Stärke und Dauer der Artillerievorbereitung (170 Minuten) am Morgen des 3. August konnte die sowjetische Artillerie die Feuerstellungen der Truppen der 4. Panzerarmee an der Hauptkampflinie nicht bekämpfen und den Schützenverbänden nicht den Weg in die Tiefe der Verteidigung des Feindes ebnen. Dafür gibt es nach Meinung der Autoren zwei Hauptgründe:

Erstens bezogen Teile der Artillerieverstärkungen erst kurz vor der Offensive ihre Feuerstellungen und führten keine vollständige Aufklärung der Ziele durch. Dies lag zum einen an dem äußerst engen Zeitrahmen der Vorbereitung und zum anderen daran, dass die Armeen der ersten Angriffswelle noch bis unmittelbar vor Beginn der Operation "Polkowodez Rumjanzew" in Kampfhandlungen mit dem Feind verwickelt waren. Dadurch waren die gegnerischen Kampfverbände in Bewegung. Dies betraf vor allem die Stellungen der 8-cm-Granatwerfer und der sechsrohrigen 15-cm-Raketenwerfer (Nebelwerfer). Diese blieben den deutschen Truppen insbesondere in der Durchbruchszone der 5. Gardearmee erhalten, was mit ihrer hohen Mobilität zusammenhing. Darauf wies etwa der Stab des 18. Panzerkorps der 5. Gardepanzerarmee am ersten Tag der Offensive hin.74 Die Granat- und Raketenwerfer, die ein sehr wirksames Mittel zur Bekämpfung der Infanterie waren, wurden zum Hauptschrecken der Schützentruppen von Schadows 5. Gardearmee.

Zweitens nahm die deutsche Führung Ende Juli/Anfang August an, die Rote Armee werde bald zum Angriff antreten, und traf Maßnahmen zur Tarnung. So warnte das Oberkommando der 4. Panzerarmee die Kommandos seiner Korps bereits am 30. Juli 1943:

"Vor rechtem Armeeflügel im Abschnitt Lipowyj Donez, Butowo stehen auf 40 Kilometer Breite 10 russische Schützendivisionen, die artilleristisch voll kampfkräftig, infanteristisch bis auf 2 Divisionen durch die vorangegangenen Kämpfe als angeschlagen gelten können. Teile II. Panzerkorps, V. Garde-mechanisiertes Korps, XXIX. Panzerkorps und XVIII. Panzerkorps sind mit Schwerpunkt im Raum Bykowka, Triretschnoje festgestellt. Masse 1. Panzerarmee mit 5 Panzerkorps und einem mechanisierten Korps sowie 5 Schützendivisionen scheint in die Auffrischungsräume am Pssel75 zurückgekehrt zu sein. Die Feindlage lässt daher auf weitere Angriffe gegen den rechten Flügel der Panzerarmee [die Offensivzone der 5. Gardearmee, Anmerkung der Autoren] schließen."76

Demnach kannte der Feind mehrere Tage vor Beginn der Offensive die Position der Hauptangriffsverbände der Woronescher Front und erfasste genau die Absicht des sowjetischen Front-Oberkommandos für den Einsatz dieser Truppen.

Hinzu kam, dass die sowjetischen Artillerieaufklärungsmittel zu diesem Zeitpunkt nicht perfekt waren. So wurden die Koordinaten von georteten Zielen nicht immer korrekt angegeben, deshalb sank die Wirkung des Feuers. In seinen Erinnerungen räumte Marschall Schukow ein: "Es ist klar, dass es mit den damals verfügbaren Aufklärungsmitteln nicht einfach war, den Ort der Ziele genau zu bestimmen."77

 

Fazit

Der Verlauf und die Ergebnisse der Operation "Polkowodez Rumjanzew" wurden vom ersten Tag an durch die unzureichende personelle Kampfstärke und den Mangel an Panzerfahrzeugen bei den beiden beteiligten Fronten beeinträchtigt. Diese Probleme hatten aufgrund der kurzen Frist, welche die Stawka für die Planung und Organisation der Offensive gesetzt hatte, nicht beseitigt werden können. Hinzu kamen sowohl der gut organisierte Widerstand der Heeresgruppe Süd als auch weitere Faktoren, welche die Operation verlangsamten. Dazu gehörte das schlechte Kommando in den Panzerkorps, insbesondere in der 1. Panzerarmee78, und die ungenügend vorbereiteten Wege und Übersetzstellen für die Panzer.79 Der Zeitplan für die Operation geriet dadurch schon am ersten Tag des Angriffs durcheinander. Trotz aller Bemühungen der vorn eingesetzten Truppen musste die 1. Panzerarmee bereits am 3. August um 17.30 Uhr in den Kampf eingreifen – allerdings nicht wie vorgesehen für den operativen Durchbruch, sondern um den Schützenverbänden beim taktischen Durchbruch durch die Verteidigungsstellungen des Feindes zu helfen. Als Aufgabe für den ersten Angriffstag hatte die Führung die Befreiung von Tomarowka vorgesehen, das 14 bis 15 Kilometer hinter der vordersten Frontlinie lag.80 Diese Aufgabe konnte erst nach mehreren Tagen zusammen mit den Schützenverbänden erfüllt werden.

  • 1. Aus dem Russischen übersetzt von Aleksej Kislicyn. Die Autoren danken Dr. Roman Töppel (RT) für seine Hilfe bei der Vorbereitung des Artikels. Anm. RT: Eine sowjetische "Front" entsprach ungefähr einer deutschen Heeresgruppe.
  • 2. Anm. RT: Die russische Geschichtsschreibung unterteilt die Kursker Schlacht in drei Phasen: 1.) Kursker Verteidigungsphase, 05.-11.07.1943 (im Norden von Kursk) bzw. 05.-23.07.1943 (im Süden von Kursk); 2.) Gegenoffensive bei Orjol, 12.07.-18.08.1943; 3.) Gegenoffensive bei Charkow, 03.-23.08.1943.
  • 3. Beispielsweise Velikaja Otečestvennaja vojna 1941-1945. Voenno-istoričeskie očerki, Bd. 2, Moskau 1998, S. 279f.
  • 4. Ivan V. Parot’kin (Hrsg.), Kurskaja bitva, Moskau 1970, S. 491.
  • 5. Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (im Folgenden: ZAMO RF), Fond 203, Opis’ 2843, Delo 487, List 366.
  • 6. Grigorij A. Koltunov/Boris G. Solov’ev, Kurskaja bitva, Moskau 1970, S. 283.
  • 7. Anm. RT: Am 12.07.1943 traten die Brjansker Front und die Westfront zum Angriff auf Orjol an. Am 15.07. schloss sich die Zentralfront dieser Offensive (Operation "Kutusow") an. Am 03.08. begannen die Woronescher Front und die Steppenfront die Angriffsoperation "Polkowodez Rumjanzew".
  • 8. Anm. RT: Gemeint ist die sowjetische Winteroffensive im Südabschnitt der deutsch-sowjetischen Front. Sie begann am 29.01.1943, als die Südwestfront zur Operation "Skatschok" (Sprung) antrat. Am 02.02.1943 schloss sich die Woronescher Front mit der Operation "Swesda" (Stern) an. Ziel war die Zerschlagung der Heeresgruppen A und Don und der Vorstoß zum Dnjepr. Der Heeresgruppe Don/Süd unter Generalfeldmarschall Erich von Manstein gelang es bis Ende Februar, die sowjetischen Vorstöße aufzufangen. Danach traten die Deutschen zum Gegenangriff an, eroberten am 14.03. erneut Charkow und am 18.03. Belgorod. Dies war der letzte größere Sieg der Wehrmacht an der Ostfront.
  • 9. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, F. 233 obr.
  • 10. Georgij K. Žukov, Vozpominanija i razmyšlenija. Bd. 3, Moskau 1990, S. 37.
  • 11. ZAMO RF, F. 203, Op. 2877, D. 10, L. 175-191.
  • 12. ZAMO RF, F. 203, Op. 2877, D. 10, L. 184-186.
  • 13. Anm. der Autoren: Gemeint sind die Angriffskräfte der Heeresgruppe Süd: die 4. Panzerarmee und die Armeeabteilung Kempf.
  • 14. Anm. der Autoren: das 1. mechanisierte Korps der 53. Armee.
  • 15. Sergej M. Štemenko, General’nyj štab v gody vojny, Moskau 1968, S. 180f.
  • 16. Nicht berücksichtigt werden die Formationen des rückwärtigen Armeegebiets und die Kampfunterstützungstruppen.
  • 17. Generalmajor Pjotr M. Koslow hatte das Kommando über die 47. Armee vom 13.07.-03.08.1943; vom 04.08.-16.09.1943 führte Generalleutnant Pawel P. Korsun die 47. Armee.
  • 18. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 225-231.
  • 19. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 226.
  • 20. Ebd.
  • 21. Aleksej S. Žadov, Četyre goda vojny, Moskau 1978, S. 97.
  • 22. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 226.
  • 23. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 164.
  • 24. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 163.
  • 25. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 229 obr.
  • 26. Valerij N. Zamulin, Zabytoe sraženie Ognennoj Dugi. Krušenie operacii "Citadel’", Moskau 2008, S. 78.
  • 27. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 164.
  • 28. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 224 obr.
  • 29. Ebd.
  • 30. Koltunov/Solov’ev, Kurskaja bitva, S. 277.
  • 31. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 234.
  • 32. Valerij N. Zamulin, Kurskij izlom. Rešajuščaja bitva Velikoj Otečestvennoj, Moskau 2008, S. 204.
  • 33. Velikaja Otečestvennaja vojna 1941-1945, S. 280.
  • 34. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 231 obr.
  • 35. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 233.
  • 36. ZAMO RF, F. 299, Op. 3070, D. 227, L. 23.
  • 37. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 233. Laut Kriegstagebuch der 5. Gardepanzerarmee vom 1. August waren 466 einsatzbereite Panzer vorhanden. Allerdings sind in dieser Zahl die Panzer des selbständigen 53. Gardepanzerregiments nicht berücksichtigt. Außerdem gibt dieses Dokument keinen Aufschluss über die Stärke des 1. Gardekradschützenregiments und über die Panzer, die sich in der Instandsetzung befanden. Siehe ZAMO RF, F. 240, Op. 2779, D. 404, L. 119.
  • 38. ZAMO RF, F. 3440, Op. 1, D. 41, L. 7 obr.
  • 39. Andrej L. Getman, Tanki idut na Berlin, Moskau 1982, S. 103.
  • 40. Pavel A. Rotmistrov, Stal’naja gvardija, Moskau 1984, S. 203.
  • 41. Diese selbständigen Panzereinheiten hatten insgesamt 248 Panzerfahrzeuge, davon 217 einsatzbereite. Siehe ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 224-233 obr.
  • 42. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 233 obr.
  • 43. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 226-227 obr.
  • 44. Michail E. Katukov, Na ostrie glavnogo udara, Moskau 1974, S. 243.
  • 45. Glavnoe avtobronetankovoe upravlenie. Ljudi, sobytija, fakty v dokumentach – 1940-1942, Moskau 2005, S. 378.
  • 46. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 33, L. [ohne Nummer].
  • 47. Koltunov/Solov’ev, Kurskaja bitva, S. 282.
  • 48. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 50, L. 2.
  • 49. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 33, L. 5.
  • 50. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 84, L. 3.
  • 51. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 33, L. 5.
  • 52. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 84, L. 2.
  • 53. ZAMO RF, F. 38, Op. 11373, D. 150, L. 58. Anm. RT: Als "Mk-2" und "Mk-3" bezeichnete die Rote Armee die britischen Infanteriepanzer Mk II "Matilda II" und Mk III "Valentine", die Großbritannien im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (Lend-Lease Act) an die Sowjetunion lieferte (Steven J. Zaloga, Soviet Lend-Lease Tanks of World War II, Oxford/New York 2017, S. 7).
  • 54. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 84, L. 3.
  • 55. Anm. RT: Im Gegensatz zur Sollstärke eines "normalen" selbständigen Panzerregiments (39 Panzer) betrug die Sollstärke eines schweren selbständigen Panzerregiments nur 21 Panzer.
  • 56. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 84, L. 3.
  • 57. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 33, L. 1.
  • 58. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 78, L. 2f.
  • 59. ZAMO RF, F. 240, Op. 2795, D. 78, L. 6 obr.
  • 60. ZAMO RF, F. 240, Op. 2779, D. 77, L. 5f.
  • 61. ZAMO RF, F. 240, Op. 2779, D. 77, L. 1f.
  • 62. ZAMO RF, F. 240, Op. 2779, D. 77, L. 6.
  • 63. Koltunov/Solov’ev, Kurskaja bitva, Tab. 24.
  • 64. National Archives and Records Administration, Archives II, College Park, Maryland, USA (im Folgenden: NARA), T-313, R. 379.
  • 65. NARA, T-78, R. 733, F. 000527.
  • 66. Anm. RT: Das VII. Armeekorps gehörte bis Anfang August 1943 zur 2. Armee (Heeresgruppe Mitte). Am 04.08.1943 wurde es der 4. Panzerarmee unterstellt. Die Sturmgeschütze der Abteilung 202 sind in den weiter oben genannten Zahlen der 4. Panzerarmee enthalten.
  • 67. Anm. RT: Marschall der Sowjetunion Alexander M. Wassilewski, der Chef des sowjetischen Generalstabs.
  • 68. Žukov, Vozpominanija, Bd. 3, S. 58.
  • 69. Ivan S. Konev, Zapiski komandujuščego frontom, Moskau 2014, S. 113.
  • 70. ZAMO RF, F. 3440, Op. 1, D. 41, L. 9 obr.
  • 71. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 227-233.
  • 72. ZAMO RF, F. 203, Op. 2843, D. 426, L. 225-231.
  • 73. Koltunov/Solov’ev, Kurskaja bitva, S. 282.
  • 74. ZAMO RF, F. 3415, Op. 1, D. 22, L. 142.
  • 75. Anm. RT: Gemeint ist der Fluss Psjol (Psël).
  • 76. NARA, T-314, R. 1170, F. 000657.
  • 77. Žukov, Vozpominanija, Bd. 3, S. 46.
  • 78. ZAMO RF, F. 299, Op. 3070, D. 4, L. 125f.
  • 79. ZAMO RF, F. 3413, Op. 1, D. 4, L. 6.
  • 80. ZAMO RF, F. 3413, Op. 1, D. 4, L. 6 obr.
Panzersteppenfront auf dem Marsch im Montagebereich der Aufklärungseinheit BA-64.  Richtung Belgorod. Zweite Julihälfte 1943 (RGAFKD)
Wencke Meteling

Zitierempfehlung

Valerij N. Zamulin; Viktor V. Zamulin, Das Ende der Schlacht bei Kursk. Die sowjetische Sommeroffensive auf Charkow im August 1943 und die Kampfstärke der beteiligten sowjetischen Armeen, in: Portal Militärgeschichte, 23. Juli 2018, URL: http://portal-militaergeschichte.de/zamulin_schlacht. (Bitte fügen Sie in Klammern das Datum des letzten Aufrufs dieser Seite hinzu.)

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