Politik und Diplomatie

Von: 
Christian Wenzel
Johannes Lepsius (1858-1926), um 1910. Bildnachweis: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Johannes_Lepsius2.jpg?uselang=de

Johannes Lepsius ist als "Anwalt der Armenier" in die Geschichte des Völkermords an den Armeniern und des Ersten Weltkrieges eingegangen. So einhellig die Geschichtswissenschaft dabei die große Bedeutung Lepsius' bei der Dokumentation der Ereignisse hervorhebt, so wenig ist seine Haltung zu Armenien in den Jahren vor dem Völkermord bislang untersucht worden. Ein Blick auf Lepsius' Stellungsnahmen zu den innertürkischen Verhältnissen am Vorabend des Ersten Weltkrieges zeigt, wie vielschichtig die Gründe für sein Engagement waren.

 
 
Trajectory and effect of the first German-Algerian treaty
Von: 
Magnus Ressel

Hamburg and Algiers are in some ways two rather atypical models of success of the Early Modern Era. Until the late 18th century, both were constantly threatened by powerful neighbors (the former by the kingdom of Denmark, the latter by the kingdom of Spain) and yet they managed to retain their independence due to impressive fortifications around the respective cities and a skillful use of diplomatic contacts with other powers, especially the Netherlands, Great Britain and France.

 
 
Der Künstler als Politiker und Feldherr
Von: 
Roman Töppel
Pyta Cover
Wolfram Pyta, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart und Direktor der Forschungsstelle Ludwigsburg, hat nach seiner 2007 erschienenen, preisgekrönten Biografie Hindenburgs nun auch eine umfangreiche Arbeit über Hitler vorgelegt. Im Gegensatz zu anderen Biografen Hitlers geht es Pyta nicht um eine Gesamtschau auf das Leben des Diktators. Pyta konzentriert sich auf die Zeit seit Hitlers Eintritt in die Politik. Den breitesten Raum nimmt der Zweite Weltkrieg ein.
 
 
Von: 
Christoph Nübel
Das Bild zeigt: Bundeswehrsoldaten im Manöver, 1960
Die Gründung der Bundeswehr vor 60 Jahren ist für das Portal Militärgeschichte Anlass für einen Blick zurück. Im Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland eine totale Niederlage erlitten. Die Alliierten lösten die Armee auf. Trotzdem war die Zeit zwischen 1945 bis zur Gründung der Bundeswehr 1955 keine lange militärische Stunde Null, weil es verschiedenste Vorläuferorganisationen gab. Die Bundeswehr sollte einen deutlichen Bruch darstellen und auf Prinzipien aufgebaut werden, die sie von der Wehrmacht unterschieden. Dies gelang nur teilweise. Die Frage der militärischen Organisation, Leitbilder und Traditionen blieb jahrzehntelang eines der umstrittensten Themen in Armee und Gesellschaft.
 
 
Das Reichsheer im Neusser Krieg (Dissertation). Eine Untersuchung des spätmittelalterlichen Reichsheeres, das sich 1474/75 für den Entsatz von Neuss am Rhein bildete
Von: 
Patrick Leukel
Mittelalterliches Hausbuch von Schloss Wolfegg, Heerlager (Wagenburg)
"[…] all welt wil auf sein wider Burgundi jensseit und hie disseit Reyns […]" - in dieser Weise fasste Albrecht Achilles, eine der schillerndsten Persönlichkeiten des spätmittelalterlichen Reichs und enger Vertrauter Kaiser Friedrichs III., am 21. November 1474 gegenüber seinen Räten seinen Eindruck vom Widerhall zusammen, den der Aufruf zur Sammlung des Reichsheeres gegen Karl den Kühnen von Burgund im Reich gefunden hatte. Dabei drückt sich nicht zuletzt die Überraschung des Kurfürsten darüber aus, dass dieses Reichsheer tatsächlich zustande kam. Anlass zu dessen Aufstellung war die Belagerung der Stadt Neuss durch den burgundischen Herzog Karl den Kühnen. Dem Reichsheer gelang es, die Belagerung schließlich zu beenden und Karl den Kühnen zum Rückzug zu bewegen.
 
 
Von: 
Juliane Petermann | Marcel Kellner
Abendvortrag Stig Förster (Bern), 55. ITMG, 4. Juni 2014, Potsdam , Foto: ZMSBw

Dass der Erste Weltkrieg zur bestimmenden Thematik des Jahres 2014 avancieren würde, war absehbar. In unzähligen Ausstellungen, Gedenkveranstaltungen und populär orientierten Publikationen wurde das Geschichtsbild des "großen Krieges" reflektiert, diskutiert und zuweilen neu interpretiert. Nun steht es an zu fragen, welche neuen Impulse von der professionellen geschichtswissenschaftlichen Forschung im Jahr 2014 zum Thema ausgehen.

 
 
Ein Instrument für den politischen Wandel in Europa
Von: 
Josef Holik
Das Bild zeigt osef Holik (rechts) mit seinem amerikanischen Kollegen Robert Blackwill bei Präsident Bush im Februar 1991
Die konventionelle Überlegenheit der Sowjetunion war für die westlichen Verbündeten ein Kernproblem der Sicherheit im Nachkriegseuropa. Ihr Abbau war Voraussetzung, die konventionelle Rüstungskontrolle wichtiges Werkzeug für den politischen Wandel im Kalten Krieg.
 
 
Neuerscheinungen zur Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges
Von: 
Christoph Nübel
Erzherzog Franz Ferdinand mit Frau in Sarajevo 1914 - Wikimedia
Christopher Clark, Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. (Aus dem Engl. von Norbert Juraschitz) München: Deutsche Verlags-Anstalt 2013. ISBN 9783421043597; 896 S.; € 39,99. Gerd Krumeich, Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch. Paderborn u.a.: Schöningh 2014. ISBN 9783506775924; 362 S.; € 34,90.
 
 

Reichsheer; Kommunikation; Netzwerk; Militärgeschichte; Adel; Fürsten; Spätmittelalter; 15. Jahrhundert; 16. Jahrhundert; Fehde; Neusser Krieg;

Militärorganisation im Kirchenstaat des 15.Jhs. (Disseration)
Es wird die Frage gestellt, wie Militär durch die römische Kurie organisiert und zum Einsatz gebracht wird. Des weiteren soll der Personenkreis des "Militärs" untersucht und politisch eingeordnet werden. Abschließend werden die jeweiligen Interessen der beteiligten Personen oder Gruppen von Akteuren bewertet, um die mikro- und makropolitische Funktion der kirchlichen Militärorganisation zu betonen.

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